Hauptinhalt

Departement für Gesundheitsvorsorge

Departement für Gesundheitsvorsorge

Amba Alagi Straße 33
39100 Bozen
Tel.: +39 0471 909 200
Web: http://www.sabes.it/gesundheitsvorsorge


Tätigkeiten:

Folgende Dienste bilden das beratende Komitee und arbeiten im Departement zusammen:

  • Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit (Bozen, Meran, Brixen, Bruneck)
  • Dienst für Arbeitsmedizin (Betrieblicher Dienst)
  • Dienst für Sportmedizin (Bozen)
  • Pneumologischer Dienst (Betrieblicher Dienst)
  • Tierärztlicher Dienst (Betrieblicher Dienst)
  • Dienst für Diät und klinische Ernährung (Bozen)
  • Vertreterin der Ärzte und des akademischen leitenden Sanitätspersonals: Dr.in Loredana Latina
  • Vertreterin des nicht-ärztlichen Sanitätspersonals: Dr.in Gundula Gröber

Das betriebsweite Departement beschäftigt sich vor allem damit, Gesundheitsrisiken auf den Grund zu gehen und zu bekämpfen, es bewertet und interpretiert Daten aus dem Gesundheits- aber auch aus dem Umweltbereich. Durch die Zusammenarbeit mit betrieblichen Diensten und landesweiten Abteilungen werden Untersuchungen, Projekte und Forschungsarbeiten möglich, ebenso wie die Ausarbeitung von Leitlinien, Prozessprotokollen und Vorsorgeprogrammen. Das Departement für Gesundheitsvorsorge wurde mit Beschluss des Generaldirektors Nr. 258 vom 06.12.2011 eingerichtet.

Webseite: www.sabes.it/gesundheitsvorsorge


Zur Karte: Amba-Alagi-Straße 33

Departementdirektor/in

Koordinator/in

News

Coronavirus – Mitteilungen des Südtiroler Sanitätsbetriebes | 12.08.2020 | 17:27

Erste Ergebnisse der landesweiten Covid-19-Studie

Am 6. Juli startete die breit angelegte Studie zu den Auswirkungen des neuartigen Coronavirus in Südtirol, welche gemeinsam vom Südtiroler Sanitätsbetrieb, dem Psychologischen Dienst des Gesundheitsbezirkes Brixen, dem Institut für Allgemeinmedizin an der Claudiana, Eurac Research sowie ASTAT durchgeführt und von der Operativen Einheit klinische Führung der Abteilung Gesundheit koordiniert wurde. Nun liegen erste epidemiologische Ergebnisse vor.

Foto: 123rfZoomansichtFoto: 123rf

In der gesamten Provinz Bozen wurde eine Zufallsstichprobe von 3.657 Personen mit Hilfe des Landesstatistikinstitut ASTAT gezogen. Aus Gemeinden mit hoher und niedriger Infektionsrate wurden weitere 1.762 Personen zur Teilnahme an der Studie eingeladen.

Insgesamt nahmen 1.504 Personen an der Studie teil. Die Nasen-Rachen-Abstriche (PCR-Tests) waren dabei allesamt negativ. Somit lag bei keinem/keiner Teilnehmer/-in im dreiwöchigen Untersuchungszeitraum eine akute Covid-19-Infektion vor. Eine Quarantäne war deshalb bei keinem Teilnehmer erforderlich. Anhand der serologischen Untersuchung hinsichtlich SARS-CoV-2-spezifischer Antikörper ergibt sich für Südtirol eine Seroprävalenz von 2,5% (ohne Gröden) bzw. 2,9% (mit Daten der Covid-19-Studie in Gröden). Die staatliche ISTAT-Studie ergab für Südtirol mit 3,3% eine ähnliche Prävalenz. Wie vermutet sind landesweit somit weit weniger Südtirolerinnen und Südtiroler mit dem Virus in Kontakt gekommen als beispielsweise in Gröden, wo die Covid-Studie eine Seroprävalenz von 27% ergeben hat.

In Gemeinden mit einer höheren Covid-19-Infektionsrate zeigte sich auch in der landesweiten Covid-19-Studie ein höherer Anteil der Bevölkerung mit SARS-CoV-2-spezifischen Antikörpern (Kastelruth: 16,9%, Völs: 5,8%, Eppan 4,8%). Ein Drittel (34%) der Teilnehmer/-innen mit nachgewiesenen Antikörpern beschrieben dabei einen asymptomatischen Krankheitsverlauf.

Diese Ergebnisse stellen nach der Grödner Studie einen ersten landesweiten „Schnappschuss“ zur Situation in Südtirol dar. Der geringe Anteil an Personen mit SARS-CoV-2-spezifischen Antikörpern mahnen zur Vorsicht und zur Eigenverantwortung, weiterhin Abstand zu halten, regelmäßig Hände zu waschen und wo vorgesehen den Nasen-Mundschutz zu tragen, um eine Zunahme von Covid-19-Infektionen zu vermeiden.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist derzeit noch unklar, wie lange Antikörper im Blut nachweisbar sind. Für Personen mit nachgewiesenen SARS-CoV-2-spezifischer Antikörpern bleibt derzeit somit noch offen, ob und - falls ja - wie lange eine Immunität gegeben ist. Weiterführende Untersuchungen zu diesem Thema werden im Rahmen dieser Studie noch durchgeführt und laufen weltweit.

Die Teilnahme an der landesweiten Studie fiel mit 28% zwar höher aus als bei der ISTAT-Studie (20%), allerdings deutlich geringer als erwartet. Trotzdem ist die Aussagekraft der Studienergebnisse gegeben. Mögliche Gründe für die geringe Beteiligung sind, dass Teilnehmer/-innen im Untersuchungszeitraum ferienbedingt abwesend waren, aus Angst vor einer möglichen Quarantäne nicht teilnahmen und die Teilnehmer/-innen die Einladungsbriefe teils sehr spät erhielten. Aus logistischen und Ressourcengründen konnte der Untersuchungszeitraum leider nicht verlängert werden, um auch die Teilnahme zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen.

In den kommenden Wochen wird eine detailliertere Auswertung der gesammelten Daten aller drei Studienstränge erfolgen, beispielsweise die klinischen Merkmale, die soziodemographischen Merkmale, Verhaltensgewohnheiten und emotionalen Befindlichkeiten, sowie mögliche genetische Risikofaktoren die mit einer COVID-19-Infektion einhergehen. Diese Ergebnisse werden weitere wichtige Erkenntnisse für die Südtiroler Bevölkerung liefern und der Öffentlichkeit entsprechend vorgestellt und kommuniziert werden.

Informationen für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907153, E-Mail: media@sabes.it
Institut für Allgemeinmedizin, Giuliano Piccoliori, Mob. +39 348 3301004

(RED)



Andere Mitteilungen dieser Kategorie

Downloads
  Titel Download

Damit die auf dieser Seite vorhandenen PDF-Dokumente geöffnet und angezeigt werden können, muss ein PDF-Betrachter installiert sein.
Falls Sie noch keinen PDF-Betrachter installiert haben, entscheiden Sie sich jetzt für:
Laden Sie sichen einen Freien PDF-Betrachter herunter
einen Freien PDF-Betrachter
Adobe© Reader©
den Adobe© Reader©


Tigermücke - Wie schützen wir uns?
Tigermücke - Wie schützen wir uns?
Was können wir unternehmen, um die Ausbreitung der Tigermücken zu vermeiden? Wie schützen wir uns? Worauf soll Tropenreisende besonders achten?
  1. Bekämpfung der Mückenlarven: empfohlene Produkte
    (PDF 1504 KB)
  2. Die Tigermücke geht auf Reisen
    (PDF 1593 KB)
  3. Maßnahmen zu Hause
    (PDF 526 KB)
HPV kannst du besiegen!
HPV kannst du besiegen!
Humane Papillomaviren (HPV)werden durch sexuelle Kontakte übertragen und können Auslöser für Tumoren im Anal- und Genitalbereich sein.
  1. HPV kannst du besiegen!
    (PDF 899 KB)
Inhalation von Fremdkörpern im Kindesalter
Inhalation von Fremdkörpern im Kindesalter
Bei Kindern bis zum 5. Lebensjahr ist die Zahnentwicklung noch nicht vollendet, die hinteren Backenzähne fehlen und somit können bestimmte Speisen, vor allem Erdnüsse, Nüsse, Mandeln, Kastanien usw. nicht genügend zerkleinert werden. Erfahren Sie mehr in unserer Broschüre!
  1. Inhalation von Fremdkörpern im Kindesalter
    (PDF 293 KB)
Lebensmittelvergiftungen
Lebensmittelvergiftungen
Wie vermeiden wir Lebensmittelvergiftungen? Was ist eine kollektive Lebensmittelvegiftung? Was sind Mikroorganismen? Wie gelangen Mikroorganismen in die Lebensmittel?
  1. Lebensmittelvergiftungen
    (PDF 941 KB)
Schmerzen? Nein, danke!
Schmerzen? Nein, danke!
Diese Broschüre möchte helfen, das Entstehen von Schmerzen, deren Behandlungsmöglichkeiten und die Entscheidungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes besser zu verstehen. Sie enthält zudem nützliche Hinweise, die den Alltag erleichtern und die Rückkehr zu mehr Lebensqualität und Wohlbefinden unterstützen. Eine Informationsbroschüre des Gesundheitsbezirks Bruneck für Patientinnen, Patienten und ihre Angehörigen.
  1. Broschüre
    (PDF 18421 KB)
  2. Broschüre (ladinisch)
    (PDF 18418 KB)