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Krankenhaus Sterzing | 13.07.2018 | 16:33

Wissenschaftliche und klinische Arbeit der Neurorehabilitation in Sterzing vorgestellt

Seit der Eröffnung der Neurorehabilitation im Krankenhaus Sterzing im Jahr 2013 wurde die Abteilung kontinuierlich ausgebaut. Die angestrebte Anzahl von 21 Betten wurde erreicht, die subintensive Überwachungseinheit und der neurophysiologische Dienst konnten neu eröffnet werden. Die dort angebotenen Dienstleistungen stellen einerseits einen Mehrwert in der neurologischen Grundversorgung der Patienten dar, andererseits dienen sie aber auch der wissenschaftlichen Arbeit.

Vorstellung des Neurophysiologischen Dienstes  und der wissenschaftlichen und klinischen Arbeit der Abteilung Neurorehabilitation im Krankenhaus Sterzing in den letzten fünf JahrenZoomansichtVorstellung des Neurophysiologischen Dienstes und der wissenschaftlichen und klinischen Arbeit der Abteilung Neurorehabilitation im Krankenhaus Sterzing in den letzten fünf Jahren

Von all diesen Neuerungen und Fortschritten konnten sich die Landesrätin Martha Stocker, die Bezirksdirektorin Christine Zelger sowie der ärztlichen Leiter des Krankenhauses Sterzing, Franz Ploner, vor Ort überzeugen. Im Rahmen der heutigen (13.7.2018) Pressekonferenz hat Leopold Saltuari, wissenschaftlicher Leiter der Neurehabilitation und Luca Sebastianelli, ärztlicher Leiter der Abteilung Neurorehabilitation, die angebotenen Dienste innerhalb dieser Abteilung vorgestellt und einen Einblick in die wissenschaftlichen Arbeiten der Neurorehabilitation im Krankenhaus Sterzing der letzten fünf Jahre gewährt.

Die Abteilung für Neurorehabilitation am Krankenhaus Sterzing verfügt derzeit über 21 Betten, davon fünf für die subintensive Therapieeinheit und 16 für die regulären Aufenthalte und über zwei Betten für die Day-Hospital-Behandlung. Die Unterbringung auf der Neurorehabilitation ist hauptsächlich für Patienten mit schweren erworbenen Hirnschädigungen mit hoher Komplexität in der ersten, frühen subakuten Phase reserviert. Je nach Bettenverfügbarkeit können auch Patienten mit anderen neurologischen Krankheitsbildern berücksichtigt werden.
Die subintensive Neurorehabilitationseinheit widmet sich der frühzeitigen Betreuung der Patienten die aus dem kritischen Versorgungsbereich kommen. Die Patienten im subintensiven Bereich werden einer multidisziplinären Intensivneurorehabilitations-Behandlung unterzogen. Die Patienten der Abteilung erhalten täglich für drei Stunden individuelle Neurorehabilitationsbehandlungen sowie Rehabilitationsbehandlungen vonseiten des Krankenpflegepersonals. Die Abteilung verfügt über einen Roboter für die Rehabilitation der oberen Extremitäten, einen Roboter für die Vertikalisierung und einen Roboter für das Bewegungs-Gehtraining.

Alle Patienten der Abteilung werden multidisziplinär klinisch untersucht (neurologisch, physiatrisch, neuropsychologisch, internistisch). Zu den spezialisierten Behandlungen, die vom medizinischen Personal angeboten werden, gehören:
▪ Fibroendoskopische Schluckdiagnostik
▪ Assistierte Beatmung in Modalität CPAP/ASB;
▪ Untersuchung des Patienten mit erworbenem
▪ Management des Patienten schwerer Spastizität ▪ wöchentliche fachübergreifende (Neurorehabilitation – Neurochirurgie) Videokonferenzen mit dem Zentralkrankenhaus Bozen;

Die Ärzte der Abteilung betreuen eine Ambulanz für Neurorehabilitation, eine Ambulanz für Neurologie, zwei Ambulanzen für Elektromyographie, eine Ambulanz für Elektroenzephalographie, wo Patienten aus der ganzen Provinz behandelt werden.

Seit dem Jahr 2014 wurden seitens des „Research Department for Neurorehabilitation of South Tyrol“ unter der Leitung von Leopold Saltuari und in Zusammenarbeit mit anderen Instituten und Fachkräften für Neurologie und Neurorehabilitation mehrere experimentelle Studien durchgeführt. Die bisher untersuchten wissenschaftlichen Argumente waren: Sicherheit, Durchführbarkeit und Wirksamkeit von der Roboter-gestützten frühen Vertikalisierung bei Patienten mit schwerer Hirnverletzung, die Plastizität des motorischen Kortex bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung oder bei traumatischen Rückenmarksverletzungen, die Gehirnkompensationsmechanismen nach einem Schlaganfall.

Informationen für die Medien:
Amt für Bürgeranliegen – Gesundheitsbezirk Brixen, Tel. 0472 812145

(HP)