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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 11.05.2018 | 09:22

Krankenpflege - ein Beruf, in dem es ums Ganze, also um Körper, Geist und Seele geht

Am 12. Mai wird alljährlich der internationale Tag der Krankenpflege begangen. Ein Tag, an dem ein Berufsbild ins Rampenlicht gerückt wird, welches oftmals im Verborgenen arbeitet – erst, wenn die Pflege fehlt und gar nichts mehr geht, wird an die vielen stillen Heldinnen und Helden in Krankenhäusern, Altenheimen und in der häuslichen Versorgung gedacht. Deshalb ein geballtes „Danke“ von Seiten des Sanitätsbetriebes, der Politik und der Vorsitzenden der Berufskammer.

Krankenpflege - ein Beruf mit ZukunftZoomansichtKrankenpflege - ein Beruf mit Zukunft

Die Dame mit der Lampe
Der 12. Mai ist nicht ohne Grund gewählt – es ist der Geburtstag von Florence Nightingale, die 1820 im Krimkrieg die Verletzten pflegte. Obwohl Nightingale aus einer wohlhabenden Familie stammte, entschied sie sich für diese Tätigkeit und wurde als „Dame mit der Lampe“ bekannt, da sie auch nachts nach den Verwundeten sah. Nightingales Engagement im Bereich der Ausbildung und in der Schaffung theoretischer Grundlagen für die Entwicklung des Berufes machen sie zur Begründerin der modernen Krankenpflege. „Für uns ist Florence Nightingale eine Heldin, genauso wie es heute auch viele Krankenpflegerinnen und -pfleger für kranke Menschen und deren Angehörige im Alltag sind. Nicht zuletzt auch deshalb wurde die diesjährige Informations- und Werbekampagne zur Nachwuchsanwerbung mit ‚Hero for life‘ – Helden fürs Leben – betitelt“, erklärt Marianne Siller, Pflegedirektorin im Südtiroler Sanitätsbetrieb.

Eine Stimme, die führt
Das heurige Motto lautet „Krankenpflege – eine Stimme, die führt“. Durch diese Führung und Anleitung unterstützt die Krankenpflege das Recht der Menschen auf Gesundheitsversorgung. „Die Pflege ist eine der tragenden Säulen im Gesundheits- und Sozialwesen. Allein im Südtiroler Sanitätsbetrieb sind 3.675 Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger tätig“, so Siller. Kaum ein anderer Beruf greife die Bedürfnisse der Menschen zu einem Zeitpunkt auf, an dem diese so verletzbar wie nie seien: „Die Beziehung zwischen den Betreuten und der Pflegeperson bietet einen einzigartigen und sehr intimen Blickwinkel auf das Leben eines Menschen, den es mit Kompetenz, Feingefühl und Einsatz zu bewahren gilt. Dabei geht es in der Krankenpflege nicht nur um Kranke, um Therapie, um Rehabilitation oder Palliativversorgung, sondern auch um Gesunde, Gesundheitsförderung und -versorgung - es gibt wohl kaum ein abwechslungsreicheres Tätigkeitsfeld. Als Teamplayer sind die Krankenpflegerinnen und -pfleger mit ihrer Sozialkompetenz überall ein Gewinn – egal, ob in der direkten Pflege, als Pflegeexpertinnen und -experten, im Pflegemanagement, in der Lehre oder der Forschung“, zollt Siller allen Krankenpflegerinnen und -pflegern Respekt.

"Die Krankenpflege hat eine enorme Zukunft"
Landesrätin Martha Stocker
nutzt diese Gelegenheit ebenfalls, den vielen stillen Heldinnen und Helden zu danken: „Dieser Beruf erfordert eine große Liebe zu den Patientinnen und Patienten und verlangt den Menschen im Laufe ihres Arbeitslebens einiges ab. Ich danke deshalb allen, die jeden Tag dafür sorgen, dass wir im Ernstfall alle gut und fachgerecht versorgen können. Ohne das Krankenpflegepersonal und dessen Einsatz wäre ein funktionierendes Gesundheitssystem nicht möglich. Die Krankenpflege hat eine enorme Zukunft, wir hoffen, dass wir viele junge Menschen für diese ganz besonders menschliche Berufswahl begeistern können.“

"Zusammenarbeit gefragt"
Die Vorsitzende der Berufskammer der Krankenpfleger, Paola Cappelletti, beschwört die Zusammenarbeit unter den Berufsgruppen: “In einer modernen Arbeitswelt müssen wir mit allen Berufsbildern zusammenarbeiten, nur im Team können wir auch weiterhin exzellente Ergebnisse erzielen“. Nicht ohne Grund wurde von der Kammer an diesem Tag eine Tagung an der Eurac in Bozen, an der prominente Redner wie z.B. die Senatorin Annalisa Silvestro teilnehmen, organisiert. Dabei geht es u.a. um die Umwandlung des Berufsverbandes in eine -kammer sowie um die rechtliche Verantwortung des Pflegers.

Für Pflegedirektorin Siller geht es in diesem Beruf ums Ganze, entsprechend sind Körper, Geist und Seele gefordert: „Ich danke allen für ihren Einsatz, für ihre Fachkompetenz und Herzenswärme, für ihre Bereitschaft, sich auch auf schwierige Situationen einlassen zu können und für die Achtsamkeit, die sie tagtäglich zeigen.“

Informationen für die Medien
Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907139

(SF)



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