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Computertomographie

Wo: Krankenhaus, Hochparterre, Radiologie
Wann: Nach Vereinbarung
Vormerkungen: Einheitliche Vormerkstelle, Tel. +39 0473 264 000
Zugang: Bewilligung durch Hausarzt/-ärztin bzw. Facharzt/-ärztin erforderlich
Indikation: Hirnblutungen, Nachweis oder Ausschluss eines Tumors, Entzündungen wie Eiteransammlungen (Abszesse) oder z.B. im Bereich der Lunge, Herz (z.B. das Ausmaß der Verkalkungen), Knochendichte, Gefäße oder Gefäßverengungen im Bereich der Arterien oder Darstellung von Blutgerinnseln in den Venen
Verantwortlicher Facharzt: Primar Dr. Anton Wieser

Mit einem modernen Computertomographen können innerhalb von wenigen Sekunden alle Abschnitte des menschlichen Körpers dargestellt werden. Die zunächst erzeugten Bilder sind Querschnittsbilder der untersuchten Region. Die untersuchte Region wird hierzu auf dem Bildschirm wie in Scheiben aufgeschnitten.

Die Computertomographie ist ein Röntgenverfahren. Im modernen Spiral-CT rotiert die Röntgenröhre kontinuierlich um den zu untersuchenden Körperteil. Der Röntgenröhre gegenüberliegend, auf der anderen Seite des Patienten bzw. der Patientin, befindet sich da Aufnahmesystem (Detektor).

Wie funktioniert eine Computertomographie?

Während eines vollständigen Umlaufs der Röntgenröhre um den Körper werden fächerförmig Röntgenstrahlenbündel durch den Körper geschickt. Die Abschwächung dieser Röntgenfächerstrahlen wird hinter dem Patienten bzw. der Patientin im sog. Detektor aufgezeichnet. Aus dieser sehr großen Anzahl von Messwerten berechnet der Computer ein Bild, das die Dichteverteilung widerspiegelt.

Wie auf einem Röntgenbild werden dichte Strukturen wie z.B. Knochen oder Verkalkungen hell abgebildet, während wenig dichte Strukturen wie Fettgewebe oder Luft sehr dunkel dargestellt werden. Weichteilgewebe oder Flüssigkeiten besitzen eine mittlere Dichte. Die Untersuchung wird anhand eines Filmes oder an einem Monitor ausgewertet, sie kann dabei in unterschiedlichen Darstellungsformen betrachtet werden.

Wie läuft eine Computertomographie ab?

Für die meisten CT-Untersuchungen ist es sinnvoll Kontrastmittel zu verwenden. Zur besseren Beurteilung und Abgrenzbarkeit von umgebenden Strukturen wird häufig der Dünndarm durch langsames Trinken einer Flüssigkeit kontrastiert. Für die meisten Untersuchungen wird zusätzlich eine intravenöse Kontrastmittelgabe durchgeführt. Vor der Untersuchung wird deshalb eine Plastikanüle in einer Vene platziert.

Sie werden auf dem Untersuchungtisch gelagert, wobei zur Untersuchung des Brustraumes und des Bauchraumes die Arme über den Kopf angehoben werden müssen. Sie werden dann in den Computertomographen eingefahren. Die heute gebräuchlichen modernen Untersuchungsgeräte haben dabei eine sehr weite Öffnung, sodass in der Regel keinerlei Grund für Platzangst besteht.

Zunächst wird ein Übersichtsbild angefertigt. Dies entspricht einer Röntgenaufnahme von vorne oder von der Seite mit einer geringen Strahlenexposition. Anhand dieser Aufnahme kann das MRTA-Personal die Untersuchung exakt planen und den zu untersuchenden Bereich einzeichnen. Nach einer kurzen Pause (Programmierung des Gerätes) erfolgt die eigentliche Untersuchung. Bei Untersuchungen im Brust- und Bauchbereich muss die Luft angehalten werden. Die Untersuchung ist der Regel nach wenigen Minuten beendet.

Wie hoch ist die Strahlenexposition?

Die Computertomographie ist ein Röntgenverfahren, d.h., obwohl die Bilder mit Hilfe eines Computers erzeugt werden, werden die Daten für die Aufnahmen mit Röntgenstrahlen erzeugt. Die Computertomographie bietet jedoch im Gegensatz zur herkömmlichen Röntgenaufnahme in praktisch allen Bereichen ihrer Anwendung eine erheblich höhere Aussagekraft. Dieser höhere diagnostische Zugewinn muss mit einer höheren Strahlenexposition erkauft werden.

Mögliche Nebenwirkungen einer Computertomographie

Ernste unerwünschte Wirkungen auf die Kontrastmittelinjektionen sind sehr selten. Anfangs spüren Sie ein intensives Wärmegefühl, das in allen Bereichen des Körpers bemerkbar sein kann (nur für kurze Zeit). Grundsätzlich können Nebenwirkungen auftreten, bis hin zu schweren Kontrastmittelreaktionen, z.B. Übelkeit und Erbrechen, aber auch Hautausschlag, Juckreiz sowie Atemnot und Kreislaufreaktionen. Diese schweren Kontrastmittelnebenwirkungen sind eine extreme Seltenheit, müssen dann aber gegebenfalls mit intensivmedizinischen Maßnahmen behandelt werden. Bei einer vorbestehenden Neigung zu Allergien verabreichen wir unseren Patientinnen und Patienten als Vorsichtsmaßnahme entsprechende antiallergische Medikamente.

Im verabreichten Röntgenkontrastmittel ist eine verhältnismäßig große Menge an Jod gebunden. Sollte eine solche Schilddrüsenüberfunktion bekannt sein, teilen Sie uns das bitte vor der Untersuchung mit. Auch eine vorbestehende Nierenerkrankung oder die Einnahme von Medikamenten zur Blutzuckersenkung sollten mitgeteilt werden.

Schwangere sollten nur in seltenen Ausnahmefällen unter einer sehr strengen Indikationsstellung untersucht werden.