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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 30.12.2016 | 16:45

Neue Stellen für ÄrztInnen, Verwaltungsabbau, Flugrettung verlängert

Die Direktion des Südtiroler Sanitätsbetriebes hat in der letzten Beschluss-Sitzung vor dem Jahreswechsel über 30 Beschlüsse auf den Weg gebracht, darunter eine Reihe weitreichender Entscheidungen.

So wird die bewährte Zusammenarbeit mit dem Verein Heli-Flugrettung Südtirol für die nächsten drei Jahre, fortgesetzt, mit der Möglichkeit der Verlängerung für weitere drei Jahre. Ganzjährig sind demnach weiterhin die zwei Pelikan-Hubschrauber für die Flugrettung im Einsatz, unterstützt und in enger Zusammenarbeit mit dem Aiut-Alpin-Helikopter in den Haupt-Tourismusmonaten.

Verlängert wurden ebenso für den gleichen Zeitraum, also bis 31.12.2019, die Aufträge an das Weiße und das Rote Kreuz für die Durchführung von dringenden und programmierten Krankentransporten. Letztere werden beispielsweise für nicht-gehfähige Patienten zur Inanspruchnahme von Therapien in den Krankenhäusern, wie Dialyse oder Chemo-Therapien, verschrieben. Auch diese Aufträge können ab 2019 noch einmal für weitere drei Jahre verlängert werden.

Ein Beschluss betrifft den Stellenabbau in der Verwaltung. Bekanntlich  muss der Sanitätsbetrieb wie auch das Land Südtirol im Zeitraum 2010-2016 3% der Verwaltungsstellen abbauen. Insgesamt sind dies 30 Stellen weniger, die zum Teil zur Verbesserung der Betreuung der Bevölkerung in ärztliche und pflegerische Stellen umgewandelt werden. Mit heutigem Beschluss wurden 13,5 zusätzliche Stellen für Ärzte in den Gesundheitsbezirken geschaffen.

Auf die Umsetzung des Landesgesundheitsplanes und die Betriebsoptimierung zielt ein weiterer Beschluss. Zur Verstärkung der bereits bestehenden Abteilung für wohnortnahe Versorgung (der sog. „Abteilung für Leistungen und Territorium“) wird die Abteilung für Krankenhaus-Betreuung geschaffen. Diese liefert die verwaltungstechnische Unterstützung zur Umsetzung zentraler Ziele des neuen Landesgesundheitsplanes. So arbeitet sie konkret mit an der Verbesserung der Leistungsabstimmung zwischen den sieben Krankenhausstandorten, der Umsetzung der „Leistungsprofile“, der Erhöhung der Angemessenheit der Krankenhaus-Aufenthalte, der Steuerung der Wartezeiten und der Überwachung der aktiven und passiven Mobilität. Aufgrund von aktuell nicht besetzten Führungspositionen wird die Anzahl der Führungspositionen im Sanitätsbetrieb nicht erhöht, erläutert Generaldirektor Schael: „Die Neuorganisation dieses patienten- und bürgerbezogenen Bereiches ist gewissermaßen die Vorwegnahme der Betriebsoptimierung, die wir 2017 durchführen und die in landesweiter Optik zu erfolgen hat.“ Die neue Abteilung untersteht der Verwaltungsdirektion; ihr sind das Amt für klinische und strategische Entwicklung (bisher in der Sanitätsdirektion angesiedelt), das Amt der Einheitlichen Vormerkzentrale (bisher dem Sanitätskoordinator des Bezirkes Bozen unterstellt) und die Arbeitsgruppe zur Überprüfung der medizinischen Versorgung (NUVAS) zugeordnet.

Eine weitere Maßnahme zur Betriebsoptimierung, die obendrein vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, betrifft die Bilanzzertifizierung  Das dreijährige Projekt zielt auf maximale Transparenz in den Verwaltungsabläufen und führt eine interne Kontrollfunktion ein, wie dies vom italienischen Gesetzgeber vorgesehen ist. Den mehrjährigen Dienstleistungsauftrag konnte sich das Beratungsunternehmen Ernst & Young sichern.

Weitere Beschlüsse betrafen die Ernennung von Thomas Lanthaler zum geschäftsführenden Sanitätsdirektor und Marianne Siller zur Pflegedirektorin sowie Andreas Pichler zum Primar der Augenheilkunde im Gesundheitsbezirk Meran.

 

Informationen für die Medien: Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Mobil: 335 76 77 220

(LR)


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