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Coronavirus – Mitteilung des Sanitätsbetriebes | 23.12.2021 | 16:22

Corona-Krankenhauseinweisungen: Meist jung und ungeimpft - Booster schützt

Fast zehnmal so viele Ungeimpfte als Geimpfte, gemessen am jeweiligen Anteil an der Gesamtbevölkerung, befinden sich in Südtirols Krankenhäusern in Behandlung. Die wenigen Geimpften mit schweren Covid-19-Verläufen sind fragile Patienten mit schweren Begleiterkrankungen und einem Abstand zur Impfung von über 200 Tagen.

Foto: SabesZoomansichtFoto: Sabes

Die jüngsten Daten zum Impfstatus der Covid-19-Patienten in den Normal- und Intensivstationen bestätigen die Beobachtungen der Vorwochen: Schwere Krankheitsverläufe betreffen vorwiegend ungeimpfte und verhältnismäßig junge Patientinnen und Patienten. Anfällig für Impfdurchbrüche sind hingegen vorwiegend Personen über 70 Jahre, die ihren Impfzyklus vor mehr als 6 Monaten (227 Tagen) abgeschlossen haben und deren Impfschutz somit bereits nachgelassen hat. Die Daten bestätigen somit die Wirksamkeit der Impfung, aber auch die Wichtigkeit einer möglichst frühen Auffrischungsimpfung.

Stichtag 21.12.2021 sind in den Südtiroler Krankenhäusern insgesamt 94 Personen mit Covid-19 stationär untergebracht. Von diesen sind 67 Personen ungeimpft und 27 geimpft.
Von den 17 auf der Intensivstation untergebrachten Covid-19-Erkrankten sind 15 ungeimpft und 2 geimpft.
Bei den 77 auf der Corona-Normalstation Untergebrachten sind 52 ungeimpft und 25 geimpft. Hochgerechnet benötigten somit auf 100.000 ungeimpfte Personen 74,3 eine Betreuung auf der Covid-Normalstation und 21,4 intensivmedizinische Betreuung.

Bei den Geimpften liegt dieses Verhältnis bei 6,3 zu 100.000 auf der Normalstation beziehungsweise 0,5 zu 100.000 auf der Intensivstation. Bei Letzteren handelte es sich ausschließlich um besonders gefährdete Personen mit schweren Begleiterkrankungen.

Die schützende Wirkung der Impfung wird besonders deutlich, wann man die Altersgruppen betrachtet.
Von den stationär aufgenommenen Corona-Patienten unter 70 Jahre sind 38 ungeimpft und 6 geimpft. Das entspricht einer Hospitalisierungsrate gerechnet auf 100.000 von 59,1 bei den Ungeimpften und 1,8 bei den Geimpften.
50 eingelieferte Patienten sind über 70 Jahre alt, 21 davon sind geimpft, 29 ungeimpft. Hochgerechnet auf 100.000 ergibt das eine Hospitalisierungsrate von 510 bei den Ungeimpften und 28,2 bei den Geimpften.
All diese Daten zeigen ein klares Bild: Das Risiko an Corona zu erkranken und anschließend im Krankenhaus oder gar auf der Intensivstation zu landen, ist für Nichtgeimpfte um ein Vielfaches höher als für Geimpfte.
Der Südtiroler Sanitätsbetrieb wird im Sinne der Transparenz die Zahlen der geimpften und ungeimpften Covid-19-Patienten wöchentlich veröffentlichen.

(PAS)



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