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Finanzierung

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Die Kosten der Gesundheitsversorgung in Südtirol belaufen sich aktuell auf 1.200 Millionen Euro pro Jahr mit einer jährlichen Steigerung von rund 20 Millionen aufgrund inflationsbedingter Teuerungen und vertraglichen Verpflichtungen. Eine Dämpfung dieser Kostenprogression ist deshalb oberstes Gebot.

Südtirols Gesundheitsversorgung kostet derzeit etwa 1.200 Millionen € pro Jahr, dies entspricht einer Summe von 3,3 Millionen Euro pro Tag oder 2.300 Euro/Jahr pro BürgerIn. Von diesen Haushaltsmitteln fließen derzeit ca. 2/3 in die Krankenhausversorgung und ca. 1/3 in die Gesundheitsversorgung im Territorium. Auch ohne jegliche strukturelle Verbesserung, qualitative Aufwertung der Dienste oder Investitionen in Innovation und Forschung steigen die Kosten der Gesundheitsversorgung aufgrund der inflationsbedingten Teuerungen und der vertraglichen Gehaltsvorrückungen jährlich um ca. 20 Millionen Euro an, bis zum Jahr 2020 also um zirka 120 Millionen Euro. Wenngleich eine Senkung der Kosten für den Gesundheitsbereich unrealistisch ist, so erscheint eine Dämpfung der Kostensteigerung durch eine grundlegende Systemreorganisation erreichbar.

Kostendämpfungspotentiale

Durch das verbesserte Zusammenspiel zwischen den Krankenhäusern und dem Territorium, der Leistungserbringung im abgestimmten Versorgungsmodell in und zwischen den Bezirken, der Verschlankung der Verwaltung, der Generierung von Einnahmen sowie der konsequenten Optimierung der betrieblichen Abläufe ergeben sich die erforderlichen Kostendämpfungspotentiale. Die vier zentralen Handlungsfelder der Reform sollten ausgewogen und verhältnismäßig zur Kostendämpfung beitragen.

Ausgangspunkt war es, dass alle Bereiche sich mit je einem Viertel daran beteiligen. Es ist derzeit noch nicht zur Gänze absehbar, wie viel die Basis- und Bezirkskrankenhäuser dann definitiv einbringen werden, da dies von den anstehenden Aussprachen in Rom abhängt. Als Ziel der Reformbemühungen wurde eine Dämpfung der Kosten für die Gesundheitsdienste im öffentlichen Haushalt ab dem Jahr 2020 von rund 60 Millionen Euro jährlich vorgegeben. Das ursprüngliche Konzept der zuständigen Landesrätin sah Einsparungen von 62 Mio. Euro vor, der nun vorliegende Vorschlag ermöglicht noch kalkulatorisch eine Kostendämpfung von ca. 52 Mio. Euro

im Jahr 2020. Dieses Einsparungspotential wird durch die noch ausstehende Entscheidung zu den Geburtenabteilungen in den Basiskrankenhäusern beeinflusst (bei Aufrechterhaltung ist ein jährlicher Kostenmehraufwand von ca. + 10,5 Mio. Euro zu veranschlagen, d.h. das Kostendämpfungspotential reduziert sich auf ca. 42 Mio Euro).

Die Arbeitsgruppen haben über 150 Einzelmaßnahmen ausgearbeitet, die zudem ausgewogen kostendämpfend greifen werden. Zum Teil können die Einzelmaßnahmen zum heutigen Zeitpunkt jedoch noch nicht in der definitiven Umsetzungsform entschieden werden und sind somit auch nicht in die vorliegende Berechnung einkalkuliert worden.

Konzept der Reform Gesundheit2020 lesen

Das gesamte Konzept der Reform Gesundheit2020 finden Sie hier als PDF [1,5 MB]