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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 28.05.2019 | 17:06

Österreichische Krankenhaus-Manager zu Besuch in Südtirol

Das Österreichische Institut für Krankenhaus-Betriebsführung ÖIK bietet Ausbildungslehrgänge und Seminare für Führungskräfte im Gesundheitswesen an. In ihm sind hochrangige Krankenhaus-Manager und -Direktoren vereinigt. Die jährliche Studienreise führte das ÖIK heuer nach Südtirol.

ÖIK-Studien-Delegation mit Sanitätskoordinator Roland Döcker (3. von links), Sanitätsdirektor Thomas Lanthaler (5. von links), Direktor Technik und Vermögen Heinrich Corradini (7. von links)ZoomansichtÖIK-Studien-Delegation mit Sanitätskoordinator Roland Döcker (3. von links), Sanitätsdirektor Thomas Lanthaler (5. von links), Direktor Technik und Vermögen Heinrich Corradini (7. von links)

An zwei Tagen (27./28.05.2019) wurden Einrichtungen des Südtiroler Sanitätsbetriebes und die Fachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ besichtigt. Neben dem Therapiezentrum „Bad Bachgart“ in Rodeneck standen das Krankenhaus Bozen und die Neue Klinik auf dem Programm.

Für die Krankenhaus-Manager war es interessant, sich mit den hiesigen Verantwortlichen über die unterschiedlichsten Aspekte von Krankenhaus-Führung, Inbetriebnahme und Reorganisation auszutauschen. Die Fragen betrafen demnach klinische Betreuungsthemen genauso wie betriebswirtschaftliche und organisatorische Aspekte und reichten von der Patienten-An- und Aufnahme im Krankenhaus bzw. in Gesundheitseinrichtungen bis hin zur Ver- und Entsorgung, der Energie- und Abfallbewirtschaftung. Klaus Koller, Präsident des ÖIK und Leiter der Studienreise, zeigt sich begeistert vom Empfang im Südtiroler Sanitätsbetrieb durch Generaldirektor Florian Zerzer und lobte die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung: „Berufsbedingt komme ich sehr viel herum, und ich muss sagen, ich bin beeindruckt, wieviel Kompetenz und Herzblut in den Einrichtungen, die wir gesehen haben, sowohl von den Verantwortlichen als auch den MitarbeiterInnen in die Gesundheitsversorgung gelegt werden.“

In Südtirol werden die Gesundheitsleistungen fast zur Gänze vom öffentlichen Gesundheitsdienst erbracht. Koller sieht darin auch eine wesentliche Stärke des öffentlichen Gesundheitswesens: „Das bringt Finanzierungs- und Steuerungsvorteile mit sich. In Österreich haben wir eine viel heterogenere Gesundheitslandschaft; es ist sehr schwierig, beispielsweise die niedergelassenen Fachärzte, in abgestimmte Betreuungsmodelle einzubinden.“

Gleichzeitig gibt es grenzüberschreitend und gewissermaßen universelle Herausforderungen für alle modernen Gesundheitssysteme. Sanitätsdirektor Thomas Lanthaler, der die Delegation zusammen mit Sanitätskoordinator Roland Döcker und dem Direktor für Technik und Vermögen Heinrich Corradini durch die Neue Klinik in Bozen führte, unterstrich diese „Gemeinsamkeiten“: „Diesseits und jenseits des Brenners werden der Fachkräfte-Mangel und die anstehenden ‚Pensionierungswellen‘ eine Riesenherausforderung für die nächsten Jahre, genauso wie die Digitalisierung, die Anpassung an neue Betreuungsmodelle und steigende Gesundheitsbedürfnisse.“

Das ÖIK – Österreichische Institut für Krankenhaus-Betriebsführung ist eine Tochter-organisation der Vereinigung der österreichischen Krankenhaus-Direktoren. Es bietet seit mehr als 30 Jahren hochqualifizierte Ausbildungslehrgänge und Seminare für verschiedene Bereiche des Krankenhauses an. Viele Lehrgänge finden in Zusammenarbeit mit der Wirtschafts-universität Wien (Executive Academy) statt.

 

Informationen für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 335 76 77 220

 

(LR)



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