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Departement für Gesundheitsvorsorge

Departement für Gesundheitsvorsorge

Amba-Alagi-Straße 33
39100 Bozen
Tel. 1: +39 0471 909 211
Tel. 2: +39 0471 635 187
Fax: +39 0471 909 201
Web: http://www.sabes.it/gesundheitsvorsorge


Tätigkeiten:

Folgende Dienste bilden das beratende Komitee und arbeiten im Departement zusammen:

  • Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit (Bozen, Meran, Brixen, Bruneck)
  • Dienst für Arbeitsmedizin (Betrieblicher Dienst)
  • Dienst für Sportmedizin (Bozen)
  • Pneumologischer Dienst (Betrieblicher Dienst)
  • Tierärztlicher Dienst (Betrieblicher Dienst)
  • Dienst für Diät und klinische Ernährung (Bozen)
  • Vertreterin der Ärzte und des akademischen leitenden Sanitätspersonals: Dr.in Loredana Latina
  • Vertreterin des nicht-ärztlichen Sanitätspersonals: Dr.in Gundula Gröber

Das betriebsweite Departement beschäftigt sich vor allem damit, Gesundheitsrisiken auf den Grund zu gehen und zu bekämpfen, es bewertet und interpretiert Daten aus dem Gesundheits- aber auch aus dem Umweltbereich. Durch die Zusammenarbeit mit betrieblichen Diensten und landesweiten Abteilungen werden Untersuchungen, Projekte und Forschungsarbeiten möglich, ebenso wie die Ausarbeitung von Leitlinien, Prozessprotokollen und Vorsorgeprogrammen. Das Departement für Gesundheitsvorsorge wurde mit Beschluss des Generaldirektors Nr. 258 vom 06.12.2011 eingerichtet.

Webseite: www.sabes.it/gesundheitsvorsorge

Departementdirektor/in

Koordinator/in

News

Gesundheitsvorsorge | 25.09.2017 | 12:51

Nicht erkannter Diabetes bringt deine Gesundheit ins Wanken!

"Aber wir halten dich im Gleichgewicht!" - Das ist das Ziel, das der Südtiroler Sanitätsbetrieb in Zusammenarbeit mit dem Ressort für Gesundheit durch die Einführung eines Screenings für die Früherkennung von Diabetes mellitus Typ 2 erreichen will. Das Screening beginnt mit Oktober 2017 und betrifft in den nächsten drei Jahren alle Bürgerinnen und Bürger zwischen 35 und 74 Jahren mit Wohnsitz in der Provinz Bozen. Konkret geht es um einen kurzen Fragebogen, der per Post verschickt wird.

Pressekonferenz zur Vorstellung des Diabetes-Screening. von links: Matteo Bonvicini, Maria Carla Joris, Bruno Fattor, Stefano Nervo, Martha Stocker und Thomas Schael.ZoomansichtPressekonferenz zur Vorstellung des Diabetes-Screening. von links: Matteo Bonvicini, Maria Carla Joris, Bruno Fattor, Stefano Nervo, Martha Stocker und Thomas Schael.

Diabetes stellt laut UNO und die WHO ein ernstes Problem der öffentlichen Gesundheit für den Planeten dar, man spricht sogar von einer Epidemie. Es wird geschätzt, dass die Zahl der Menschen, die von Diabetes betroffen sind, weltweit ständig wächst, genauso wie die Todesfälle, die diese Krankheit verursacht. Speziell Diabetes mellitus Typ 2, ist auf der ganzen Welt weit verbreitet. Eine von drei betroffenen Personen weiß nicht, dass sie krank ist. Das Risiko, diese Krankheit zu entwickeln, nimmt mit dem Alter zu. Auch Übergewicht, Fettleibigkeit und übermäßige sitzende Tätigkeit trägt dazu bei. Diabetes ist eine "stille" Krankheit, die leider häufig zu spät diagnostiziert wird, sodass es unbemerkt zu Komplikationen von Herz-Kreislauf, der Augen und Nieren, sowie im neurologischen Bereich kommen kann.

Screening: Fragebogen zur Selbsteinschätzung
Im Laufe der Jahre wurden mehrere Werkzeuge entwickelt, um zu beurteilen, welches Risiko Menschen haben, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Der “Finnish diabetes riskscore”, kurz FINDRISC, erwies sich als eines der zuverlässigsten Mittel zur Erkennung des Risiko-Prozentsatzes für Typ-2-Diabetes. Der FINDRISC ist ein Fragebogen, der mittels 8 Fragen zwischen 0 und 26 Punkten vergibt und berechnet, wie hoch das Risiko von Diabetes mellitus Typ 2 in den nächsten 10 Jahren ist. Die acht Fragen betreffen Alter, Familiengeschichte bzgl. Diabetes, Taillenumfang, Bewegung und Aktivität, Verzehr von Obst und Gemüse, Verschreibung von Bluthochdruck-Medikamenten, Blutzuckerwert und das Verhältnis zwischen Körpergröße und Körpergewicht (Body-Mass-Index). Eine endgültige Punktzahl über 14 bedeutet eine 33-prozentige Wahrscheinlichkeit, Diabetes innerhalb von 10 Jahren zu entwickeln, während eine Punktzahl von mehr als 19 eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit anzeigt.

Diabetes in der Provinz Bozen
Im Jahr 2016 wurden rund 1.000 Menschen mit Typ-1-Diabetes und mehr als 20.000 mit Typ-2-Diabetes in der Provinz Bozen betreut (mit einer Prävalenz von 0,2% bzw. 3,9% der Gesamtbevölkerung). Das Durchschnittsalter bei Typ 1 beträgt 39,4 Jahre, bei Typ 2 sind es 70,4 Jahre. Die Prävalenz von Diabetes-Typ 2 steigt mit zunehmendem Alter an: 12,2% zwischen 65 und 74 Jahren und 15,8% nach 75 Jahren. Landesweit leiden drei Viertel der Menschen mit Typ 2 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mehr als zwei Drittel an Bluthochdruck und ein Drittel hat Dyslipidämie (überschüssiges Cholesterin und/oder Triglyceride).

"Mit diesem Screening hoffen wir, 300 bis 400 neue Diabetes-Fälle pro Jahr zu erkennen und vermeiden damit, dass die Betroffenen Komplikationen entwickeln, die eine unwissentlich vorhandene Erkrankung mit sich bringt", so Bruno Fattor, Koordinator des diabetologischen Dienstes des Krankenhauses von Bozen.

"Angesichts der Verbreitung dieser Erkrankung und auch weil sie eben eine stille Krankheit ist, haben wir in Zusammenarbeit mit der Beobachtungsstelle für Gesundheit beschlossen, ein wichtiges Screening-Projekt zu starten, das einen großen Teil der erwachsenen Bevölkerung in der Provinz einbeziehen wird“, so Projektleiterin Maria Carla Joris, Stabstelle für berufliche Entwicklung im Südtiroler Sanitätsbetrieb. „Das Screening hat den Zweck, Bewusstsein für die Wahl eines gesunden Lebensstils zu wecken und jene zu diagnostizieren, die unwissend bereits krank sind oder gefährdet sind, es zu werden.

Teilnahme am Screening
Für Bürgerinnen und Bürger ist es sehr einfach am Screening teilzunehmen. Ab September 2017 wird der Fragebogen per Post verschickt, in verschiedenen Tranchen, über drei Jahre verteilt (ca. 90.000 pro Jahr). Nach dem Ausfüllen wird der Fragebogen mit dem bereits frankierte Umschlag zurückgeschickt. Er kann sowohl in den roten Postkästen der „Poste Italiane“ eingeworfen werden, als auch in den Kästen für die Rückmeldungen, die es in jedem der sieben Krankenhäuser des Landes gibt. Wenn ein Risiko besteht, in den nächsten 10 Jahren an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, erhält der Teilnehmer/die Teilnehmerin eine Einladung zu einem einfachen Labortest für die Hämoglobinwert-Messung.  Dabei wird die durchschnittliche Plasmaglukose-Konzentration über die letzten 2-3 Monate bestimmt. Die der Labortest kann kostenlos bei allen akkreditierten Labors des Südtiroler Sanitätsbetriebes durchgeführt werden. Wenn der Hämoglobinwert hoch sein sollte, wird die betroffene Person für weitere Details nochmal kontaktiert.

"Das Screening ist ein innovatives Projekt für die Gesundheitsvorsorge der Menschen in Südtirol", zeigt sich Generaldirektor Thomas Schael überzeugt. "Es ist unsere Pflicht, die Menschen dazu einzuladen, die Gesundheit so gut wie möglich zu erhalten und nicht nur die Krankheiten zu therapieren."

Derselben Meinung ist auch Gesundheitslandesrätin Martha Stocker: “Durch eine frühzeitige Diagnose kann die Lebensqualität erhalten bleiben. Durch eine Änderung des Lebensstils und ein aktives Selbstmanagement, kann jede und jeder die eigene Gesundheit sogar positiv verändern.“

Jede Bürgerin und jeder Bürger, die/der am Screening teilnimmt, erhält auf jeden Fall ein Antwortschreiben mit einem wertvollen Rat und einem kleinen Geschenk als Dankeschön für die Teilnahme an dieser wichtigen Gesundheitsinitiative.

 

Informationen für die Medien: Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907 138

(TDB/EGF)



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