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Grundregeln der Verschreibung

Die Verschreibung muss verpflichtend folgende Elemente beinhalten:

  • Fragestellung bzw. diagnostischer Verdacht, der den Anspruch auf die Leistung begründet;  
  • Kodex der Leistung und/oder Beschreibung der Leistung;
  • Kodex der Ticketbefreiung, falls vorgesehen. Wenn die Ticketbefreiung auf der Verschreibung nicht aufscheint, muss das Ticket bezahlt werden;
  • Art der des Zugangs (Erstzugang oder Folgezugang) in den vorgesehenen Fällen;
  • Prioritätsklasse im Falle eines Erstzugangs. Falls keine Prioritätsklasse ausgewählt wurde, wird die verschriebene Leistung mit der Prioritätsklasse „P- programmierbar“ eingestuft.

Für jede einzelne Verschreibung sind folgende Regeln zu beachten:

  • Leistungen verschiedener Fachbereiche müssen jeweils mit einem eigenen Rezept verschrieben werden. Auf einer Verschreibung können maximal 8 Leistungen oder Einzelsitzungen pro Fachbereich verschrieben werden. Fachbereiche sind diejenigen, die im „Landeskatalog der verschreibbaren Leistungen“ (LKVL) festgelegt sind und nicht diejenigen, die im jeweiligen Krankenhaus im Rahmen der internen Organisation vorhanden sind;
  • Leistungen, die verschiedenen Fachbereichen angehören, müssen auf verschiedenen Rezepten verschrieben werden. Eine Ausnahme bilden die Erstvisiten (Kodex 89.7) und Kontrollvisiten (Kodex 89.01), die mit allen anderen Leistungen gleichzeitig verschrieben werden können.
  • Ein chirurgische PAC wird immer auf einer eigenen Verschreibung verschrieben und kann nicht auf derselben Verschreibung zusammen mit anderen Leistungen verschieben werden. Hingegen können nicht-chirurgische PACs zusammen mit anderen Leistungen der selben Art verschrieben werden (bis zu 8 Leistungen je Rezept).      
  • Auf derselben Verschreibung können maximal 3 auch identische Zyklusleistungen (z.B. Leistungen der Sportmedizin oder der Rehabilitation) verschrieben werden, mit Ausnahme der in dem Ministerialdekret vom 20. Oktober 1998 genannten spezifischen Pathologien, bei denen jede Verschreibung bis zu maximal 6 (auch identische) Zyklen enthalten kann; 
  • Auf demselben Rezept dürfen nicht Zyklusleistungen gemeinsam mit Leistungen verschrieben werden, wo für die kein Zyklus vorgesehen ist;
  • Ticketbefreiungen, die registriert werden, können ausschließlich dann zu Verschreibungszwecken verwendet werden, wenn der Bürger in der betrieblichen Datenbank aufscheinen. Eine Ausnahme bilden die Verschreibungen für Personen, die nicht in Südtirol ansässig sind.
  • Auf derselben Verschreibung dürfen nicht Leistungen mit Ticketbefreiung zusammen mit Leistungen verschrieben werden, für welche der Patient keine Ticketbefreiung beanspruchen kann (z. B. bei Patienten mit einer Ticketbefreiung aufgrund einer chronischen Krankheit);
  • Ticketbefreiungen aufgrund von Krankheiten, Invalidität oder Schwangerschaft können nur in Verbindung mit den für diese Befreiungen vorgesehenen Leistungen verschrieben werden.
  • Die Verschreibung identischer Leistungen auf demselben Rezept zu diagnostischen Zwecken ist nur bei jenen Patienten zulässig, die von der Kostenbeteiligung an den Gesundheitsausgaben aus Krankheitsgründen befreit sind, und beschränkt sich auf die von der Ticketbefreiung betroffenen Leistungen.

Für Fachleistungen, die in direktem Zusammenhang mit einem programmierten Krankenhausaufenthalt stehen, darf keine ärztliche Verschreibung ausgestellt werden, da sie Teil des Krankenhausaufenthaltes sind.

Zur ständigen Verbesserung der Angemessenheit bei der Verschreibung ist die Anwendung des HGW-Modells (Homogene Gruppierung der Wartezeiten) von besonderer Bedeutung. Das seit 2011 in der Provinz Bozen angewandte Modell regelt den Zugang zu ambulanten fachärztlichen Erstleistungen. Die Anwendung der HGW-Kriterien, die zwischen Fachärzten und Vertretern der wohnortnahen Gesundheitsversorgung vereinbart wurden, ermöglichen ein einheitliches Verschreibungsverhalten und begünstigen damit eine korrekte und angemessene Zuweisung der Prioritätsklasse auf Grundlage des realen Bedarfs.

Grundregeln der Verschreibung
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Genehmigung der Protokolle für die Verschreibung von fachärztlichen Leistungen (HGW - Kriterien)
Beschluss der Landesregierung Nr. 1047 vom 22.12.2020
  1. Genehmigung der HGW-Kriterien
    (PDF 2122 KB)
Hinweise für die Verschreibung von fachärztlichen Leistungen mit "klinischer Priorität"
Rundschreiben der Generaldirektion vom 12.01.2018
  1. Rundschreiben Verschreibung fachärztlicher Leistungen
    (PDF 215 KB)