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Mammographie

Klinische Mammographie (Abklärung eines klinischen Verdachtes)

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Wo: Krankenhaus, Brustgesundheitszentrum, Hochparterre rechts
Wann: Nach Vereinbarung
Vormerkungen: Einheitliche Vormerkstelle, Tel. +39 0473 264 000
Zugang: Bewilligung durch Hausarzt/-ärztin bzw. Facharzt/-ärztin erforderlich
Indikation: Die Mammographie ist zur Abklärung von an der Brust auftretenden verdächtigen Veränderungen indiziert. Dabei geht es besonders um Veränderungen wie z.B. Knoten, Hauteinziehungen, Verziehungen der Brustwarze, Sekretion aus der Brustwarze und vergrößerte axilläre Lymphknoten. Sie ist als Früherkennungsmaßnahme für Frauen in der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren (s. "Screnning-Mammographie") in 2-jährigem Abstand vorgesehen. Risikofaktoren sind v.a. eine bereits durchgemachte Brustkrebserkrankung der Mutter oder Schwester. Nach brusterhaltenden Operationen dient die Mammographie zur Früherkennung eines Wiederauftretens der Brustkrebserkrankung. In den ersten 5 Jahren wird die erkrankte Brust jährlich kontrolliert.

Screening-Mammographie (Vorsorgeuntersuchungen)

Wo: Krankenhaus, Brustgesundheitszentrum, Hochparterre rechts
Wann: Nach Vereinbarung
Vormerkungen: Einheitliche Vormerkstelle, Tel. +39 0473 264 000
Zugang: Die Einberufung erfolgt automatisch über das landesweite Screening-Programm (Frauen in der Altergruppe von 50 bis 69 Jahren); keine Bewilligung erforderlich

Was passiert bei der Mammographie?

Bei der Mammographie werden im Vergleich zu anderen Röntgenuntersuchungen sehr weiche Röntgenstrahlen zur Bilderzeugung verwendet, da nur mit diesen eine ausreichende Unterscheidbarkeit (Kontrast) zwischen den in ihrer Dichte ähnlichen Weichteilgeweben der Brust (Fettgewebe, Drüsengewebe, Haut, Gefäße) zu erzielen ist. Die Strahlung wird durch einen Brennfleck erzeugt. Mittels Filter wird der für die Röntgenaufnahme optimale Strahlenanteil herausgefiltert. Ein kleiner Brennfleck (Fokus) ist erforderlich, da nur so eine scharfe Abbildung feinster Strukturen (Mikrokalk 0,1 mm) gewährleistet wird. Um die Schärfe des Bildes zu verbessern, muss eine Bewegung der Brust während der Röntgenuntersuchung vermieden werden. Es werden jeweils 2 Aufnahmen pro Brust angefertigt. Falls erforderlich, können zusätzliche Aufnahmen angefertigt werden.

Wie läuft eine Mammographie-Untersuchung ab?

Eine MRTA-Mitarbeiterin wird Sie während der Mammographie betreuen. Es ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Allerdings sollte am Tag der Untersuchung auf Deo und Puder verzichtet werden. Vorsorge-Untersuchungen sollten möglichst in der ersten Zyklushälfte erfolgen, da die Kompression dann weniger schmerzhaft und eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist. Komplikationen treten bei der Mammographie nicht auf.

Es ist kein Kontrastmittel notwendig. Lediglich falls eine Absonderung aus der Brustwarze auftritt, kann bei einer Galaktographie Kontrastmittel über eine dünne Sonde in den Milchgang eingebracht werden. Um die Schärfe des Bildes zu verbessern, muss die Bewegung der Brust während der Aufnahme vermieden werden. Hierzu wird die Brust zwischen dem Kassettenhalter, in dem die Filmkassette eingeschoben wird, und einem Plexiglas-Tubus komprimiert. Diese Kompression verringert nicht nur Bewegungsunschärfen bei der Aufnahme, sondern erhöht gleichzeitig den Kontrast und die Erkennbarkeit kleinster Strukturen. Eine gute Kompression verringert die Strahlenbelastung und dauert nur kurze Zeit.

Wann ist eine Mammographie nicht geeignet?

Absolute Kontraindikation gibt es bei der Mammographie nicht. Vor dem 35. Lebensjahr, insbesondere aber vor dem 20. Lebensjahr, sollte eine Mammographie jedoch wegen der Strahlenbelastung nur bei strengster Indikationsstellung (dringender Verdacht auf Brustkrebs) durchgeführt werden. Es sollte zuerst versucht werden, mittels Ultraschall eine Diagnose zu stellen. Bei einer Silikon-Aufbauplastik nach Brustamputation ist eine Mammographie nicht besonders aussagekräftig. Bei einer Vergrößerungsplastik ist jedoch zum Ausschluss von Brustkrebs eine Mammographie erforderlich.