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Behandlungsmöglichkeiten

Folgende Voraussetzungen müssen laut Gesetz 40/2004 für eine Kinderwunschbehandlung erfüllt sein:

  • Erwachsene heterosexuelle Paare, verheiratet oder in einer stabilen Lebensgemeinschaft lebend

Ausschlusskriterien:

  • Paare mit laufendem Trennungs-/Scheidungsverfahren; auch Paare, deren Partner in einer anderen Partnerschaft noch nicht gerichtlich getrennt sind
  • Einzelpersonen
  • Homosexuelle Paare
  • Frauen in der Peri- und Postmenopause
    Das italienische Sterilitätsmedizingesetz 40/2004 verbietet die heterologe Samen- und Eizellspende und die Leihmutterschaft.

Wir beginnen mit einem ausführlichen Gespräch (Erstgespräch) von zirka 30 Minuten: ausführliche Befragung (Zyklus, bisherige Krankengeschichte, Medikamente usw.), Besprechung der bereits vorliegenden Befunde, eventuell Ultraschalluntersuchung, Planung von weiteren, noch notwendigen Abklärungen oder bereits Planung der Behandlung.

Die wesentlichen Behandlungsmöglichkeiten im Überblick:

Zyklusmonitoring

ZyklusmonitoringBeobachtung des natürlichen Zyklus durch regelmäßige Ultraschall-/Blutuntersuchungen


Hormontherapie

StimulationstherapieRegulierung des Eizellwachstums durch Medikamente, dabei regelmäßige Wachstumskontrolle der Eibläschen durch Ultraschall = hormonelle Stimulierung der Eierstöcke


Insemination

Einbringen von aufbereiteter Samenflüssigkeit mittels eines dünnen Katheters in die Gebärmutterhöhle (meist nach vorhergehender hormoneller Stimulation der Eierstöcke und Kontrolle des Eibläschenwachstums mit Ultraschall)

IVF = in vitro Fertilisation

Befruchtung außerhalb des Körpers. Nach Hormontherapie und Ultraschallkontrolle des Eibläschenwachstums Entnahme der Eizellen aus dem Körper, Zusammenbringen von Ei- und Samenzellen im Reagenzglas und nach drei bis fünf Tagen im Brutschrank Rückgabe der befruchteten Eizellen = Embryonen in die Gebärmutterhöhle

EizellePronukleus


AchtzellerBlastozyste


ICSI = Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Befruchtung außerhalb des Körpers. Nach Hormontherapie und Ultraschallkontrolle des Eibläschenwachstums Entnahme der Eizellen aus dem Körper, Einbringen einer Samenzelle in die Eizelle im Reagenzglas und nach drei bis fünf Tagen im Brutschrank Rückgabe der befruchteten Eizellen = Embryonen in die Gebärmutterhöhle

Work Station ICSI ICSI ICSI


IMSI = intrazytoplasmatische morphologisch selektierte Spermieninjektion

Befruchtung außerhalb des Körpers. Nach Hormontherapie und Ultraschallkontrolle des Eibläschenwachstums werden, in ausgewählten Fällen, unter einem hochauflösenden Mikroskop ausgewählte Samenzellen in die Eizellen eingebracht. Nach drei bis fünf Tagen im Brutschrank Rückgabe der befruchteten Eizellen = Embryonen in die Gebärmutterhöhle

MESA/TESE/PESA

Sind im Samenerguss keine Spermien enthalten, so bedeutet das nicht zwangsläufig, dass im Hoden keine Samenzellen gebildet werden. Oft befinden sich im Hoden oder Nebenhoden befruchtungsfähige Spermien. Nach andrologischer Abklärung bieten wir an unserem Zentrum folgende Techniken zur Samengewinnung an:

  • PESA = Perkutane Spermienaspiration: Gewinnung von Samenzellen mittels Feinnadelaspiration aus dem Hoden
  • MESA = Gewinnung von Spermien aus dem Nebenhoden durch einen kleinen chirurgischen Eingriff
  • TESE = Gewinnung von Spermien aus dem Hoden durch einen kleinen chirurgischen Eingriff

Bei all diesen Techniken ist zur Befruchtung eine ICSI nötig, das durch die Eingriffe gewonnene Gewebe kann tiefgefroren = kryokonserviert werden.

Kryokonservierung

KryokonservierungWir bieten die Kryokonservierung von Samenzellen, Eizellen und Embryonen (laut Gesetz 40/2004 und Decisione della Corte Costituzionale 152/2009) an. Die Zellen werden bei - 196° C in flüssigem Stickstoff eingefroren. Näheres siehe Informationsbroschüre Patienteninformation und Broschüre Kryokonservierung.


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