"Die Notaufnahme ist die Visitenkarte der Krankenhäuser"

31.10.2025, 08:00

Heute, 31. Oktober, endete die 13. Tagung des "Congresso Triveneto" der Italienischen Gesellschaft für Notfallmedizin (SIMEU) im Hotel Sheraton in Bozen.

V.l.n.r.:  Arian Zaboli, Elisa Pontoni, Norbert Pfeifer, Elena Carion, Vito Cianci und Umberto Tait (Foto: Sabes/Rocco Leo)
V.l.n.r.: Arian Zaboli, Elisa Pontoni, Norbert Pfeifer, Elena Carion, Vito Cianci und Umberto Tait (Foto: Sabes/Rocco Leo)

Diese zwei Tage waren ein Muss für alle Berufsfiguren aus Südtirol und der Region Dreivenetien, die in der Notfallmedizin arbeiten. Das Programm der 13. Tagung der SIMEU („Società italiana Medicina d’Emergenza-Urgenza“) trug den Titel “Notfallmedizin 3.0: die Herausforderungen unserer Zeit“ und behandelte aktuelle Themen wie die Zukunft des Arzt- und Pflegeberufs im Notfallbereich, aber auch das Thema Künstliche Intelligenz und Ethik.

„Die Notaufnahme ist für jeden Sanitätsbetrieb die erste Anlaufstelle und zugleich die Visitenkarte gegenüber der Bevölkerung. Mit rund 300.000 Zugängen pro Jahr gehört Südtirol zu den Spitzenreitern in Italien. Diese Zahlen zeigen die zentrale Bedeutung des Bereichs, aber auch die bestehenden Herausforderungen: der Mangel an spezialisiertem Personal im Bereich Notfallmedizin, das teilweise unzureichende Angebot an fachärztlicher Versorgung vor Ort und ein nicht immer optimal funktionierender Filter auf vor Ort führen dazu, dass viele Bürgerinnen und Bürger direkt den Zugang zur Notaufnahme wählen“, so Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann.

„Es ist uns eine große Freude, dass der Kongress der SIMEU Triveneto hier in Bozen stattfindet“, so Verwaltungsdirektor Dr. Luca Armanaschi. „Bei dieser Gelegenheit werden klinische und organisatorische Best-practice-Beispiele verschiedener Regionen aufgezeigt. In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz und technologische Innovation Behandlungsabläufe tiefgreifend verändern, bleibt der wahre Wert der Faktor Zeit – Zeit, die wir den Patientinnen und Patienten widmen und in der wir diese in die Abläufe einbinden. Ebenso wichtig ist uns ein sicheres Arbeitsumfeld für die Beschäftigten in der Notaufnahme, welche rund um die Uhr mit Professionalität und Hingabe auch komplexe Situationen handeln müssen. Dabei besteht oft das Risiko verbaler, und leider auch manchmal physischer Gewalt. Nur durch gemeinsamen Austausch, durch Weiterbildung und Teilen der Erkenntnisse können wir einen öffentlichen Gesundheitsdienst stärken, der sich durch Qualität, Menschlichkeit und Sicherheit den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber auszeichnet.“

„Die Tagung entspricht unserem Wunsch, dem Gesundheitspersonal unseres Landes eine ständige kulturelle und qualitative Weiterentwicklung zu ermöglichen“, so Dr.in Elena Carion, geschäftsführende Primarin der Notaufnahme am Krankenhaus Bozen und Mitorganisatorin der Tagung. „Sie bietet eine wertvolle Gelegenheit, sich zu treffen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Im Eröffnungsteil wurden die neuen Leitlinien des kardiologischen Bereichs besprochen, es folgten Themen der Innovation wie zur Künstlichen Intelligenz, die im Notfallbereich eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Aber auch die  Organisation von Großevents, wie z.B. die kommenden olympischen Winterspiele, die vor unserer Tür stehen, wurden behandelt.“

Dr. Norbert Pfeifer, Primar der Notaufnahme am Krankenhaus Meran, freut sich ebenso über den Austausch: „Diese Tagung ist eine sehr gute Gelegenheit, um mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Regionen über die Neuerungen der Notfallmedizin zu sprechen – auch, wohin die Reise geht, gerade in Zeiten der Künstlichen Intelligenz und des Fachkräftemangels.“

„Die 13. Tagung der SIMEU widmet sich der Notfallmedizin in interdisziplinärer Sichtweise: Es gibt neue Richtlinien für die Reanimierung, Abläufe, die für verschiedene Berufsgruppen gelten und rd wird der Fokus auf die Notaufnahmen gesetzt, all dies hat ein Ziel: Qualität und Sicherheit des Patienten“, so Dr. Arian Zaboli, Stabsstelle für die Krankenhausversorgung der Pflegedirektion.

Den Abschluss bildete die Prämierung der besten wissenschaftlichen Poster. Damit sollen Forschung und Innovation sowie die wissenschaftlichen Aktivität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefördert werden.

Presse-Informationen:
Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb, Tel. 366 69 82268

RL/SF

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