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Im Blickpunkt | 24.02.2020 | 14:29

Morgengespräch Rai Südtirol zum Coronavirus

Dagmar Regele, Primarin des Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit, informiert im Interview beim Morgengespräch des Rai Südtirol über das Infektionsrisiko mit dem neuen Coronavirus COVID-19 (24.02.2020).

Morgengespräch des Rai Südtirol zum CoronavirusZoomansichtMorgengespräch des Rai Südtirol zum Coronavirus

Da die Inkubationszeit 14 Tage beträgt, sind strenge Notfallmaßnahmen angebracht, um die Ausbreitung möglichst zu verhindern oder einzuschränken. Ein hohes Infektionsrisiko besteht v.a. in einem Umfeld von einem Meter und bei einem Aufenthalt von mehr als einer halben Stunde im selben Raum. Ein erhöhtes Risiko haben u.a. Menschen, die kürzlich in den Risikozonen, also in China oder in den Provinzen Lombardei oder Venezien waren.

Für wen dies zutrifft und wer außerdem Fieber und grippeähnliche Symptome hat, solle zuhause bleiben und den Hausarzt telefonisch verständigen.

Im Ernstfall wird die Person isoliert, enge Kontaktpersonen werden ausfindig gemacht und bleiben 14 Tage Zuhause. Isoliert werden auch Personen, die aus den aktuellen Risikogebieten in China sowie aus den Infektionsherden der norditalienischen Gemeinden kommen.

Die Gefährlichkeit des COVID-19 liegt in der sehr hohen Zahl der auftretenden Komplikationen. Laut Statistik sterben zwei bis drei Prozent der Infizierten, wobei die Todesfälle stark von Altersgruppe und Vorerkrankungen abhängig sind. Für den Großteil der Bevölkerung ist das Virus aber nur so gefährlich wie eine normale Grippe. Deshalb, so Regele, sind in den meisten Fällen die Sorgen in Südtirol unbegründet. Trotzdem sei es wichtig, dass die Bevölkerung gut informiert ist.

Das Morgengespräch ist nachzuhören auf der Seite http://www.raibz.rai.it/podcast/deu/morgentelefon/morgentelefon.xml).

 

(VW)



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