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Knochendichtemessung DEXA

Wo: Krankenhaus Schlanders, Radiologie.
Wann: Nach Vereinbarung
Vormerkungen: Einheitliche Vormerkstelle, Tel. +39 0473 264 000
Zugang: Bewilligung durch den/die Hausarzt/-ärztin bzw. Facharzt/-ärztin erforderlich
Indikation: Verdacht auf Osteoporose (Knochenschwund), bei Frauen nach den Wechseljahren mit erhöhtem Osteoporose-Risiko, zur Verlaufskontrolle der Osteoporose und/oder zur Therapiekontrolle, bei Verdacht auf Osteomalazie, bei Knochenbrüchen ohne entsprechendes Trauma, bei deutlichen Beschwerden von Männern und Frauen bei erhöhtem Osteoporose-Risiko (Alkohol-/Nikotinmissbrauch, Diabetikern, Mangelernährung, gehäufte Osteoporose in der Familie). 
Verantwortlicher Facharzt: Dr. Anton Wieser, Primar der Radiologie

Welche Methode der Knochendichtemessung wird in Schlanders angeboten?

Die Knochendichtemessung gibt Auskunft über die Struktur und Festigkeit des Knochens. Es gibt verschiedene Methoden der Knochendichtemessung: Das am weitesten verbreitete und zudem einzige von der WHO und dem Dachverband Osteologie als Referenzmethode anerkannte Verfahren ist die Messung mit der sog. "DXA" (Dual-Energy X-Ray Absorptiometry), abgekürzt "DEXA".

Die DEXA basiert auf der konventionellen Röntgenmethode, verwendet allerdings zwei Röntgenröhren mit unterschiedlicher Leistung. Mit dieser Methode kann die Knochendichte indirekt über den Kalzium- und Hydroxylappatitgehalt annähernd bestimmt werden. Die DEXA erkennt die Veranlagung zu verminderter Knochensalzeinlagerung und dementsprechend zum Auftraten von Osteoporose. Daraufhin können Maßnahmen (Ernährung, körperliche Aktivität) und Therapien (Medikamente wie z.B. Alendronate) verordnet werden, die ein Fortschreiten verhindern können.

Man schätzt, dass ein Drittel der westlichen Frauen über 50 an Osteoporose leiden, mehr als 75% der Fälle werden nicht diagnostiziert. Diese Erkrankung führt zu fragilen Knochen und zu einem größeren Risiko an Knochenbrüchen, die sich auch bei geringen Stürzen ereignen können. Einer DEXA-Untersuchung sollten sich alle Frauen bei Beginn der Wechseljahre unterziehen.

Wie funktioniert eine DEXA-Untersuchung?

Zweispektren-Röntgenabsorptiometrie DEXA

Die Zweispektren-Röntgenabsorptiometrie (DEXA) ist das empfohlene Standardverfahren zur Knochendichtemessung. Dabei werden das Hüftgelenk und die Lendenwirbelsäule geröntgt (in Ausnahmefällen das Handgelenk). Die Untersuchung macht bei geringer Strahlenbelastung schon kleine Veränderung der Knochendichte sichtbar.

Welche Risiken gibt es?

Ein Nachteil fast aller Methoden zur Knochendichtemessung ist, dass Röntgenstrahlen eingesetzt werden. Die Strahlenbelastung moderner DXA-Geräte liegt bei ca. 1 bis 6 µSv. Dies ist um ein Vielfaches geringer als die durchschnittliche jährliche Belastung durch die Erdstrahlung (ca. 2 µSv).

Wie wird die Knochendichtemessung durchgeführt?

Vorbereitung der Patientin bzw. des Patienten:

  • alle metallischen Gegenstände ablegen
  • keine Bariumröntgenuntersuchung in den letzten sieben Tagen

Sonst ist keine Vorbereitung notwendig, auch muss die Patienten bzw. der Patient nicht unbedingt nüchtern sein.
Dauer der Untersuchung: ca. 20-30 Minuten insgesamt. Die Untersuchung selbst dauert ca. 10 Minuten.

Die Patientin bzw. der Patient legt sich dazu auf einen Röntgentisch, der einer Untersuchungsliege ähnelt und darf sich während der Messung nicht bewegen. Es werden Untersuchungen am oberen Abschnitt des Oberschenkelknochens sowie an den Lendenwirbeln vorgenommen.

 

Weitere Informationen können Sie dem Faltblatt "Knochendichtemessung im Krankenhaus Meran" entnehmen.