Begriffserklärungen
Was ist eine Computertomografie?
Die Computertomografie, kurz CT wurde vor etwa 25 Jahren von einem Physiker und einem Arzt entwickelt. Das Grundprinzip der Computertomographie hat sich bis heute nicht wesentlich geändert: ein System aus Röntgenröhren und gegenüberliegenden empfindlichen Detektoren rotiert während der Aufnahme um den Patientenkörper. Die Daten werden mit einem Computer zu Scheibchenbildern zusammengerechnet, welche von einem/r Radiologen/in einzeln betrachtet werden. Ähnlich wie auf Röntgenbildern stellen sich Knochengebilde zum Beispiel sehr hell dar, Luft dagegen ist im Allgemeinen schwarz dargestellt. Die Scheibchendicke kann nahezu frei gewählt werden, üblich sind 1 - 8 mm.
Die Geschwindigkeit der neuen CT-Generation verändert nichts daran, dass die meisten Erkrankungen besser mit einem Kontrastmittel, teilweise sogar nur mit Kontrastmittel erkannt und dargestellt werden können. Auf die Gabe von Kontrastmitteln kann also weiterhin nur selten verzichtet werden. Aber: je schneller das CT, desto weniger Kontrastmittel wird benötigt. Auch darin liegt der Vorteil der neuen Technik.
Der gezielte Einsatz der Computertomografie ist häufig lebensrettend oder zumindest für die Behandlung richtungsweisend. Besteht der Verdacht auf eine Hirnblutung z.B. nach einem Unfall, so kann diese Blutung durch Computertomografie ausgeschlossen werden, ohne dass dem/r PatientIn eine weitere Verletzung durch eine entsprechende Untersuchung zugemutet werden muss. Gerade der Computertomograph, ein sogenanntes medizinisches Großgerät, hat umwälzende Impulse auf vielen Gebieten der Medizin bewirkt. Gerade vor diesem Gerät empfinden viele PatientInnen ein gewisse Scheu, ja manchmal Angst und Furcht.
Den radiologischen Methoden gemeinsam ist die zu vermeidende Belastung des/r Patienten/in mit Röntgenstrahlen. Diese sind als solches schädlich, nur muss unterschieden werden, in welchem Ausmaß der/die PatientIn geröntgt wird und damit einer Strahlenbelastung ausgesetzt werden muss. Sehr strenge, durch den Gesetzgeber vorgegebene Vorschriften müssen eingehalten werden, um den/die PatientIn von unnötiger Strahlenbelastung zu schützen. Es gilt immer der Grundsatz: "So wenig wie möglich, aber soviel wie notwendig röntgen!"
Jede Verletzung im Berufsleben, im Haushalt, im Verkehr oder in der Schule wird geröntgt, um Verletzungen des Knochensystems auszuschließen, ebenso um in die Muskulatur eingetretene Fremdkörper zu identifizieren. Auch entzündliche Knochenveränderungen können mit Röntgenmethoden gut erfasst werden. Gerade bei Knochenveränderungen genügt oft die Aufnahme der betreffenden Körperregion in zwei Ebenen, um die Diagnose zu sichern. Werden Blutgefäße verletzt, z.B. durch Verletzungen abgerissen oder verschlossen, so lassen sich durch die Einspritzung von Kontrastmitteln diese sichtbar machen und röntgenologisch darstellen. Diese Methode hat nicht selten dazu beigetragen, ein Bein oder einen Arm oder eine Hand nicht abtrennen zu müssen.
Als zweites Großgerät verfügt unsere Abteilung über einen Magnetresonanztomografen (MRT), der mit Magnetfeldern und ohne Röntgenstrahlen arbeitet, daher nicht schädlich ist.
Was ist eine Magnetresonanztomografie (kurz MRT)?
Die Magnetresonanztomografie (= Kernspintomografie, KST) ist ein Verfahren, mit dem Schnittbilder vom Körper und von einzelnen Organen hergestellt werden können. Das Verfahren arbeitet mit einem starken Magnetfeld, in das der/die PatientIn gelegt wird. Die Stärke des Magnetfeldes, das dabei benötigt wird, entspricht etwa dem eines Magneten, mit dem Autos auf dem Schrottplatz getragen werden können. Daher ist diese Untersuchung für einige PatientInnen nicht geeignet, die bestimmte Metallteile tragen, wie zum Beispiel Herzschrittmacher.
Beim MRT werden Hochfrequenzwellen gemessen, die aufgrund der magnetischen Kernresonanz von angeregten Kernspins im Körper bei ihrer Rückkehr in die Ausgangslage abgegeben werden. Aus diesen Hochfrequenzwellen lassen sich durch komplizierte Berechnungen Bilder vom menschlichen Körper erstellen.
Ist MRT schädlich? Nein. Die MRT benötigt keine Röntgenstrahlung oder Radioaktivität und ist somit auch bei häufigen Kontrolluntersuchungen nicht schädlich. Dadurch ist sie auch sehr gut für die Untersuchung von Kindern geeignet.
Was ist eine Mammographie?
Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust, mit deren Hilfe auch verdächtige Veränderungen, die selbst ein erfahrener Arzt noch nicht ertasten kann, festgestellt werden können.
Bei der Untersuchung werden meistens zwei Röntgenaufnahmen der Brust aus unterschiedlichen Aufnahmewinkeln erstellt. Bei der einen Aufnahme wird der Röntgenstrahl von oben durch die Brust geleitet. Das zweite Bild wird seitlich oder schräg aufgenommen.
Um bei jeder Röntgenaufnahme ein möglichst präzises Bild zu erhalten, wird die Brust durch eine spezielle Vorrichtung vorsichtig zusammengedrückt (Kompression). Diese Kompression kann unter Umständen etwas unangenehm sein, doch sie sollte nicht schmerzen. Eine gute Kompression verringert die für die Mammographie notwendige Strahlendosis erheblich. Details lassen sich so besser erkennen: Bösartige Veränderungen können durch eine gute Kompression wesentlich besser aufgespürt werden, da gutartiges Gewebe auseinandergedrückt wird, während bösartige Veränderungen als Herde oder klare Verkalkungen hervortreten.
Die Mammographie ist sicher. Seit über 25 Jahren wird die Mammographie bei Millionen von Frauen durchgeführt. Wie bei allen Röntgenaufnahmen werden Sie auch hier einer gewissen Strahlung ausgesetzt, doch diese Dosis ist äußerst gering und schadet Ihnen nicht.
Die Mammographie ist genau. Die Mammographie ist die zuverlässigste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Ein Tumor kann sehr häufig bereits erkannt werden, wenn er noch extrem klein und nicht zu ertasten ist, schon bevor bösartige Zellabsiedlungen erfolgt sind. Heute können mit der Mammographie etwa 85 Prozent aller Brustkrebserkrankungen über 5 mm Durchmesser aufgespürt werden.
Das polyvalente Röntgengerät
Das polyvalente, voll digitalisierte Gerät wird in einer Vielzahl von Untersuchungen eingesetzt, unter anderem für Durchleuchtungen des Lungen- und Bauchraumes, bei Magen-Darmerkrankungen, Nieren- oder Rückenmarkspathologien. Weiters werden Venen und Arterien untersucht, um eventuelle Thrombosen oder Arterienverschlüsse feststellen zu können.
Letzte Aktualisierung: 12/05/2025