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[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Welche Personen sollen nicht geimpft werden?

Bei akuter Erkrankung (Fieber, etc.) sollte die Impfung verschoben werden. Wer früher auf eine Impfung oder auf einen Bestandteil der Impfstoffe allergisch reagiert hat, sollte vor der Impfung seinen/ihren Hausarzt kontaktieren. Bei Personen, die kürzlich an COVID-19 erkrankt waren, ist eine Impfung möglich, es sollten aber drei Monate seit der Erkrankung vergangen sein. Eine Antikörperbestimmung vor der Impfung ist nicht nötig. Chronische Krankheiten oder die Einnahme von Medikamenten sind keine Kontraindikationen für die Impfung. Bei einer Immunschwäche oder einer immunsupprimierenden Behandlung kann die Wirksamkeit der Impfung möglicherweise vermindert sein. Aufgrund von fehlenden Daten und weil sie kaum schwer erkranken, werden Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren (Pfizer BioNTech) bzw. 18 Jahren (Moderna) nicht geimpft. Außerdem werden auf Grundlage des Rundschreibens des italienischen Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 Personen unter 60 Jahren die beiden Impfstoffe Vaxzevria und Johnson & Johnson nicht mehr verimpft. Sie erhalten einen mRNA Impfstoff. Das Rundschreiben des italienischen Gesundheitsministeriums vom 18.06.2021 sieht vor, dass in Ausnahmefällen (spezifische Impfkampagne für nicht ansässige Personen, schwer zu erreichende Personen), wenn der Nutzen einer einmaligen Verabreichung offensichtlich ist, der Impfstoff Johnson & Johnson auch an Personen unter 60 Jahren verabreicht werden kann.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 21.06.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Können schwangere oder stillende Frauen sich impfen lassen?

Ja, schwangere oder stillende Frauen können sich impfen lassen. Die Schwangerschaft stellt keine Kontraindikation für die Impfung dar, da insbesondere in Kombination mit anderen Risikofaktoren (wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas), ein höheres Risiko bei schwerer Covid-19-Erkrankung besteht. Bisher liegen aber nur sehr begrenzte Daten über die Anwendung dieser Impfstoffe während der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Deshalb sollte die Impfung in enger Absprache mit ihrem Vertrauensarzt/ihrer Vertrauensärztin entschieden werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.03.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Soll man vor der Impfung einen Antikörpertest machen, um zu entscheiden, ob man sich impfen lassen soll?

Nein, das ist nicht vorgesehen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.01.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Sollen sich Menschen mit chronischen Erkrankungen, Diabetes, Tumoren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen impfen lassen?

Genau bei diesen Personen ist das Risiko einer schweren Komplikation im Falle einer Covid-19-Erkrankung besonders groß, deshalb werden sie bei der Impfung auch anderen Personengruppen vorgezogen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Sollen sich immungeschwächte Menschen oder Menschen mit Autoimmunerkrankungen impfen lassen?

Immungeschwächte Personen und solche mit Autoimmunerkrankungen, bei denen es keine Kontraindikationen gibt, können sich impfen lassen. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin ist auf jeden Fall notwendig.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Sollen Menschen, die unter Allergien leiden, sich impfen lassen?

Wie bei jeder Impfung sollen Menschen, die unter Allergien leiden, sich bezüglich der Impfung mit ihrem behandelnden Arzt/ihrer behandelnden Ärztin beraten. Menschen, die eine Allergie gegen die im Impfstoff enthaltenen Substanzen haben, müssen sich vor der Impfung unbedingt ärztlich beraten lassen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Birgt die Impfung gegen Sars-CoV-2 ein Risiko für Personen, die an Zöliakie leiden?

Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise, dass bei Menschen, die an Zöliakie leiden, im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein höheres Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen durch die Impfung gegen Sars-CoV-2 besteht. Für sie gelten dieselben Empfehlungen der Gesundheitsbehörden wie für die Bevölkerung im Allgemeinen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.01.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Ich habe den Zeitpunkt der zweiten Impfdosis versäumt. Was muss ich tun?

Auch wenn die vorgesehene Zeitspanne zwischen der Erst- und Zweitdosis überschritten ist, ist es empfehlenswert, den Impfzyklus zu beenden. Aktuelle Daten belegen, dass ein sog. „Boost-Effekt“ auch einige Zeit nach der Erstimpfung zu verzeichnen ist. Es wird daran erinnert, dass die Handhabung der Impfstoffe einer kontinuierlichen Überprüfung nach wissenschaftlichen Kriterien im Laufe der Zeit unterworfen ist.

Bitte einen passenden OPEN DAY-Termin aussuchen, oder, wenn eine Vormerkung notwendig ist, ein Mail samt der Telefonnummer schicken an: infovax@sabes.it

Quelle: Agenzia italiana del farmaco, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 28.08.2021

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]

Was wissen wir zu den SARS-CoV2-Virusvarianten, welche derzeit am meisten diskutiert werden?

 Derzeit sind besonders die folgenden Varianten im Fokus der Experten der WHO und des ECDC:

Variante Alfa (Variante VOC 202012/01, bekannt auch als B.1.1.7), erstmals identifiziert in Großbritannien. 

Diese Variante hat ein höheres Ansteckungspotenzial gezeigt im Vergleich zu den bisher zirkulierenden Varianten (Übertragbarkeit um 37% höher als bei Stämmen mit Nicht-Varianten, statistisch variabel zwischen 18% und 60%). Das vermehrte Ansteckungspotenzial dieser Variante bringt eine höhere Zahl an Infektionen mit sich, was zu einer Zunahme der schweren Fälle führt. 

Variante Beta (Variante 501Y.V2, bekannt auch als B.1.351), erstmals identifiziert in Südafrika.

Daten zeigen, dass – obwohl ohne höheres Ansteckungspotenzial – diese Variante zum Teil für einen sog. "immune escape" der Antikörper verantwortlich sein könnte. Da dies grundsätzlich auch die Wirksamkeit der Antikörper durch eine Impfung betreffen könnte, wird diese Variante mit Aufmerksamkeit beobachtet. 

Variante Gamma (Variante P.1), ursprünglich aus Brasilien.

Studien haben ein höheres Ansteckungspotenzial ergeben und eine grundsätzliche Möglichkeit, sich erneut zu infizieren. Es gibt keine Nachweise über einen schwereren Krankheitverlauf.

Variante Delta (Variante VUI-21APR-01, bekannt auch als B.1.617), erstmals in Indien aufgetreten.

Diese beinhaltet eine Reihe von Mutationen, u.a. E484Q, L452R und P681R. Das gleichzeitige Auftreten dieser beunruhigt aufgrund des höheren Ansteckungspotenzials und der möglichen Gefahr, sich erneut zu infizieren. Es wurden auch Varianten des indischen Stamms ohne die Mutation E484Q  identifiziert, die genetisch verwandt sind.

Bis heute gibt es keine Beweise, dass diese Varianten schwerere Erkrankungsverläufe mit sich bringen oder die Impfstoffwirkungen abschwächen. Wissenschaftler vertiefen derzeit Untersuchungen mit internationalen Partnern, um die Wirkung der Mutationen auf das Verhalten des Virus zu erforschen und um zu garantieren, dass  alle notwendigen gesundheitspolitischen Maßnahmen getroffen werden.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 29.07.2021 

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Worum handelt es sich beim “Impfbus”?

Der “Impfbus – die Impfung kommt zu dir” ist ein Gemeinschaftsprojekt des Südtiroler Sanitätsbetriebes in Zusammenarbeit mit dem Roten und dem Weißen Kreuz, um den Bürgerinnen und Bürgern in den von den Impfzentren abgelegeneren Orten die Möglichkeit zu geben, sich einfach und unkompliziert impfen zu lassen. Innerhalb 3. August 2021 werden insgesamt 4 Impfbusse auf Südtirols Straßen unterwegs sein.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 29.07.2021