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Krankenhaus Meran | 20.05.2019 | 16:08

Darmkrebs-Behandlung im Fokus

Vergangenen Freitag (17. Mai 2019) fand im Krankenhaus Meran unter Leitung von Prof. Pernthaler ein Kongress zu den neuen chirurgischen Möglichkeiten zur Behandlung des Rektumkarzinoms (Mastdarmkrebs) statt.

2. von re. Prof. Heinrich PernthalerZoomansicht2. von re. Prof. Heinrich Pernthaler

Prof. Heinrich Pernthaler, Primar der Chirurgie am Krankenhaus Meran, konnte als Kongresspräsident zahlreiche Ärzte aus Südtirol, Oberitalien und dem Ausland begrüßen, darunter Spitzenchirurgen wie Prof. W. Hohenberger aus der Universitätsklinik Erlangen - weltweit führend in der Entwicklung der onkologischen Chirurgie – , den Direktor der Universitätsklinik für Chirurgie Innsbruck, Dietmar Öfner-Velano, aus Treviso den Radiologen  Giovanni Morana, aus der Chirurgie Padua Salvatore Pucciarelli, sowie weitere ausgewiesene Experten von den Universitätskliniken Verona, Triest und weiteren führenden Fachabteilungen.

Im Mittelpunkt stand an diesem Tag ein Thema, das vielfach in der Gesellschaft noch mit einem Tabu behaftet ist: die Behandlung des Mastdarmkrebses, d.h., jenen Teil des Darmes, der besonders häufig von einem Tumor betroffen ist. Es ist nicht sehr lange her, dass die chirurgische Behandlung des Mastdarmkrebses regelmäßig einen bleibenden künstlichen Darmausgang notwendig gemacht hat. „Die Tumorchirurgie in Verbindung mit multimodalen Verfahren hat in den letzten Jahren entscheidende Fortschritte gemacht“, erklärt Prof. Pernthaler. „Eine frühzeitige Behandlung ist wünschenswert, diese kann durch Vorsorgeuntersuchungen ermöglicht werden. Die Erfahrung des Chirurgen sowie die gezielte Anwendung der Strahlen- und Chemotherapie ermöglichen heute eine bestmögliche Tumorbehandlung und gleichzeitig eine gute Lebensqualität.“ Für Prof. Pernthaler ist es wichtig, dass es einen Austausch auf hohem Niveau unter den Tumorchirurgen gibt – besonders bestimmte aktuelle Neuerungen müssen sehr kritisch beurteilt werden.

Für Generaldirektor Florian Zerzer stellten die Anwesenden ein Abbild von Europa dar: „Ich kann heute im schönen Meran Spitzenärztinnen und -ärzte aus Süd- und Nordtirol, aus dem Trentino und Dreivenetien und Bayern begrüßen. Immer wieder erlebe ich, dass wir im internationalen Austausch gut dastehen. Südtirol verwaltete die zugeteilten Mittel und Ressourcen bestmöglich und viele zufriedene Patientinnen und Patienten – auch von außerhalb - schätzen das. Wenn uns manchmal vorgeworfen wird, dass wir zu viel ausgeben für die medizinische Versorgung unserer Bevölkerung – dann kann ich dem nur entgegenstellen, dass andere wahrscheinlich zu wenig ausgeben.“

Auch Sanitätskoordinator Pierpaolo Bertoli bestätigt die gute Versorgung: „Obwohl der Trend in den letzten Jahren überall dazu geht, weniger stationäre Betten zur Verfügung zu stellen, haben wir heute mehr chirurgische Leistungen als vor einigen Jahren. Meran verfügt über eine chirurgische Versorgung auf hohem Niveau, die bis auf die Thorax- und Neurochirurgie das gesamte Spektrum garantieren kann.“

Die Themen des Kongresses reichten von der Diagnostik und Behandlungsstrategie bis hin zur neoadjuvanten Therapie, zu neuen Eingriffstechniken in der minimalinvasiven Chirurgie und zu konkreten Falldiskussionen, wann eine umfassende Operation erforderlich ist und wann zugewartet und beobachtet werden kann.


Presse-Informationen:

Sabine Flarer, Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen im Gesundheitsbezirk Meran, Tel. 0473 263 806, E-Mail: sabine.flarer@sabes.it

(SF)


GD Florian Zerzer re. Zoomansicht GD Florian Zerzer re.

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