Gesundheitsversorgung rückt noch näher

02.04.2026, 13:00

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb baut die wohnortnahe Gesundheitsversorgung weiter aus. Mit 1. April sind in den künftigen Gemeinschaftshäusern in Brixen und Klausen die Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten (AKD) in Betrieb gegangen.

Freuen sich über die Eröffnung des Ambulatoriums für kleine Dringlichkeiten: Dr.in Carina Elizbeht Urrejola (Ärztin AKD), Dr.in Elisabeth Montel (Bezirksdirektorin), Dr.in Judith Gostner (Pflegedienstleiterin), Dr.in Christina Troi (Sanitätskoordinatorin), Dr.in Christine Engl (Direktorin des Amtes für Verwaltungsaufgaben des Sprengels), Stefania Negro (Pflegekoordinatorin)
Freuen sich über die Eröffnung des Ambulatoriums für kleine Dringlichkeiten: Dr.in Carina Elizbeht Urrejola (Ärztin AKD), Dr.in Elisabeth Montel (Bezirksdirektorin), Dr.in Judith Gostner (Pflegedienstleiterin), Dr.in Christina Troi (Sanitätskoordinatorin), Dr.in Christine Engl (Direktorin des Amtes für Verwaltungsaufgaben des Sprengels), Stefania Negro (Pflegekoordinatorin)

Die Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten (AKD) sind Teil der Gesundheitsversorgung, die in den zukünftigen Gemeinschaftshäusern angeboten werden. Diese sind in mehreren Orten Südtirols bereits im Bau oder Ausbau und sollen in den kommenden Wochen und Monaten eröffnet werden.

Mit 1. April 2026 wurde in Brixen und Klausen nun der erste Schritt zur Eröffnung der Gemeinschaftshäuser gemacht, indem die Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten dort ihren Betrieb aufgenommen haben. Behandelt werden dort dringende, jedoch nicht schwerwiegende gesundheitliche Probleme, für die eine rasche Abklärung zwar notwendig ist, die jedoch keinen Besuch der Notaufnahme erfordern. Dieses neue Angebot für Patientinnen und Patienten stellt eine ergänzende Versorgung für kurzfristige medizinische Anliegen dar und soll die Notaufnahme in den Krankenhäusern entlasten. Erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten bleibt aber weiterhin der eigene Hausarzt oder die eigene Hausärztin.

Folgende Krankheitsbilder werden im AKD behandelt:
• Wundversorgung und andere Leistungen der Krankenpflege
• Verletzungen oder Schmerzen an den Gliedmaßen
• Hautrötungen
• Insektenstiche
• Fieber
• Lumbalgien („Hexenschuss“)
• Unterleibsschmerzen
• kleinere Traumata
• oberflächliche Verletzungen
• Hautirritationen
• Glieder- und Muskelschmerzen
• Koliken
• Grippesymptome
• Schwellungen
• Übelkeit oder Brechreiz

Die Öffnungszeiten der Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten sind:

Gemeinschaftshaus Brixen, Romstraße 5
• Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8:00–19:00 Uhr
• Telefonische Bereitschaft: rund um die Uhr, sieben Tage die Woche
• Tel. 0472 81 36 71

Gemeinschaftshaus Klausen, Seebegg 17
• Öffnungszeiten und telefonische Bereitschaft: Montag bis Samstag, 8:00–20:00 Uhr
• Tel. 0472 81 31 46 

Vor dem Aufsuchen der Ambulatorien sollte zuerst telefonisch Kontakt aufgenommen werden.

Gleichzeitig mit der Eröffnung der Gemeinschaftshäuser im Eisacktal wird auch das Angebot der Blutabnahmen erweitert, und zwar folgendermaßen:
• Mühlbach: ab 13. April 2026 jeden Montag von 7:45 bis 9:10 Uhr
• Brixen (Gemeinschaftshaus): ab 6. Mai 2026 jeden Mittwoch von 7:30 bis 8:55 Uhr 

Mit den genannten Maßnahmen wird die medizinische Versorgung im Gesundheitsbezirk Brixen weiter verbessert und noch näher an die Bevölkerung gebracht. Die Eröffnung des Ambulatoriums für kleine Dringlichkeiten in Sterzing sowie in den Gemeinschaftshäusern der Gesundheitsbezirke Bozen, Meran und Bruneck ist für einen späteren Zeitpunkt geplant.

Wohnortnahe Gesundheitsversorgung und Gemeinschaftshäuser
Die Stärkung und der Ausbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung ist eines der Hauptziele im Regierungsprogramm der Südtiroler Landeregierung 2023-2038. Gleichzeitig sieht auch der staatliche Wiederaufbau- und Resilienzplan (der sogenannte „PNRR“) die Errichtung von Einrichtungen der wohnortnahen Betreuung wie Gemeinschaftshäuser und Gemeinschaftskrankenhäuser vor.

Gemeinschaftshäuser sind als ausgebaute Gesundheits- und Sozialsprengel konzipiert, die verschiedene gesundheitliche und soziale Dienste unter einem Dach vereinen und so einen niederschwelligen Zugang für die Bürgerinnen und Bürger ermöglichen sollen. Im Vergleich zu den Sprengeln bieten Gemeinschaftshäuser eine breitere Palette an Diensten und Gesundheitsangeboten. Diese reichen von Allgemeinmedizin, fachärztlichen Leistungen und Basisdiagnostik über krankenpflegerische Betreuung und Therapie-Leistungen bis hin zu Diensten des Sozialbereichs und Beratungsangeboten unterschiedlicher Natur.
In einigen Fällen handelt es sich bei den Gemeinschaftshäusern um Neubauten, in manchen Fällen werden bestehende Sprengel baulich erweitert und mit weiteren Diensten ergänzt.

pas

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