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Triage

Die Einführung der Triage ist gesetzlich definiert und durch die stetige Patientenzunahme (täglich rund 200 Personen) auch im Krankenhaus Meran eingeführt worden. Dadurch wird sichergestellt, dass die wirklich aktuen Fälle herausgefiltert und einer sofortigen Behandlung zugeführt werden. Weniger dringende Fälle werden je nach Dringlichkeit (und nicht nach dem Zeitpunkt ihres Eintreffens!) behandelt.

Die Zuweisung der farblichen Dringlichkeitskodexe erfolgt in der Triage durch geschultes Krankenpflegepersonal. Es gibt folgende Kodexe:

  • Kodex Rot - Vitalfunktion(en) gestört: Hierbei handelt es sich um die schwersten Fälle; diese Patientinnen bzw. Patienten schweben in akuter Lebensgefahr. Meist handelt es sich um Patientinnen oder Patienten, die vom Notarzt bzw. dem Rettungsdienst in die Erste Hilfe gebracht werden. Diese Fälle werden im Schockraum behandelt und erfordern meist den Einsatz aller vorhandener Ressourcen. So kann es für andere Menschen oft zu längeren Wartezeiten kommen, da andere Tätigkeiten zu Gunsten dieser Patientinnen und Patienten vorübergehend eingestellt werden müssen. Die Anwesenden im Warteraum werden über eine LED-Anzeige von einem eingetroffenen Notfall informiert und um Geduld gebeten.

  • Kodex Gelb - Ausfall einer Vitalfunktion möglich: Bei diesen Patientinnen und Patienten besteht die potentielle Gefahr, dass eine der Vitalfunktionen ausfallen kann. Sie müssen umgehend, d.h. nach maximal 10 Minuten, einer medizinischen Behandlung zugeführt werden. Beispiele: respiratorische Insuffizienz, klassischer Thoraxschmerz (retrosternal bzw. Ausdehnung auf Oberbauch, Arme, Hals), offene Frakturen mit Blutverlust und starken Schmerzen, akutes Bluterbrechen oder Bluthusten, Beeinträchtigung der Bewusstseinslage.

  • Kodex Grün - Keine Gefährdung der Vitalfunktion(en): Es handelt sich um eine aufschiebbare Dringlichkeit, d.h. die Wartezeit kann 30 Minuten und mehr betragen. Zuvor werden die Patientinnen und Patienten mit Kodex rot behandelt. Beispiele: Kopfschmerzen, die nicht mit neurologischen Symptomen verbunden sind, Fieber über 38°, abdominelle Koliken, die nicht mit Erbrechen, Durchfall und Schocksymptomatik einhergehen, mittlere Traumen, akute Blutungen und Schocksymptomatik.

  • Kodex Weiß - keine Dringlichkeit: Es handelt sich um Personen, die um Dienstleistungen des Gesundheitssystems ansuchen, die keine Dringlichkeit darstellen und für die normalerweise die Hausärztinnen und Hausärzte zuständig sind. Diese Fälle werden nach Behandlung aller anderen Kodexe behandelt. Die Wartezeiten können Stunden betragen. Für die erbrachten Leistungen muss das Ticket bezahlt werden (siehe Selbstkostenbehalt (Ticket). Beispiele: seit Tagen anhaltende Rückenschmerzen, anhaltendes leichtes Fieber, Gelenkschmerzen seit einigen Tagen, Verdauungsstörungen usw.