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Geburtshilfe

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Jede Geburt ist einmalig. Die persönliche Betreuung von Mutter und Kind während der Schwangerschaft und Geburt, mit modernster Diagnostik und persönlicher Zuwendung, machen die Geburt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Als erstes Krankenhaus in Südtirol wurden wir mit dem Unicef-Prädikat "Stillfreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet.

Schwangerschaft

Wir helfen Ihnen, Ihre Schwangerschaft besser informiert und sicher zu erleben. Zu unseren Hauptaufgaben zählen die Verhinderung oder Erkennung etwaiger Erkrankungen von Mutter und Kind. Modernste medizinische Methoden wie Farb-Doppler-Untersuchungen und Ultraschalluntersuchungen (auch 3-D bzw. 4-D-Ultraschall) helfen uns dabei. Einen besonderen Schwerpunkt haben wir in der pränatalen Diagnostik, wo invasive (Fruchtwasserpunktion, Chorionzottenbiopsie) und nicht-invasive Methoden zum Einsatz kommen.

Bi-Test (kombinierte Ultraschall- und Blutuntersuchung)

Der Bi-Test ist eine kombinierte Ultraschall- und Blutuntersuchung bis zur 14. Schwangerschaftswoche. Die Ultraschalluntersuchung allein kann keine gesicherte Diagnose stellen. Durch invasive Methoden wie die Entnahme von Mutterkuchengewebe (Chorionzottenbiopsie, Plazentabiopsie), Fruchtwasser (Amniozentese) oder Nabelschnurblut (Nabelschnurpunktion) ist dies möglich. Trotz hinreichender Erfahrung sind diese Methoden mit einem - wenn auch geringen - Komplikationsrisiko von 0,5 - 1 % behaftet. Obwohl das Risiko eines genetisch kranken Kindes mit dem mütterlichen Alter steigt, ist grundsätzlich jede Mutter gefährdet. Um eine möglichst hohe Entdeckungsrate der Trisomie-21-Erkrankungen zu erreichen, wurde ein kombiniertes Verfahren entwickelt, welches die richtige Vorhersage in 85 - 90 % aller Fälle ermöglicht:

Ultraschalluntersuchung zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche

In dieser Phase ist der Embryo als Ganzes gut darstellbar. Die Ausmessung der Scheitel-Steiß-Länge erlaubt eine genaue Berechnung des Schwangerschaftsalters. Nahezu alle Feten zeigen in dieser Zeit eine Abhebung der Haut im Nackenbereich. Genetisch erkrankte Feten zeigen eine deutlich größere Hautabhebung als gesunde Kinder. Sofern die Diagnostik keine genetisch Auffälligkeit zeigt, sind diese Schwangerschaften trotzdem engmasching zu überwachen.

Mütterliche Blutuntersuchungen zum Zeitpunkt der Nackenfaltenmessung

Aus Serumuntersuchungen von Schwangeren mit nachgewiesener Trisomie-21 geht hervor, dass bestimmte Hormone unterschiedliche Konzentrationen im Blut aufweisen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen ist es naheliegend, durch die Kombination von Nackenfaltenmessung und Hormonbestimmung eine noch größere Entdeckung genetischer Erkrankungen zu erreichen.

Praktisches Vorgehen:

  • Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche hochauflösende Ultraschalluntersuchung mit Bestimmung der Scheitel-Steiß-Länge und Messung der Nackenfaltendicke
  • Abnahme einer Blutprobe zur Hormonbestimmung
  • Nach Erhalt der Ergebnisse aus Hormonanalyse und Nackenfaltenmessung Berechnung der Daten, quantitative Feststellung des individuellen Risikos für Trisomie-21

Geburt

Ärztinnen und Ärzte sowie GeburtshelferInnen bieten Ihnen eine persönliche Betreuung und medizinische Sicherheit mit einer Erfahrung von rund 1.300 Geburten jährlich. Auf unserer Abteilung befindet sich rund um die Uhr ein Frauenarzt bzw. eine Frauenärztin, außerdem arbeiten wir eng mit dem kinderärztlichen Personal der Abteilung Pädiatrie zusammen. Unser Team besteht derzeit aus 13 Hebammen, die Sie in angenehmer Atmosphäre während der Geburt unterstützen. Es freut uns, wenn Sie Ihr Ehemann, Partner oder eine andere Vertrauensperson zur Geburt begleitet.

Die 3 Kreißsäle sind modern eingerichtet und ausgestattet. Roma-Rad, Hocker sowie 2 Badewannen, in denen auch eine Wassergeburt möglich ist, sind vorhanden. Wir wenden auf Ihren Wunsch hin auch gerne alternative Methoden wie Aromatherapie, Homöopathie oder Akupunktur an. Dabei haben wir Ihre Sicherheit und die Ihres Kindes immer im Auge: mit modernsten Überwachungsmethoden wie z.B. mit Ultraschalldiagnostik und  CT-Geräten.

Ambulante Geburt

Sie haben die Möglichkeit, nach der Geburt Ihres Kindes sofort nach Hause zu gehen. Dies sollten Sie mit uns absprechen, um Kontrollen und die Betreuung zuhause organisieren zu können.

Wassergeburt

Die Wassergeburt stellt eine Alternative zur herkömmlichen Geburt dar. Die Vorteile sind die bessere Entspannung in der Gebärwanne mit weniger Schmerzen sowie die sanfte Entwicklung des Kindes. Ob Sie im Wasser entbinden möchten, bestimmen Sie alleine. Dabei können Sie mit einem Entspannungsbad nach Einsetzen der Wehen die Gebärwanne ausprobieren.  

Kaiserschnitt

Seit einigen Jahren führen wir den "sanften" Kaiserschnitt nach Misgav-Ladach durch. Dieser schonende Kaiserschnitt führt zu spürbar weniger Beschwerden nach der Operation und zu einer kürzeren Aufenthaltsdauer im Krankenhaus. Der Kaiserschnitt wird bei uns meist in einer rückenmarksnahen Betäubung durchgeführt.

Schmerzbehandlung

Während der Geburt gibt es verschiedene Möglichkeiten der Schmerzbehandung:

  • Wassergeburt
  • Entspannungstechniken
  • Atemtechniken sowie
  • alternative Schmerzlinderung.

Auch einige Medikamente können Geburtsschmerzen lindern. Mit der Periduralanästhesie (PDA = rückenmarksnahe Schmerzlinderung) besteht die Möglichkeit einer weitgehenden Schmerzreduktion.

Wochenbettstation

Auf der Wochenbettstation wird auf die individuellen Bedürfnisse von Mutter und Kind besonders eingegangen und frühe Mutter-Kind-Bindung unterstützt. Einen besonderen Schwerpunkt stellt unsere Hilfe beim Stillen dar. Auch unser Frühstücksbuffet ist bei den Wöchnerinnen beliebt, da in entspannter Atmosphäre Informationen und Erlebnisse ausgetauscht werden können. Auch unsere Abteilungsbibliothek, die mit Büchern aus den Bereichen Schwangerschaft, Geburt, Elternsein, Sexualität usw. gut bestückt ist, kommt bei den Frauen sehr gut an. Im Rahmen unserer integrativen Wochenbettpflege versuchen wir neue Konzepte in der Betreuung der Wöchnerinnen umsetzen.