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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 27.05.2022 | 09:57

29. Mai 2022: Gesamtstaatlicher Tag gegen den Schmerz

Alljährlich wird in Italien Ende Mai der nationale Tag gegen den Schmerz begangen („Giornata Nazionale del Sollievo“). Damit soll die Bevölkerung für das Thema Schmerzen jedweder Natur – auch seelischer - und deren Linderung sensibilisiert werden. Besonders wichtig für jene, die sich aufgrund einer unheilbaren Krankheit in der letzten Phase ihres Lebens befinden.

Foto: 123rfZoomansichtFoto: 123rf

Der nationale Tag gegen den Schmerz wird in diesem Jahr bereits zum 21. Mal begangen. Dieser Tag zielt darauf ab, die Bevölkerung durch Informationen sowie durch Sensibilisierungs- und Solidaritätsveranstaltungen für die Linderung von körperlichen und seelischen Leiden von Kranken zu sensibilisieren. Dies besonders im Hinblick auf all jene, bei denen Heilung nicht mehr möglich ist, sehr wohl aber eine Linderung der Schmerzen.

„Es ist wichtig, dieses Themenfeld etwas mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, unterstreicht Massimo Bernardo, Direktor der betrieblichen komplexen Struktur Palliative Care im Südtiroler Sanitätsbetrieb. „Auch wir als Dienst haben in den vergangenen Jahren diesen Tag immer zum Anlass genommen, um durch verschiedene Veranstaltungen die Themen Schmerz- und Palliativmedizin der Öffentlichkeit bewusster zu machen. In den vergangenen zwei Jahren war dies aufgrund der Pandemie leider nicht möglich.“

Auch in diesem Jahr ist das Veranstaltungsprogramm italienweit noch etwas reduziert. So entfällt etwa die Pressekonferenz zur Verleihung des Preises „Gerbèra d'oro“ (eine Auszeichnung, die von der Stiftung "Gigi Ghirotti"sowie der Konferenz der Regionen und Autonomen Provinzen an einen Sanitätsbetrieb oder an ein Wissenschaftliche Krankenhaus- und Pflegeinstitut (Istituti di Ricovero e Cura a Carattere Scientifico – IRCCS) vergeben wird. Es sind dies Sanitätsbetriebe oder Institute, die sich durch das gute Funktionieren von persönlichen Dienstleistungen, einschließlich der Schmerztherapie, ausgezeichnet haben und damit einen konkreten Beitrag zur Entwicklung einer Kultur der Linderung von körperlichen und seelischen Leiden geleistet haben.

In Bozen wird anlässlich des Tages ein Fortbildungsseminar mit dem Titel „Worte und Vertrauen - die zwei Säulen guter Pflege“ für Ehrenamtliche und Pflegekräfte im Palliativbereich veranstaltet, in dessen Rahmen auch verschiedene Workshops stattfinden.
Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit der Vereinigung „Il Papavero - der Mohn“ organisiert, welche die Palliativmedizin unterstützt.
Referent wird Sandro Spinsanti sein, Professor für Medizinethik und italienweit bekannter Autor zahlreicher Bücher.
Zentrales Thema des Seminars wird die Palliativpflege sein, „bei der die Linderung von Leiden und die Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Person im Vordergrund stehen“, wie es im Text zur Veranstaltung heißt.
Denn die Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen im fortgeschrittenen Stadium sowie die Linderung ihrer seelischen und körperlichen Schmerzen ist eine Aufgabe, der sich medizinisches und pflegendes Personal nicht nur einen Tag, sondern das gesamten Jahr über widmen.

(PAS)



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