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Magnetresonanz

Wo: Krankenhaus, Hochparterre, Radiologie
Wann: Nach Vereinbarung
Vormerkungen: Zentrale Vormerkstelle, Tel. +39 0473 264 000 (Mo - Fr von 08:00 - 16:00 Uhr)
Zugang: Bewilligung durch Hausarzt/-ärztin bzw. Facharzt/-ärztin erforderlich
Indikation: MRT des Schädels, der Wirbelsäule, der Halsregion, MR-Angiographie, MRT von Oberbauch und Becken, MRT der Gelenke

Was ist eine MRT-Untersuchung?

Mittels der Magnetresonanztomographie ist es möglich, ohne Strahlenbelastung Schnittbilder des menschlichen Körpers in jeder Ebene anzufertigen. Durch eine hohe Auflösung und einen großen Gewebekontrast gelingt eine wesentlich bessere Darstellung der anatomischen Strukturen als mit den meisten anderen bildgebenden Verfahren. Insbesondere können unterschiedliche Weichteilstrukturen besser differenziert werden.

Wie funktioniert eine MRT-Untersuchung?

Bei der MRT handelt es sich um eine Bildgebung der Wasserstoffprotonen, die im menschlichen Körper mit großer Häufigkeit vorkommen. Die Wasserstoffprotonen haben einen Eigendrehimpuls, den sog. Kernspin, der häufig mit einem rotierenden Kreisel verglichen wird. Während der Untersuchung kommt es zu einer unterschiedlichen Magnetisierung des Körpers. Durch einen Hochfrequenzimpuls wird bewirkt, dass die im Magnetfeld ausgerichteten und kreisenden Protonen "angetippt" werden wie ein rotierender Kreisel.

Anschließend gehen vom Patienten bzw. der Patientin Impulse aus, die über eine Spule gemessen werden können. Die Signale werden ausgewertet, auf diese Art und Weise entstehen Schnittbilder des menschlichen Körpers. Neuerdings können hiermit auch Gefäße ohne Katheter dargestellt werden. Auch verschiedene Körperfunktionen und -zustände können mit der Magnetresonanz gemessen werden, wie die Durchblutung des Gewebes, die Sauerstoffkonzentration und die Diffusion - ja sogar die Aktivität des Gehirns.

Manchmal sind Kontrastmittel notwendig, diese sind in der Regel gut verträglich und können auch bei einer Allergie gegen Röntgenkontrastmittel verwendet werden.

Ablauf einer MRT-Untersuchung

Um individuelle Kontraindikationen oder spezielle Risiken zu vermeiden, erhalten Sie zu Beginn einen Fragebogen. Unser fachärztliches Personal informiert Sie über den Ablauf der Untersuchung; im Normalfall ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Die Untersuchung dauert ca. 30 - 60 Minuten.

Sie werden gebeten, alle magnetischen Gegenstände abzulegen. Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmacher oder Innenohrprothesen (Cochleaimplant) können nicht untersucht werden. Zur Untersuchung werden Sie in die Mitte einer ca. 70 cm weiten Röhre gefahren. Diese bleibt während der gesamten Untersuchung geöffnet, sie ist hell und gut belüftet. Das Untersuchungsgerät befindet sich in einem abgeschirmten Raum und wird vom Nebenraum durch ein Fenster und eine Kamera bewacht. Durch eine Gegensprechanlage können Sie während der Untersuchung mit dem Arzt bzw. der Ärztin und dem MRT-Personal sprechen; Sie werden die ganze Zeit überwacht.

Während der Untersuchung müssen Sie ruhig liegen, um die Aufnahmen nicht zu verwackeln. Es kommt zu einem Klopfgeräusch, bedingt durch das Umpolen der Magnetfelder. Um die Lärmbelästigung zu reduzieren, erhalten Sie einen Gehörschutz (auf Wunsch auch mit Musik).

Wissenswertes zum Kontrastmittel

Zur genauen Beurteilung einer Erkrankung muss manchmal ein Kontrastmittel über eine Armvene injiziert werden. Der Arzt bzw. die Ärztin wird dies mit Ihnen im Aufklärungsgespräch besprechen. Es ist nicht radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden ausgeschieden. Obwohl keine schädigenden Wirkungen bekannt sind, erhalten schwangere Frauen aus Sicherheitsgründen kein Kontrastmittel. Stillende Frauen sollen ebenfalls aus Sicherheitsgründen 24 Stunden nach einer Kontrastmittelgabe ihre Milch abpumpen und verwerfen. In den letzten Jahren wurden auch organspezifische Kontrastmittel entwickelt.

Wann wird von einer MRT-Untersuchung abgeraten?

Die MR-Tomographie funktioniert über das Anlegen von Magnetfeldern mit Hochfrequenzwellen (Radiowellen). Es kommt zu keiner Strahlenbelastung Ihres Körpers. Nicht untersucht werden sollten:

  • Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmacher
  • Patientinnen und Patienten mit Innenohrprothese (Cochlea-Implant)
  • Patientinnen und Patienten mit Insulinpumpe oder Nervenstimulationsgeräten
  • Patientinnen und Patienten mit hohem Fieber.

Patientinnen und Patienten mit Klappenersatz können nach Absprache mit dem ärztlichen MRT-Personal und gegen Vorlage des Klappenpasses gegebenfalls untersucht werden. In den meisten Fällen (Bioprothese) ist eine MR-Untersuchung problemlos möglich. Patientinnen und Patienten, die einen Koronar-Stent erhalten haben, können 4 bis 6 Wochen nach der Implantation untersucht werden. Bei schwangeren Frauen wird aus Sicherheitsgründen in den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft besonders genau überprüft, ob eine MR durchgeführt werden muss.