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Krankenhaus Bozen | 04.04.2018 | 16:43

Kongress: Tumoren des Zentralnervensystems bei Erwachsenen

Die Wichtigkeit eines multidisziplinären Ansatzes

Wann: 6 April 2018, 8.45 Uhr

Wo: Kongresssal (grüner Bereich) – KH Bozen

Die Tumoren des Zentralnervensystems machen bei den Frauen 1,7% und bei den Männern 1,5% aller Tumoren aus, ohne Berücksichtigung der nicht melanozytären Hauttumoren (Zeitraum: 1995-2012). Davon entfallen über 85% auf die Gliome, die pro Jahr mit einer Gesamthäufigkeit von 35-40 Fällen auftreten und im Zeitraum 1995- 2012 eine leichte Prävalenz bei den Männern aufweisen.

Bei beiden Geschlechtern steigt die Inzidenz der Gliome mit zunehmendem Alter und erreicht den Höhepunkt in der Altersklasse der 65-74jährigen, um dann steil abzufallen. Das mittlere Alter bei Diagnosestellung beträgt für die Frauen 57 Jahre und für die Männer 55 Jahre.

In den Jahren 1995-2012 erscheint der Verlauf der alterspezifischen Inzidenzraten bei den Männern stabil, während bei den Frauen eine leichte Zunahme zu beobachten ist. In Bezug auf die Mortalität ergeben sich hingegen bei beiden Geschlechtern keine signifikanten Veränderungen.

Im letzten Jahrzehnt hat die 5 Jahres-Überlebenszeit bei den Männern leicht zugenommen: Sie stieg von 17,1% im Diagnosezeitraum 2001-2004 auf 27,7% im Diagnosezeitraum 2009-2012; bei den Frauen dagegen hat sich für die entsprechenden Diagnosezeiträume keine solche Verbesserung der 5 Jahres-Überlebenszeit ergeben. Eine Raumanalyse der Daten hat für die urbane Bevölkerung kein erhöhtes Risiko aufgezeigt, an einem Gliom zu erkranken.

(WV)


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