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Psychologischer Dienst des Krankenhauses

Kontakte

Psychologe/Psychotherapeut
Dr. Erwin Steiner
E-Mail: erwin.steiner@sb-brixen.it
Tel.: 0472 774 432


Über uns

„Wenn der Körper krank ist, braucht auch die Seele Zuwendung.“

Menschen, bei denen eine schwere oder chronische Krankheit diagnostiziert wird, müssen sich plötzlich mit einer neuen Lebenssituation auseinander setzen. Unsicherheiten, Ängste und depressive Verstimmungen können die Folge sein.
Dies kann sich in den verschiedensten Formen zeigen, wie etwa durch Ängste und Zweifel bezüglich der Erkrankung, durch das ständige Gefühl des Angespanntseins, der Erschöpfung, der Isolierung oder durch Schwierigkeiten sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen. Appetitmangel, Schlafprobleme oder sexuelle Probleme können auftreten.
Manchmal verstärkt die Erkrankung aber auch schon bestehende soziale, familiäre und im Beruf angesiedelte Probleme. Oft kann eine Änderung der Lebensgewohnheiten hilfreich sein.
Aber auch die Angehörigen können sich sich selbst belastet fühlen bei der Pflege/Begleitung des erkrankten Familienmitgliedes und benötigen vielfältiger Entlastungsmöglichkeiten. Menschen, bei denen eine heilende Behandlung ihrer Erkrankung nicht mehr möglich ist,brauchen oftmals Unterstützung zur Bewältigung ihrer Ängste oder zur Erhaltung ihrer Lebensqualität (Palliativ-Care).
Deshalb bedürfen viele PatientInnen und auch deren Angehörigen zur besseren Krankheitsbewältigung neben der medizinischen auch einer psychologischen Betreuung.
Es ist Aufgabe des Psychologischen Dienstes des Krankenhauses, solche PatientInnen psychologisch zu unterstützen und zu begleiten. Das Angebot besteht auf den verschiedenen Stationen und Ambulanzen der Krankenhäuser Brixen und Sterzing, sowie in den eigens dafür eingerichteten Schmerzambulanzen.

Der Psychologische Dienst des Krankenhauses Sterzing steht offen für:

  • Menschen mit Krebserkrankungen
  • Personen mit chronischen Schmerzen oder anderen chronischen Erkrankungen

Weiters werden folgende psychologische Versorgungsbereiche im Krankenhaus Brixen angeboten.


Dienste

Psychoonkologie und Palliative Care

An Krebs zu erkranken, stellt einen existentiell bedrohlichen Einschnitt im Leben eines Menschen dar.
Bereits die Diagnosemitteilung ist in der Regel mit einem schockähnlichen psychischen Zustand verbunden. Hier bieten wir Unterstützung im Sinne von psychologischer Krisenintervention an, sowie eine Begleitung bei den vielen Fragen der Lebensänderung, die sich jetzt stellen. Ängste und depressive Phasen sind zu bewältigen. Auch die Familie ist von der Erkrankung mitbetroffen. Die psychologische Beratung für die Angehörigen, auch für die Kinder, soll Ressourcen aktivieren, mit der Erkrankung des Familienmitgliedes besser umzugehen..
Die Zeit der Behandlung ist gekennzeichnet von Unsicherheiten, Ängsten und einem psychischem "Auf-und-Ab". Eine konstante psychologische Begleitung durch diese Zeit kann Unsicherheiten ausräumen, Lebenskräfte wecken und eine Orientierung auf die Zukunft herstellen..
Der Abschluss der medizinischen Behandlung stellt viele PatienInnen vor die Frage "Bin ich jetzt gesund? Droht ein Rückfall?" und erfordert eine Neuorientierung in der Ausrichtung des Lebens, der Arbeit, der Beziehungen. Psychologische Weiterbetreuung hilft, diese Neuorientierung positiv zu gestalten.
Wenn die Krankheit zurückkehrt und die Hoffnung auf Heilung schwindet - Aufgeben? Weiterkämpfen?
Wenn sich Monate oder Jahre nach einer Krebsdiagnose allmählich abzeichnet, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, beginnt ein Lebensabschnitt, auf den viele Menschen nicht oder ungenügend vorbereitet sind. Die oft gehörten Worte "Man kann nichts mehr machen" fassen Enttäuschung, Ohnmacht und Hilflosigkeit zusammen. Es mag sein, dass man die Krankheit nicht mehr heilen kann, aber gerade jetzt ist noch sehr viel für den kranken Menschen zu tun. Wir laden Betroffene und ihre Nächsten ein, diese letzte Lebensstrecke behutsam anzugehen.
"Palliative Care dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hochqualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psychosozialer und spiritueller Natur" (WHO 2002)

Die psychologische Betreuung erfolgt durch Dr. Erwin Steiner auf der Abteilung Medizin und Day Hospital.
Dienstag 8:30 - 12:00 Uhr
Anmeldung für ambulante Termine: Sekretariat der Poliambulatorien (0472 774 432) oder durch Zuweisung des Hausarztes, interne oder externe Abteilungen und Ambulanzen oder andere Ärzte des Gesundheitsdienstes


Psychologische Schmerztherapie

Schmerzen sind eine allen Menschen vertraute Erfahrung. Der akute Schmerz erfüllt eine wichtige Aufgabe für unsere Gesundheit. Er warnt vor eintretenden Schäden und lässt uns Maßnahmen zum Schutz unserer Gesundheit ergreifen.
Chronischer Schmerz allerdings hat im Regelfall diese wichtige Funktion verloren. Er ist nicht so sehr Symptom für eine zugrunde liegende Krankheit, sondern vielmehr eine eigenständige Erkrankung, so daß auch von einer Schmerzkrankheit gesprochen wird. Diese Krankheit führt zu starken Beeinträchtigungen in vielen Bereichen: der Arbeit, der sozialen Kontakte, der Stimmung und des Denkens. Die durch Fehltage und medizinische Behandlung verursachten ökonomischen Folgekosten sind außerordentlich hoch.
Die Psychologische Forschung hat unser Wissen über die Chronifizierung des Schmerzes, adäquate Schmerzdiagnostik und wirksame Schmerztherapie erheblich erweitert. Der Psychologischen Schmerztherapie wird daher seit vielen Jahren eine wichtige Rolle in der interdisziplinären Therapie des chronischen Schmerzes zugeschrieben.
Diagnostik und Therapie chronischer Schmerzustände können nur interdisziplinär erfolgen. Aus diesem Grunde wird eine enge Kooperation zwischen den an der Schmerzbehandlung beteiligten Berufsgruppen angestrebt (Anästhesie, Psychologie, Psychiatrie und Rehabilitation).
Ziel der Psychologischen Schmerztherapie ist es, sowohl die Schmerzempfindung als auch die mit Schmerzen verbundenen Einschränkungen im Erleben und Verhalten zu verringern. Die Psychologische Schmerztherapie orientiert sich dabei an bewährten psychologischen Behandlungsprinzipien und an Erkenntnissen aus der aktuellen psychologischen und medizinischen Schmerzforschung.

Schmerzdienst im Krankenhaus Sterzing

Ambulanzzeit: Dienstag 13:00 - 17:00 Uhr
Ambulanzraum: Poliambulatorien (Erstes Untergeschoss im Krankenhaus Sterzing)
Anmeldung: Poliambulatorien-Sekretariat (0472 774 432)
Schmerzfragebogen zugeschickt und ausgefüllt retourniert
Zuweisung durch den Hausarzt, interne oder externe Abteilungen und Ambulanzen oder anderen Arzt des Gesundheitsdienstes
Arztbrief mit Therapievorschlag
Weiterbetreuung primär durch den Hausarzt