Im Dienste der Frauen

18.04.2024, 13:30

Tagungen sind eine gute Gelegenheit, Neues aus dem eigenen Fachbereich zu erfahren und zu sehen, wie erfahrene Koryphäen arbeiten. Die beiden Gynäkologie-Primare von Brixen und Bozen, Sonia Prader und Martin Steinkasserer, organisierten jeweils im Februar in Brixen und Bozen eine Tagung zum Thema Geburtshilfe und gynäkologische Onkologie.

Primarin Sonia Prader (links) bei der Diskussion.
Primarin Sonia Prader (links) bei der Diskussion.

Den Anfang machte am 2. Februar Primarin Sonia Prader, die den Kongress „Dialoge in der Geburtshilfe“ mit Fachleuten aus dem In- und Ausland organisierte. Hauptthema war die integrierte geburtshilfliche Betreuung von Schwangeren mit hohem und niedrigem Risiko: „Eine Schwangerschaft ist im Allgemeinen ein freudiges Ereignis. Manchmal kommt es jedoch zu Komplikationen, da ist es wichtig, dass das Gesundheitspersonal in der Lage ist, Krankheitsbilder vom ersten Trimester bis zur Geburt zu erkennen.“ Südtirol, so die Primarin, biete diagnostische und therapeutische Ansätze auf höchstem Niveau und in Übereinstimmung mit den internationalen Behandlungsrichtlinien. „In seltenen Fällen, in denen vor Ort keine Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, ermöglicht es ein überregionales Netzwerk von Fachpersonal, den Müttern und ihren Kleinen einen Betreuungspfad zu garantieren, der den besten Ansatz für die Mutter-Kind-Bindung darstellt.“

Den zweiten Gynäkologen-Kongress eröffnete der Primar der Gynäkologie Bozen, Martin Steinkasserer, am 23. Februar in Bozen: Diesmal ging es um die neuesten Behandlungsansätze bei gynäkologischen Krebserkrankungen. Steinkasserer freute sich sehr über die illustre Riege der Redner, ganz besonders über den Ordinarius der Gemelli-Klinik in Rom, Prof. Giovanni Scambia: „Dieser ist weltweit als Experte bekannt, ihn als Referent zu gewinnen, ist eine große Ehre für uns, denn seine Ansätze sind international angesehen.“

Der neue Landesrat für Gesundheit, Hubert Messner, nutzte die Gelegenheit und nahm – zusammen mit Sanitätsdirektor Josef Widmann – an der Tagung teil. Für Messner sind es gerade hochqualifizierte wissenschaftliche Fortbildungen wie diese, die zum einen für das Personal wichtig sind, zum anderen aber auch dazu beitragen, dass Südtirol für auswärtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiv ist. Sanitätsdirektor Widmann bekräftigte die Wichtigkeit einer exzellenten und zentralen Betreuung gerade in der gynäkologischen Tumorchirurgie, hier könne sich Südtirol mit den führenden Zentren für Frauenheilkunde in Europa messen.

Sabine Flarer