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Initiativen | 11.09.2018 | 13:41

“Das Leben ist schön... gehen wir den Weg gemeinsam”

Die Veranstaltung, die am Samstag, 8. September 2018 im Langzeitpflegeheim Firmian stattgefunden hat, stand im Zeichen der Förderung einer ganzheitlichen, territorialen Betreuung für Familien mit von Demenz betroffenen Personen.

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Wenn man das Langzeitpflegeheim Firmian betritt, dann fallen einem sofort die großen, hellen, freundlichen Fenster des Wintergartens ins Auge. Das sanfte Licht strahlt auf die bunten Wände im Eingangsbereich. Selbsthergestellte Kunstwerke, Bilder und eine Fotogalerie schmücken die Mauern des Pflegeheims. Werke, die zugleich Erinnerungen und Momente der Gemeinsamkeit festhalten. In dieser warmherzigen Atmosphäre kam es zu bewegenden Grußworten, sowohl von Seiten des Assessorats für Gesundheit, als auch von den anderen geladenen Gästen. Um 09:30 Uhr öffnete das Pflegeheim seine Türen für die Veranstaltung „Das Leben ist schön…  gehen wir den Weg gemeinsam“.

Dr. Albert March, Primar der Geriatrie des Krankenhauses Bozen und ärztlicher Leiter des Langzeitpflegeheims Firmian bedankte sich bei allen für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Ziel ist es den kognitiven Status, das Selbstwertgefühl, die Lebensqualität, das allgemeine Wohlbefinden und die funktionellen Autonomien der Alzheimer Patientinnen und Patienten zu fördern und zu stärken“, so March. Das Pflegeheim legt sehr viel Wert auf Gemeinsamkeit und bietet eine Reihe von Aktivitäten, die sowohl Patientinnen und Patienten, als auch deren Angehörigen zu Gute kommen.

Unter anderem konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung Workshops von Malerei und Gartenarbeit und die Werkstätten besichtigen. „Unsere „Gäste“ sollen trotz ihrer Demenz oder Krankheit aktiv am Leben teilhaben, Freude erleben und Teil der Gesellschaft sein, soweit es der gesundheitliche Zustand eben zulässt“, betonte der Direktor des Langzeitpflegeheims Firmian, Dr. Paolo Giuliani.

Diese Pflegeprojekte stellen den Beweis dar, dass auch Menschen mit einer bereits fortgeschrittenen Alzheimer-Erkrankung noch Restfähigkeiten und Ressourcen besitzen, die für Rehabilitation und Förderung genutzt werden kann. Für die Kreativität und den künstlerischen Ausdruck der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner ist Guido Morgavi, Künstler und Ergotherapeut im Pflegeheim, zuständig. Er vermittelt auch immer wieder einen kulturellen Austausch zwischen Museion und dem Langzeitpflegeheim. Gemeinsam und vor allem respektvoll, beschreitet man hier ein Stück des Lebensweges. So wie es auch Prof. Marco Trabucchi, Präsident der gesamtstaatlichen Psychogeriatrie-Vereinigung (NIP) ansprach: „Der Mensch ist Mittelpunkt, nicht die Krankheit.“

Abschließend standen, neben den auf nationaler Ebene bekannten Experten, das Personal der Memory Clinic Bozen (Ärzte, Psychologen, Krankenpfleger, Ergotherapeuten) und das Team des Krankenpflegedienstes des Sprengels Leifers (Projekt Sente Mente) dem Publikum zur Verfügung, um die Wichtigkeit und den Nutzen der integrierten Pflege für die an Demenz erkrankten Menschen und deren Angehörigen auf dem Territorium zu erläutern. Diesbezüglich hat der Gesundheitsbezirk Bozen auch vor Kurzem auf dem Territorium, sowohl im Eigenheim als auch in den Seniorenwohnheimen, mehrere Angebote aktiviert.

Für Auflockerung und gute Laune sorgten die „Facebook-Sisters“ die mit zwei fantastischen Show-Einlagen das Publikum unterhielten. Der Ausklang eines gemeinsamen, netten Beisammenseins fand im wunderschönen Garten des Pflegheims statt, wo noch viel Freiraum für den persönlichen Austausch gelassen wurde.

(GF)


Foto "facebook sisters" Abba Zoomansicht Foto "facebook sisters" Abba
Foto "facebook sisters" Show Zoomansicht Foto "facebook sisters" Show

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