Einen Termin absagen?
Passt!

Sollten Sie einen Arzttermin nicht einhalten können, sagen Sie ihn einfach ab. Das geht ganz ohne Folgen, und zwar bis zwei Werktage vor dem Termin.

 

Einen Termin absagen?
Passt!

Sollten Sie einen Arzttermin nicht einhalten können, sagen Sie ihn einfach ab. Das geht ganz ohne Folgen, und zwar bis zwei Werktage vor dem Termin.

 

Einen Termin absagen?
Passt!

Sollten Sie einen Arzttermin nicht einhalten können, sagen Sie ihn einfach ab. Das geht ganz ohne Folgen, und zwar bis zwei Werktage vor dem Termin.

 

Einen Termin absagen?
Passt!

Sollten Sie einen Arzttermin nicht einhalten können, sagen Sie ihn einfach ab. Das geht ganz ohne Folgen, und zwar bis zwei Werktage vor dem Termin.

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Häufig passiert es, dass ein Arzttermin oder eine andere Gesundheitsleistung vereinbart und dann ohne Absage nicht wahrgenommen wird. Das bleibt nicht ohne Folgen für unsere Arbeit und für alle anderen Patientinnen und Patienten: eine zeitgerechte Absage bedeutet, den Platz für jemand anderen frei zu machen und hilft uns, unsere Effizienz einfach und spürbar zu steigern. Deshalb müssen Bürgerinnen und Bürger, die ab 1.1.2019 einen Arzttermin vormerken und ihm ohne rechtzeitige Absage fernbleiben, eine Verwaltungsstrafe bezahlen. Sie beträgt 35,00 Euro plus Kosten für die postalische Zustellung.

Für welche Termine wird die Verwaltungsstrafe fällig?

Die Verwaltungsstrafe fällt immer dann an, wenn ein Termin für eine fachärztliche Visite vereinbart, aber nicht zeitgerecht und nach den vorgesehenen Modalitäten abgesagt wurde.

Die Regelung ist also einfach. Vereinbart ein Patient/eine Patientin einen Termin für eine fachärztliche Visite, sagt diesen nicht innerhalb der vorgesehenen Fristen ab, erscheint aber auch nicht, wird die Verwaltungsstrafe fällig.

Insbesondere gilt die Strafe für nicht wahrgenommene Termine für

  • fachärztliche Erstvisiten und Erstzugänge zu diagnostisch-therapeutischen Leistungen,
  • Kontrollvisiten, weitere Zugänge zu diagnostisch-therapeutischen Leistungen und Follow-ups,
  • Erstzugänge im Rahmen eines bereits vereinbarten Therapieplans (etwa im Rahmen eines Rehaplans),
  • eine empfohlene, vom Patienten/von der Patientin vorgemerkte Impfung.

Keine Verwaltungsstrafen fallen dagegen für die folgenden nicht wahrgenommenen Termine an:

  • Vormerkungen mit klinischer Dringlichkeit „U/dringend“;
  • Vormerkungen, bei denen weniger als zwei Arbeitstage zwischen dem Datum der Vormerkung und dem Datum der Leistungserbringung liegen;
  • Vormerkungen an Tagen, an denen ein nationaler bzw. landesweiter Streik des Sanitätspersonals des Sanitätsbetriebes oder vertragsgebundener Erbringer ausgerufen wurde;
  • Vormerkungen für die innerbetriebliche freiberufliche Tätigkeit;
  • Vormerkungen vor oder nach einer stationären Aufnahme;
  • Zugänge für Behandlungszyklen nach dem ersten Zyklustermin (in diesen Fällen haben die Bürgerinnen und Bürger allerdings nicht das Recht, den verlorenen Termin nachzuholen);
  • Leistungen, dessen Vormerkungstermin vom Sanitätsbetrieb vergeben wurde (z.B. obligatorische Impfungen, Leistungen der Screening-Programme, usw.) oder auf Anfrage von institutionellen Organen wie Gericht, Gefängnis, etc.;
  • ambulante Leistungen in Diensten auf dem Territorium mit Übernahme des Patienten/der Patientin: Dienste für Abhängigkeitserkrankungen, psychologische Dienste, Zentren für psychische Gesundheit, Pneumologischer Dienst, palliativmedizinische Dienste;
  • ambulante Leistungen der psychiatrischen Dienste im Krankenhaus oder auf dem Territorium, einschliesslich der Kinder- und Jugendneuropsychiatrie;
  • ambulante Leistungen für Patienten/Patientinnen in Chemo-und Strahlentherapie;
  • im Krankenhaus oder auf dem Territorium erbrachte ambulante Leistungen bezüglich Infektionskrankheiten;
  • zuhause oder mittels Telemedizin erbrachte Leistungen;

  • Alle anderen Bereiche, die nicht in den ambulanten fachärztlichen Leistungen (nicht durch die Abkürzung „PSA“ im Sinne des BLR Nr. 2568/1998) enthalten sind.

Wie kann ich einen Termin absagen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Termin abzusagen: online, per E-Mail, telefonisch oder persönlich bei den Vormerkschaltern. In jedem Fall gilt aber, dass die Absage spätestens zwei Werktage vor dem Termin erfolgen muss.

Um Sie an den Termin zu erinnern, wird mit Jahresbeginn für zahlreiche Fachbereiche ein neuer Erinnerungsdienst des Sanitätsbetriebes aktiviert: ein automatisierter Anruf erinnert Sie eine Woche vorher an den Termin. Der Termin kann über das Nummernfeld des Telefons bestätigt oder abgesagt werden.

Können Sie einen schon vereinbarten Termin dennoch nicht wahrnehmen, sollten Sie ihn mit mindestens zwei Werktagen Vorlauf absagen. Samstage und Sonntage sind keine Werktage, werden also nicht eingerechnet. Sollten Sie demnach einen Termin am Montag nicht wahrnehmen können, müssen Sie ihn bis spätestens am Mittwoch der Vorwoche absagen.

Die Absage muss bei jener Vormerkstelle erfolgen, mit der Sie den Termin Ihrer fachärztlichen Visite vereinbart haben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Termin abzusagen:

  • Sie können der Vormerkstelle, wo Sie den Termin vereinbart haben, eine E-Mail zukommen lassen,
  • Sie können die Vormerkstelle, wo Sie den Termin vereinbart haben, telefonisch benachrichtigen,
  • Sie können sich persönlich zum Vormerkschalter begeben, wo Sie den Termin vereinbart haben,
  • Sie können für einige Gesundheitsleistungen den Termin direkt online absagen, unabhängig davon, wo Sie ihn vereinbart haben; dazu benötigen Sie den Kodex auf der Vormerkbestätigung.

Unabhängig davon, wie Sie Ihren Termin absagen, wird Ihnen ein Code mitgeteilt, den Sie 6 Monate aufbewahren müssen. Er gilt als Nachweis der korrekt erfolgten Absage.

Wie erfolgt die Verwaltungsstrafe?

Sollte festgestellt werden, dass Sie einen Termin nicht wahrgenommen, aber auch nicht korrekt abgesagt haben, wird Ihnen eine Verwaltungsstrafe zugestellt.

Wer zu einem Termin nicht erscheint und sich auch nicht um die Absage kümmert, dem flattert die Verwaltungsstrafe ins Haus. Die Zustellung des Bescheids erfolgt innerhalb von 90 Tagen für all jene, die in Italien ansässig sind, bzw. innerhalb von 360 Tagen für all jene, deren Wohnsitz im Ausland liegt. Die entsprechenden Fristen laufen ab dem Zeitpunkt der Feststellung der Übertretung.

Die Verwaltungsstrafe beläuft sich auf 35,00 Euro zuzüglich der postalischen Zustellungsspesen und muss innerhalb 30 Tagen nach Erhalt des Bescheids über das Portal pagoPA bezahlt werden.

Gibt es Ausnahmen?

Nicht erfolgte Absagen sind in manchen Fällen legitim, allerdings müssen diese entsprechend nachgewiesen werden.

Es gibt Fälle, in denen eine Absage nicht zeitgerecht erfolgen kann. Allerdings müssen Sie das Vorhandensein der Voraussetzungen für eine solche Ausnahme nachweisen, und zwar schriftlich und innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Verwaltungsstrafe.
Die Fälle, in denen eine Ausnahme vom Verhängen einer Verwaltungsstrafe vorgesehen ist, finden Sie hier aufgelistet mit der Angabe der einzureichenden Unterlagen:

Laden Sie das Dokument mit allen Ausnahmen herunter

Es gibt mehrere Wege, auf denen Sie uns die Rechtfertigung, warum Ihr Fall in eine der Ausnahmekategorien fallen sollte, übermitteln können.


Benutzen Sie bitte auf jeden Fall das dafür vorgesehenen Formular
  • Lassen Sie uns das ausgefüllte Formular, das oben angegebene Dokument für die Rechtfertigung der Nicht-Absage und eine Kopie Ihres Ausweises mittels eingeschriebenen Brief mit Rückantwort zukommen:
    Kommission für unterlassene Absagen
    Abteilung für Krankenhausbetreuung
    Grieser Platz 10
    39100 Bozen.
  • Lassen Sie uns das ausgefüllte Formular, das oben angegebene Dokument für die Rechtfertigung der Nicht-Absage und eine Kopie Ihres Ausweises mittels PEC-Mail zukommen: unterlassene-absage.mancata-disdetta@pec.sabes.it
  • Geben Sie das ausgefüllte Formular und das oben angegebene Dokument für die Rechtfertigung der Nicht-Absage persönlich in Ihrem Gesundheitssprengel ab. Die Liste der Sprengelsitze finden Sie unter www.sabes.it/de/gesundheitssprengel.asp.

In jedem Fall und unabhängig von der Art der Abgabe müssen Sie sich ausweisen. Erscheinen Sie also persönlich, genügt die Vorlage Ihres Personalausweises, für alle anderen Abgabearten ist den Unterlagen eine Kopie Ihres Ausweises beizulegen. Selbiges gilt auch, sollten Sie eine dritte Person mit der Abgabe beauftragen. Diese muss zusätzlich zur Kopie Ihres Personalausweises auch noch eine schriftliche Beauftragung Ihrerseits vorweisen.

Ihre Unterlagen werden von der Kommission für unterlassene Absagen unter die Lupe genommen, die aus drei Mitgliedern besteht. Diese legt ein Gutachten vor und innerhalb 180 Tagen nach Abgabe Ihrer Unterlagen wird eine der folgenden Entscheidungen getroffen:

  • Ihre unterlassene Absage wird als gerechtfertigt eingestuft. Ihr Fall wird zu den Akten gelegt. In diesem Fall werden nicht nur Sie benachrichtigt, sondern auch die Abteilung Wirtschaft und Finanzen des Sanitätsbetriebes, die die Einnahmeforderung löscht.
  • Ihre unterlassene Absage wird als nicht gerechtfertigt eingestuft. In diesem Fall wird der entsprechend begründete Strafbescheid ausgestellt. Verwaltungsstrafe und Zustellungsgebühren müssen daraufhin innerhalb 30 Tagen über das Portal pagoPA bezahlt werden. Ihnen steht in diesem Fall allerdings noch die Möglichkeit eines Rekurses nach den vom Gesetz vorgesehenen Vorgaben und Fristen offen.