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Initiativen | 02.03.2022 | 13:37

Aktion unVERZICHTbar 2022

Auch heuer bleibt die 18. Ausgabe der „Aktion Verzicht“ eine „Aktion unVERZICHTbar“. Von Aschermittwoch, 2. März, bis Karsamstag, 16. April, wird die Bevölkerung dabei zum Mitmachen aufgerufen: Auf bestimmte Werte, Haltungen und Ideale soll nicht verzichtet werden, sondern im Gegenteil besonders geachtet werden – im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn.

Aktion unVERZICHTbar 2022ZoomansichtAktion unVERZICHTbar 2022

Im Rahmen der Aktion werden heuer Plakate ausgehängt und Postkarten aus Samenpapier verteilt, auf denen besonders unverzichtbare Werte als Wortbild dargestellt sind. „Diese Postkarten können eingetopft werden. Sorgfältig gehegt und gepflegt treiben sie aus und lassen Neues wachsen. Das möchten wir auch mit unserer Aktion ,unVERZICHTbar‘ bewirken: auf bestimmte Werte und Haltungen auch in Pandemie-Zeiten nicht zu verzichten, sondern sie gerade da zu pflegen und wachsen zu lassen“,  sagt Peter Koler vom Forum Prävention, das gemeinsam mit der Caritas, dem Katholischen Familienverband, dem deutschen und ladinischen Bildungsressort und der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste die Aktion im Jahr 2004 gegründet hat. Ihnen haben sich von Jahr zu Jahr mehr Institutionen, Einrichtungen und Vereine angeschlossen. Inzwischen sind es insgesamt 67, die sich zum Teil mit eigenen Aktionen einbringen werden. Die „Aktion unVERZICHTbar 2022“ beginnt am Aschermittwoch und endet am Karsamstag. Mehr Infos über die Aktion finden sich unter www.aktion-verzicht.it www.io-rinuncio.it.

Mit der Caritas durch die Fastenzeit: Unter dem Motto „Lass Menschlichkeit wachsen“ bringt sich die Caritas mit ausgewählten Botschaften aus der Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus in die diesjährige „Aktion unVERZICHTbar“ ein. Die Botschaften werden vom 2. März bis zum 16. April dreimal wöchentlich, jeweils montags, mittwochs und freitags, vom Dienst Pfarrcaritas und Freiwilligenarbeit über E-Mail an alle Interessierten versandt und auch auf Facebook und Instagram veröffentlicht. Wer die Kurzbotschaften erhalten möchte, kann sich mittels E-Mail unter gemeinschaft.comunita@caritas.bz.it mit dem Betreff „Lass Menschlichkeit wachsen“ dafür anmelden. Auch die Pfarreien werden zum Mitmachen und Aushängen der Botschaften angeregt.

Projekt „Gutes Leben“: Familien sind die ersten Wertevermittler unserer Gesellschaft. Dieses Bewusstsein nimmt der Katholische Familienverband Südtirol zum Anlass, Familien mit verschiedenen Impulsen zum Nachdenken und Handeln aufzufordern und zu einem achtsameren Umgang mit Menschen und Natur zu animieren. Mit dem Projekt „Gutes Leben“ möchte der Verband damit Familien anregen, im eigenen Haushalt Akzente in Richtung Nachhaltigkeit zu setzen. Hierfür werden jährlich vier Aktionszeiträume zu verschiedenen Themen organisiert. Der Titel des ersten Aktionszeitraumes März lautet „Die Vielfalt des Frühlings“. In diesem Monat erhalten Interessierte Tipps und Tricks von Experteninnen und Experten für einen blühenden und nachhaltigen Garten oder Balkon.

Hosch a Meinung? Am 2. März, mit Beginn der Fastenzeit, startet die Plakataktion „Hosch a Meinung?“ von Südtirols Katholischer Jugend und der Katholischen Jungschar Südtirols. Aktuelle kirchliche Themen wie u.a. „Die Rolle der Frau in der Kirche“ oder „Heirat für alle?“ werden auf Plakaten aufgegriffen und sollen zum Nachdenken anregen. Egal ob an der Bushaltestelle, auf der Internetseite www.hoschameinung.it, in Online-Diskussionsabenden oder unter Freunden – es soll in der Gesellschaft über den Glauben diskutiert werden, denn das Hinterfragen und die Meinungsbildung sind unverzichtbar! Am 11. Mai findet die Abschlusspräsentation der Plakataktion „Hosch a Meinung?“ statt.

Weniger ist Mehr: Mit dieser Kampagne für ein besseres Leben machen Mava Seggo und Regala Zukunft bei der Aktion UnVERZICHTbar mit.  Für sie bedeutet „UnVerzichtbar“ ein gutes Lebensgefühl, Glück und sozialer Zusammenhalt, Freude und Freunde, eine tief gefühlte Erfüllung und ein Leben reich an Sinn! UnVERZICHTbar ist auch unsere Lebensgrundlage: die Natur auf unserem blauen Planeten. „Weniger ist Mehr“ bedeutet, sich von Verzichtbarem los zu lösen und zu trennen, um mehr Zeit und Raum für Unverzichtbares zu gewinnen. Auch dieses Jahr rufen sie daher zu, gemeinsamen Fasten auf, auf unterschiedliche Klimakiller 7 Wochen lang zu verzichten, sich selbst und die eigenen Gewohnheiten im Selbstexperiment neu zu entdecken und sich dadurch reich zu beschenken! Jeder kann sich eintragen und auf www.regalazukunft.info mitmachen. „Wir kehren zurück, in eine neue Normalität und machen aus weniger mehr!“, lautet das Motto.

Wertschätzung der Frauen unverzichtbar: Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation setzt sich als größte Frauenorganisation des Landes für die Wertschätzung der Frauen in der Gesellschaft ein. Frauen sind eine wichtige Säule des sozialen Lebens, sie leisten oft unentgeltliche Arbeit für die Familie und die Gesellschaft und werden trotzdem in der Gesellschaft oft nicht entsprechend wahrgenommen. Meistens müssen sie dafür auch noch finanzielle Abstriche in Kauf nehmen. Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation möchte die Bäuerinnen und Frauen am Land stärken, dass sie selbstbewusster am öffentlichen Leben teilnehmen. Sie möchte die Wahrnehmung der Unverzichtbarkeit ihrer Beiträge im privaten wie auch öffentlichen Leben verbessern. Im Zeitraum der Aktion Unverzichtbar findet der Lehrgang „Bäuerin in Führungsposition“ statt. Dieser Lehrgang soll Frauen begleiten und dazu ermutigen, im öffentlichen Leben für die Belange der Bäuerinnen einzutreten. Die mediale Begleitung des Lehrgangs soll auf die Unverzichtbarkeit der Beiträge von Frauen in der Gesellschaft aufmerksam machen. Informationen unter www.baeuerinnen.it .

Auf Müll verzichten, nicht auf Wasser: Trinkwasser ist unverzichtbar, die Plastikflasche darum herum dagegen nicht. Deshalb stellt der Dachverband für Natur- und Umweltschutz in diesem Jahr seine Website www.refill.bz.it in den Mittelpunkt der Aktion UNVERZICHTbar. Auf der Website werden Brunnen in Südtirol aufgelistet, die öffentlich zugänglich sind, Trinkwasser führen und die Möglichkeit bieten, kostenlos die mitgebrachte Wasserflasche aufzufüllen. Schon heute sind auf www.refill.bz.it mehr als 1600 Trinkwasserstellen verzeichnet und das Netz wächst. Schließlich basiert Refill auf OpenStreetMap (OSM), einer freien Datenbank, in die Userinnen und User weitere Brunnen eintragen können. Schon jetzt aber genügt ein Blick auf die Karte, die die Trinkwasserstellen in der eigenen Nähe anzeigt – samt aller Infos, die es braucht, um diese schnell und problemlos zu finden.

(RED)



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