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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 16.06.2021 | 15:29

„Ein wichtiges Signal“

Nach Innichen und Sterzing besuchten Landesrat Thomas Widmann und Generaldirektor Florian Zerzer heute (16. Juni) nun das Krankenhaus Schlanders. Der Anlass: die Vorstellung von Kurt Habicher und Daniele Misuri, ihres Zeichens neu ernannte Primare der Anästhesie bzw. der Allgemeinen Chirurgie.

(v.l.) Herbert Heidegger, Thomas Widmann, Daniele Misuri, Florian Zerzer, Kurt Habicher, Irene Pechlaner, Robert RainerZoomansicht(v.l.) Herbert Heidegger, Thomas Widmann, Daniele Misuri, Florian Zerzer, Kurt Habicher, Irene Pechlaner, Robert Rainer

Bei seinem Amtsantritt ließ Thomas Widmann keinen Zweifel daran, dass die Krankenhäuser Innichen, Sterzing und Schlanders weiterhin eine zentrale und unverzichtbare Rolle in gesundheits- wie strukturpolitischer Hinsicht bedeuten und durch ihre Erhaltung die Grundversorgung aufgewertet wird.
Für den Landesrat war es von Anfang an wichtig, ein klares Signal für die Aufwertung der kleinen Strukturen zu geben: „Diese hochkompetenten Personen in Schlüsselfunktionen sind es, die neues ärztliches Personal anziehen und so die Entwicklung und den Fortbestand der jeweiligen Abteilungen sicherstellen. Das Ziel dahinter ist die Aufwertung des Territoriums und der langfristige Erhalt des Krankenhauses, das unter anderem 35.000 Personen im Einzugsgebiet versorgt und zudem hunderte Arbeitsplätze im Tal sicherstellt.“

Kurt Habicher, seit rund einem Jahr Primar der Anästhesie am Krankenhaus Schlanders, ist im Vinschgau kein Unbekannter: Seit 1994 im Südtiroler Sanitätsbetrieb als Facharzt für Anästhesie und Wiederbelebung tätig, konnte er verschiedene Abteilungen in den Krankenhäusern von Bozen, Meran und Schlanders kennenlernen. Im Vinschgau ist der gebürtige Malser seit 2006 tätig, zuerst als Leiter der einfachen Struktur „Subintensiv und Notfallmedizin“, seit der Pensionierung des ehemaligen Primars Anton Theiner 2018 als geschäftsführender Primar des Dienstes.
1962 geboren, erlangte Habicher 1989 in Innsbruck das Doktorat in Medizin, es folgte die Facharztausbildung in Padua. Auslandsaufenthalte, unter anderem in hochspezialisierten Kliniken in Österreich und Deutschland, vervollständigten den Werdegang. Doch dem Neo-Primar lagen und liegen auch freiwillige Einsätze am Herzen: So ging er 1989 für sechs Monate nach Südafrika, einige Jahre später folgten Auslandseinsätze in Indien und Brasilien. Seit 2002 ist er Mitglied im Landesrettungsverein Weißes Kreuz, lange Jahre als Sektionsleiter in Mals, später als Vorstandsmitglied und Mitverantwortlicher für die Ausbildung, seit 2016 als Sektionsleiterstellvertreter der Sektion Mals.

Daniele Misuri, seit Mitte November Primar der chirurgischen Abteilung, stammt aus Florenz und kennt Südtirol gut: Jahrgang 1961, hat bereits in den Krankenhäusern von Bozen und Schlanders sowie in der Marienklinik gearbeitet. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit, die chirurgische Abteilung im Krankenhaus Schlanders leiten zu dürfen: „Ich habe gesehen, dass Schlanders keinen Vergleich scheuen muss, wir befinden uns hier nicht in der Peripherie“, zollt Misuri dem Krankenhaus und seinem Team Respekt.
Misuri hat dort in Florenz sein Medizinstudium sowie beide Facharztausbildungen absolviert. Im Laufe seiner langjährigen Karriere hat er unter anderem große Erfahrung in den Bereichen Gefäß- und Tumorchirurgie, Organspende, Notaufnahme und Traumatologie erworben. Für einige Monate führte ihn seine Tätigkeit auch nach Somalia, wo er als verantwortlicher Chirurg neben der OP-Tätigkeit auch für die Geburtshilfe und Cholera-Eindämmung verantwortlich war.
Der neue Chirurgie-Primar spricht Deutsch, er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Bezirksdirektorin Irene Pechlaner hebt besonders die Rolle von Primar Habicher während Corona hervor: „Er war der Verantwortliche der Intensivstation und hat sehr gut mit allen Beteiligten zusammengearbeitet. Ich schätze seine ruhige und kompetente Art sehr.“ Über die Ernennung von Primar Daniele Misuri freut sie sich ebenfalls: „Er hat sich sehr gut in das Team integriert und leistet eine exzellente Versorgung der chirurgischen Patientinnen und Patienten.“

Der ärztliche Direktor Robert Rainer kann dies nur bestätigen und attestiert den beiden langjährigen Fachärzten: „Mit Primar Habicher arbeite ich schon seit vielen Jahren zusammen, ich schätze an ihm, dass er nicht lang redet, sondern handelt - und das absolut zuverlässig. Primar Misuri ist es gelungen, in der kurzen Zeit, die er hier ist, neue Akzente zu setzen und der Bevölkerung zu zeigen, dass die chirurgische Versorgung hier in Schlanders auf einem sehr hohen Niveau ist. Damit gewinnt unser Krankenhaus an Profil und Attraktivität.“

Generaldirektor Florian Zerzer freut es, dass im Krankenhaus Schlanders mit Kurt Habicher eine gut funktionierende Zusammenarbeit und Kontinuität erhalten bleibt: „Der neue ‚alte‘ Primar kennt die Patienten, Mitarbeiter und das Haus – ja, das gesamte Tal. Er bringt sehr viel Erfahrung, auch in der notärztlichen Tätigkeit, mit ein und ich bin sicher, dass gerade in schwierigen Zeiten wie diesen ein Mensch mit einem guten Durchblick sehr wertvoll ist in der Leitung eines Dienstes.“ Was die Ernennung von Primar Misuri betrifft, so freut es auch ihn, dass es gelungen ist, einen erfahrenen und kompetenten Facharzt und guten Organisator an das Krankenhaus Schlanders zu holen. Gleichzeitig dankte er Stefan Haumer, der die letzten Jahre die Geschicke der Chirurgie in Schlanders mit viel Einsatz geleitet hat und nun Vizeprimar in Schlanders sein wird.

(SF)



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