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Krankenhaus Brixen | 27.05.2021 | 11:49

Das Krebsforschungsprojekt P-CARE ist nun auch im Krankenhaus Brixen gestartet

Trotz der schwierigen Zeiten, die durch die COVID-19-Pandemie entstanden sind, bleibt die Krebsforschung nicht stehen. P-CARE, ist ein neues grenzüberschreitendes europäisches Projekt zwischen Italien und Österreich zum Thema Krebs und Resistenz gegen Therapien, an dem auch der Gesundheitsbezirk von Brixen beteiligt ist.

P-CareZoomansichtP-Care

Trotz der Fortschritte, die in den letzten Jahrzehnten in der Behandlung von Krebs gemacht wurden, ist eine der großen Herausforderungen nach wie vor die Resistenz von Tumoren gegen Chemotherapie oder gegen die neueste Generation von Therapien. Genau diese Fähigkeit einiger bösartiger Zellen, nicht auf Behandlungen anzusprechen, gehört zu den Hauptursachen für Krankheitsrückfälle und Krebstodesfälle.

P-CARE, eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen italienischen und österreichischen Forschungseinrichtungen, die in den Bereichen Genetik, Biotechnologie und klinische Onkologie tätig sind, hat sich dieser Herausforderung gestellt. Finanziert von der Europäischen Union, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Interreg VA Italien-Österreich Programm 2014-2020, werden die P-CARE Partner eine gemeinsame Technologieplattform zur Identifizierung von Medikamenten entwickeln, um Tumore, die gegen konventionelle Krebstherapien resistent sind, zu resensibilisieren und Resistenzen gegen Immuntherapie zu überwinden.

Dabei fangen die P-CARE-Partner nicht bei null an. Tatsächlich wurde der Grundstein für das Projekt durch eine frühere Interreg-Initiative zwischen Italien und Österreich gelegt, das PreCanMed-Projekt, das als P-CARE durch den EU-Fonds für regionale Entwicklung finanziert wurde. Aufbauend auf dieser Erfahrung implementieren die P-CARE-Partner neue innovative Technologien und neue Methoden für das Wirkstoffscreening, die durch Entwicklung effektiverer therapeutischer Strategien unterstützt werden.

Vier Exzellenzzentren für die Erforschung und Behandlung von Krebs sind an dem Projekt beteiligt: die Universität Triest für Friaul-Julisch Venetien und der Südtiroler Sanitätsbetrieb, das Austrian Drug Screening Institute (ADSI) in Innsbruck zusammen mit der Medizinischen Universität Innsbruck in Österreich.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb ist mit den beiden Bezirken Bozen und Brixen als Partner an dem Projekt beteiligt. Im Bezirk Brixen ist die Interdisziplinäre Onkologische Tagesklinik unter der Leitung von Dr. Gilbert Spizzo beteiligt, die zur Abteilung für Innere Medizin gehört unter der Leitung von Dr. Othmar Bernhart und der Biologischen Studienkoordinatorin Dr. Claudia Mazzarisi. Ebenfalls beteiligt sind die Abteilungen und Dienste der Chirurgie mit dem Prim. Dr. Josef Widmann und die Abteilung für Gynäkologie mit der Prim. Dr. Sonia Prader.

Dr. Spizzo, wissenschaftlicher Koordinator des Projekts, sagt: "Dank der hervorragenden Zusammenarbeit der beteiligten Parteien und der wachsenden klinischen und wissenschaftlichen Kooperation mit dem Krankenhaus Bozen geht die Rekrutierung zügig voran. Ein sekundäres, aber nicht weniger wichtiges Ziel, das bereits erreicht wurde, ist die Förderung einer Kultur der Multidisziplinarität und klinischen Forschung in unserem Betrieb." 

 

Lesen Sie mehr über das Projekt und besuchen Sie www.p-care.eu

 

 

 

Informationen für die Medien:

Amt für Bürgeranliegen - Gesundheitsbezirk Brixen - Tel. 0472 812145

 

 

(HP)



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