Lars Gummich, Urologe im Krankenhaus Meran

Lars Gummich, Urologe im Krankenhaus Meran
Lars Gummich, Urologe im Krankenhaus Meran

Lars Gummich ist einer, der den Weg zum notwendigen Zweisprachigkeitsnachweis gegangen ist, noch bevor die Sprachprojekte im Südtiroler Sanitätsbetrieb angelaufen sind.

Den Urologen, der seit 2018 im Krankenhaus Meran beschäftigt ist, hat es aus privaten Gründen nach Südtirol verschlagen.

„Mir war von Beginn an klar: Wenn ich nach Italien ziehe, dann will ich auch Italienisch sprechen und mich mit meinen italienischen Kolleginnen und Kollegen unterhalten können“, so Gummich. Bereits zuhause in Deutschland absolviert er einen Italienischkurs. In Südtirol angekommen, schreibt er sich gleich in einen Anfängerkurs ein und macht online weiter, als Corona kommt. Bereits nach einem Jahr beherrscht Gummich die medizinischen Fachbegriffe in Italienisch soweit, dass die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten sowie mit Kolleginnen und Kolleginnen gut funktioniert. „Ich wollte aber mindestens C1- oder C2-Niveau erreichen, das war mir wichtig – für mich ganz persönlich.“

Also lässt er nicht locker und absolviert 2022 einen Intensivsprachkurs, bei dem ihn der Sanitätsbetrieb finanziell unterstützt. Schließlich legt er nach knapp vier Jahren – bedingt durch die Unterbrechung durch Corona – die Sprachprüfung am Dante-Alighieri-Institut in Innsbruck nach dem PLIDA-System ab und erhält das entsprechende Zertifikat, das auch vom Südtiroler Sanitätsbetrieb anerkannt wird. „Ich muss zugeben“, gesteht Gummich abschließend, „es war schon sehr anstrengend, neben der Arbeit, neben der Familie – unsere zwei Kinder waren noch recht klein – diesen Weg zu gehen.“