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[Gesundheit, Prävention und Behandlung]

Ich habe einen Abstrich gemacht. Wie erfahre ich das Testergebnis?

Wenn Sie einen Abstrich für SARS-CoV-2 (Coronavirus) gemacht haben,

  • erhalten Sie entweder direkt nach dem Test einen Code. Mit Ihrer Steuernummer und diesen Code können Sie dann nach ein paar Tagen unter Online-Befunde ihr Testergebnis abrufen;
  • oder Sie müssen bei der Testung eine E-Mail-Adresse und italienische Mobiltelefonnummer angeben. Sie bekommen dann per SMS einen Code, den Sie zum Öffnen des E-Mail-Anhangs (Testergebnis) brauchen. Achtung: Bitte achten Sie dringend darauf, dass die Nummer des eigenen Mobiltelefons und die Mailadresse korrekt angegeben und vor Abgabe noch einmal überprüft werden, damit es bei der Zustellung der Testergebnisse zu keinen Problemen kommt. Kontrollieren Sie bitte auch Ihren Spam-Ordner!
Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 12.04.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]

Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung?

Zur Zeit stehen in Italien die Impfstoffe Pfizer und BioNTech, Moderna, Vaxzevria (ex AstraZeneca) und Johnson & Johnson zur Verfügung.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 29.04.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]

Welche weiteren Impfstoffe könnten demnächst zum Einsatz kommen?

In der EU wird eine Zulassung des russischen Vektorimpfstoffs "Sputnik V" des Gamaleja-Instituts für Epidemiologie und Mikrobiologie beabsichtigt. Dieser Impfstoff kommt bereits in Russland zum Einsatz. Auch er kann gut gelagert werden, benötigt werden zwei Impfdosen. Ein weiterer möglicher Impfstoffkandidat für die EU ist der mRNA-Impfstoff "CVnCoV" des Tübinger Unternehmens CureVac. Außerdem prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur zurzeit einen Impfstoff aus den USA: den proteinbasierten Totimpfstoff "NVX-CoV2373" der Firma Novavax. Diese proteinbasierte Methode stellt ein bereits bewährtes Verfahren bei Impfstoffen dar.   

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 29.04.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]

Was sind das für Impfstoffe, die jetzt zum Einsatz kommen?

Der Impfstoff, der von den Firmen Pfizer und BioNTech entwickelt wurde, heißt Covid-19 mRNA BNT162b2 (Comirnaty). Der Impfstoff, der von der Firma Moderna entwickelt wurde, heißt mRNA -1273. Beides sind sogenannte ""Boten-Impfstoffe"". Der Impfstoff der Firma AstraZeneca heißt Vaxzevria. Der Impfstoff der Firma Johnson & Johnson heißt Covid-19 Janssen. Bei beiden handelt es sich um einen Vektorimpfstoff. Auf Grundlage des Rundschreibens des italienisches Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 (Ministero della Salute) werden die beiden Vektorimpfstoffe Vaxzevria von AstraZeneca und Janssen von Johnson & Johnson nur mehr an Personen ab 60 Jahren verabreicht. Produktinformationen zu den Impfstoffen finden Sie unter coronaschutzimpfung.it (Downloads).

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 15.06.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]

Was ist in einem Boten-RNA-Impfstoff enthalten und wie wirkt er?

Eine Boten-RNA ist ein kleines Stück des genetischen Codes, der benötigt wird, um eines oder mehrere Virus-Eiweiße herzustellen. Im Fall der Impfung gegen das Coronavirus enthält die Boten-RNA lediglich die Information zur Herstellung der stachelförmigen Oberflächen-Eiweiße (Spike-Protein) des Coronavirus. Die Impfung kann somit kein COVID-19 verursachen. Die Boten-RNA ist in winzigen Fettkügelchen eingeschlossen, damit sie in den Körper injiziert werden kann. Beide Impfstoffe enthalten keine Wirkverstärker/Adjuvantien (beispielsweise Aluminium oder andere). Sobald der Impfstoff in den Körper injiziert ist, werden die Fettkügelchen von den umliegenden Zellen „geschluckt“. Diese Zellen lesen den darin enthaltenen RNA-Code ab und stellen dann im Zeitraum von zwei Tagen die Oberflächen-Eiweiße des Virus her, welche anschließend vom menschlichen Immunsystem erkannt werden. Das Immunsystem produziert daraufhin Antikörper sowie spezialisierte weiße Blutkörperchen gegen die Oberflächen-Eiweiße. Damit wird das Coronavirus im Falle einer Infektion rasch erkannt.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]

Was ist ein Vektorimpfstoff und wie wirkt er?

Der Vektor enthält Teile des abgeschwächten Virus. Der Vektorimpfstoff wird injiziert, der Körper erkennt das abgeschwächte Virus als Angreifer und beginnt dagegen Antikörper zu produzieren.

Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 10.02.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]

Wie konnten diese Impfstoffe so schnell entwickelt werden?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einerseits stand viel Geld zur Verfügung. So konnten sehr viele Forscher parallel forschen und deshalb schneller einen Impfstoff entwickeln. Gleichzeitig muss bei anderen Impfstoffen üblicherweise gewartet werden, bis eine gewisse Anzahl an Menschen effektiv erkrankt, um den Impfstoff testen zu können. In einer Pandemie wie dieser, in der Menschen sich ständig infizieren, kann auch schneller getestet werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Warum soll man sich impfen lassen?

Tatsächlich verläuft COVID-19 etwa bei Kindern und jungen Erwachsenen meist mild. Trotzdem kann es auch in dieser Altersklasse zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt und manchmal auch langer intensivmedizinischer Behandlung kommen. Aber vor allem bei Personen ab 65 Jahren oder Erwachsenen mit Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, chronischer Herz- oder Lungenerkrankung, Krebs, immunsupprimierender Behandlung nimmt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs zu. Außerdem kann heute noch niemand abschätzen, welche Langzeitfolgen eine Erkrankung mit Covid-19 - auch mit nur leichten Symptomen - haben kann. Die Hinweise verdichten sich, dass es sehr wohl langfristige gesundheitliche Schäden durch eine Covid-19-Erkrankung geben könnte.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Wie wirksam sind die Impfstoffe? 

Schätzungen des ISS (Istituto superiore di Sanità) betreffend des Zeitraumes vom 4. April bis zum 11. Juli ergeben:

- was die Vorbeugung der Infektion betrifft, ist die Gesamt-Wirksamkeit der Impfung bei Personen mit unvollständigem Impfzyklus höher als 70% und bei Personen mit vollständigem Impfzyklus höher als 88%

- was die Vorbeugung von Krankenhausaufnahmen betrifft, steigt die Wirksamkeit auf 80,8% bei unvollständigem Impfzyklus und auf 94,6% bei vollständigem Impfzyklus

- was die Vorbeugung von Aufnahmen in der Intesivabteilung betrifft, liegt die Wirksamkeit bei unvollständigem Impfzyklus bei 88,1% und bei 97,3% bei vollständigem Impfzyklus

- was die Vorbeugung von Todesfall betrifft, liegt die Wirksamkeit bei 79,0% mit unvollständigem Impfzyklus und bei 95,8% bei vollständigem Impfzyklus

Weitere Informationen: Taskforce Covid-19 der Arbteilung für Infektionskrankheiten und informatische Dienste, Istituto superiore di Sanità.

Quelle: Gensundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 27.08.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Ich bin mir bezüglich der Impfentscheidung unsicher. Was kann ich tun?

Akzeptieren Sie Ihre Zweifel voll und ganz. Diese anfängliche Unsicherheit bedeutet, dass etwas sehr wichtig ist und möglichst gut überlegt entschieden werden muss. Suchen Sie sich möglichst verlässliche Informationsquellen wie seriöse Zeitungen, öffentliche Rundfunk- und Fernsehnachrichten, Sendungen mit oder Beiträge von bekannten Wissenschaftlern. Sprechen Sie mit Personen die Sie durch Ihre Impferfahrung beraten können, sie können Ihnen genau erklären, welche Nebenwirkungen sie bemerkt haben. Bitte denken Sie daran: Nebenwirkungen spüren Sie vielleicht, den Schutz der Impfung spüren Sie nicht. Er kann aber Ihr Leben und das vieler anderer retten. Hilfe erhalten Sie auch unter der Webseite "Du bist nicht allein!".

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.04.2021