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Im Blickpunkt | 26.11.2018 | 17:49

Besetzter Platz: Aktion gegen Gewalt an Frauen

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November unterstützt auch der Sanitätsbetrieb die Aktion „Besetzter Platz – Posto occupato“. Rote Stühle sollen an die Frauen erinnern, die Opfer von Gewalt wurden.

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Ein Stuhl, darauf manchmal ein roter Schal, eine rote Tasche, davor rote Schuhe. Auf dem Stuhl sitzt niemand mehr. Die Initiative „Besetzter Platz“ (Posto occupato)“ ist allen Frauen gewidmet, die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt wurden, meistens durch eine Vertrauensperson. Jede dieser Frauen hatte einen Platz in der Familie, im Bus, im Dorf, bevor der Ehemann, ein Ex-Partner, ihr Liebhaber oder auch ein Unbekannter ihrem Leben ein Ende machte. Mit dem roten Stuhl wird dieser Platz für sie freigehalten.

Gewalt gegen Frauen ist ein weitgreifendes, soziales Problem. Der Frauenmord (Feminizid) ist dabei die akuteste Form: das Wort beschreibt nicht das Geschlecht des Opfers, sondern vielmehr das Mordmotiv, also die Tötung einer Frau aufgrund eines angeblichen Verstoßes gegen die Rollenvorstellungen von Frauen und Männern. Es ist dies die höchste Stufe von Gewalt gegen Frauen, meist das erschütternde Ende einer langen Zeit von Konflikten, körperlichen und psychischen Leiden. Der Begriff „Häusliche Gewalt“ beschreibt dabei die Gewalteinwirkung durch eine Vertrauensperson, weil sie meistens in den eigenen vier Wänden stattfindet. Der „Besetzte Platz“ ist ein Aufruf, der Scham, der Ohnmacht und dem Schweigen entgegenzutreten. Denn nicht nur für die betroffenen Frauen, auch für die Kinder, die Familien, den Freundeskreis sind Gewalterfahrungen ein Trauma, das lange nachwirkt, lähmt und große Wunden hinterlässt.

Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sanitätsbetriebes haben die Stühle in Südtirols Krankenhäusern und in einigen Sprengeln aufgestellt, weil sie ein Zeichen setzen wollen und betroffene Frauen auffordern, Hilfe und Unterstützung zu suchen. In der „ëres – FrauenInfodonne“, der Zeitschrift des Landesbeirates für Chancengleichheit, sind Kontaktinfos von Beratungsstellen aufgelistet (Download). 

Informationen für die Medien: Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907139

 

(EGF)


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