Krebsvorsorge: Hohe Beteiligung an Screeningprogrammen

03.08.2026, 15:15

PASSI-Daten bestätigen ausgeprägtes Präventionsbewusstsein in Südtirol – Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen liegt über dem gesamtstaatlichen Durchschnitt.

Was Vorsorgeuntersuchungen betrifft, sind Südtirolerinnen und Südtiroler vorbildhaft unterwegs: Das beweise die neuesten Zahlen der PASSI-Erhebung. (Foto: 123rf. Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.)
Was Vorsorgeuntersuchungen betrifft, sind Südtirolerinnen und Südtiroler vorbildhaft unterwegs: Das beweise die neuesten Zahlen der PASSI-Erhebung. (Foto: 123rf. Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.)

Die Südtirolerinnen und Südtiroler nehmen die Angebote zur Krebsfrüherkennung gerne an: Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der PASSI-Erhebung 2023–2024. Die hohe Teilnahme an den organisierten Screeningprogrammen und an Vorsorgeuntersuchungen auf eigene Initiative unterstreiche das ausgeprägte Präventionsbewusstsein in der Bevölkerung, betont das Ressort Gesundheitsvorsorge und Gesundheit. Früherkennung trage wesentlich dazu bei, Krebserkrankungen rechtzeitig zu erkennen und die Heilungschancen zu verbessern.

Mehr als vier von fünf Frauen im Alter von 25 bis 64 Jahren (83,3 Prozent) haben, laut PASSI-Studie, eine Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs durchführen lassen. An der Brustkrebsfrüherkennung nehmen knapp 80 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen teil, beim Darmkrebs-Screening liegt die Teilnahme der 50- bis 69-Jährigen bei 63,1 Prozent. Damit liegen die Werte über dem gesamtstaatlichen Durchschnitt.

"Die hohe Beteiligung zeigt, dass Prävention in Südtirol einen hohen Stellenwert hat. Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen es, Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen und damit die Heilungschancen deutlich zu verbessern. Deshalb ist es wichtig, die bestehenden Angebote konsequent zu nutzen", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.

Die Ergebnisse ergänzen das positive Bild der aktuellen Bersaglio-Studie der Scuola Superiore Sant'Anna in Pisa (LPA hat berichtet), die bereits die hohe Qualität des Südtiroler Gesundheitssystems in zentralen Bereichen bestätigt hat. 

Die PASSI-Daten zeigten zudem, dass viele Frauen Vorsorgeuntersuchungen auch außerhalb der organisierten Screeningprogramme entsprechend den staatlichen Empfehlungen wahrnehmen. Einen wichtigen Beitrag zur hohen Beteiligung würden, neben den Einladungsschreiben des Südtiroler Sanitätsbetriebes, vor allem die Empfehlungen von Hausärztinnen und Hausärzten sowie Gesundheitsfachkräften leisten.

Die PASSI-Erhebung ("Progressi delle Aziende Sanitarie per la Salute in Italia") ist ein staatliches Monitoringprogramm des italienischen Gesundheitswesens, das vom Istituto Superiore di Sanità (ISS) gemeinsam mit den Regionen durchgeführt wird. In regelmäßigen Befragungen werden Daten zum Gesundheitsverhalten der Bevölkerung, zur Inanspruchnahme von Vorsorgeangeboten und zu wichtigen Präventionsmaßnahmen erhoben.

LPA/red/pir

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