Vier Ernennungen auf einen Schlag
In der Direktionssitzung vom 28. April 2026 wurden von Generaldirektor Christian Kofler gleich vier Führungskräfte in verschiedenen Gesundheitsbezirken des Südtiroler Sanitätsbetriebes neu ernannt oder bestätigt.
Dr.in Barbara Elisabeth Klotz wird Direktorin des Psychologischen Dienstes im Gesundheitsbezirk Meran, Dr. Christian Savegnago zum Direktor des Psychologischen Dienstes Bozen und Dr. Marc Kaufmann Primar des Dienstes für Notfall-, Anästhesie und Intensivmedizin. Außerdem wurde Dr. Stefano Basso als Primar der Abteilung für multidisziplinäre orthopädisch-traumatologische Chirurgie im Krankenhaus Innichen bestätigt.
Dr.in Barbara Elisabeth Klotz stammt aus Laas. Sie hat in Wien Psychologie studiert und 2011 in Verona die Ausbildung in kognitiver Verhaltenstherapie abgeschlossen. In der Folge hat sie dort für zwei Jahre ein Forschungsprojekt zur Behandlung von Jugendlichen mit Depression in der Gruppe begleitet. 2019 hat sie eine Spezialisierung in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen (TFP-A) an der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Hall in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychotherapie Berlin abgeschlossen. Seit 2008 ist Dr.in Klotz am Psychologischen Dienst im Gesundheitsbezirk Meran in den verschiedensten Bereichen beschäftigt, seit 2021, nach der Pensionierung von Direktor Dr. Josef Pichler, leitete sie den Dienst geschäftsführend.
Dr. Christian Savegnago ist 1973 in Bozen geboren und hat in Padua Psychologie studiert. Die Spezialisierung in kognitiver Verhaltenstherapie absolvierte er in Verona. Zusätzlich erwarb er einen Masterabschluss in klinischer Neuropsychologie sowie einen Master im Management von Gesundheitseinrichtungen. Dr. Savegnago ist seit 2003 im Südtiroler Sanitätsbetrieb tätig und verfügt über langjährige Erfahrung in den territorialen und Krankenhausdiensten. Seit 2006 arbeitet er im Dienst für Neurologie und Rehabilitation im Kindes und Jugendalter im Gesundheitsbezirk Bozen und ist dort schwerpunktmäßig im Bereich der pädiatrischen klinischen Neuropsychologie tätig.
Dr. Stefano Basso wurde 1969 in Innichen geboren, hat in Innsbruck Medizin studiert und 2004 in Wien die Facharztausbildung in Orthopädie und orthopädischer Chirurgie abgeschlossen. Seine ersten beruflichen Schritte im Südtiroler Sanitätsbetrieb führten ihn in das Krankenhaus Bruneck, wo er ab 1998 für rund sechs Jahre tätig war – mit einer kurzen Unterbrechung, in der er am LKH Feldkirch (A) tätig war. 2005 wechselte er für 12 Jahre an die Abteilung für Chirurgie in das Krankenhaus Innichen. 2017 wurde er zum Primar der Orthopädie und Traumatologie im Gesundheitsbezirk Bruneck ernannt, 2021 zum Primar der multidisziplinären orthopädisch-traumatologischen Chirurgie am Krankenhaus Innichen. Dr. Basso ist nunmehr als Primar bestätigt worden. Er ist seit vielen Jahren in Südtirol als sehr erfahrener Operateur in der Prothetik bekannt und hat mit einem sehr motivierten Team in Innichen ein anerkanntes Zentrum mit hoher Kompetenz in diesem Bereich aufgebaut.
Dr. Marc Kaufmann ist Jahrgang 1973 und stammt aus Welschnofen. Er hat in Innsbruck Medizin studiert und 2005 dort die Facharztausbildung für Anästhesie und Intensivmedizin abgeschlossen. 2006 erhielt er das Diplom der „European Society of Anaesthesiology and Intensive Care“ ESAIC. Zudem verfügt er über eine Management-Ausbildung an der SDA Bocconi. Die berufliche Karriere von Dr. Kaufmann begann 1999 als Assistenzarzt am Krankenhaus Sterzing, ab September 2000 war er für rund 18 Jahre an der Universitätsklinik Innsbruck tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte als leitender Oberarzt lagen in der Herz-, Transplantations- und Thoraxanästhesie sowie Intensivmedizin. Daneben zeichnete er als leitender Flugrettungsarzt des Notarzthubschraubers „Christophorus 1“ in Innsbruck verantwortlich. Ende 2018 kehrte er nach Südtirol als Primar des landesweiten Dienstes für Rettungs- und Notfallmedizin zurück. Dr. Kaufmann hat mit der Inbetriebnahme des vierten Notarzthubschraubers „Pelikan 3“ in Laas und des Intensivtransportwagens in Bozen die notfallmedizinische Versorgung in Südtirol vervollständigt. Während der Corona-Pandemie führte er die Medizinische Einsatzleitung und baute mit seinem Team die Landesintensivstation am Krankenhaus Bozen auf. Dort sind einige neue Spezialkompetenzen wie ECMO-Therapie und Kinderintensivbereich verortet. Dank der langjährigen Herzanästhesie-Erfahrung von Dr. Kaufmann konnte 2024 in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Verona ein Programm für herzchirurgische Eingriffe an der Herz-Lungen-Maschine in Bozen gestartet werden.
Generaldirektor Dr. Christian Kofler freut sich über die Ernennungen: „Diese Führungskräfte stehen für hohe fachliche Kompetenz, langjährige Erfahrung und gute Kenntnisse des Südtiroler Sanitätsbetriebes. Damit stärken wir die Qualität und Stabilität unserer Dienste nachhaltig. Für die Bevölkerung bedeutet dies eine verlässliche, moderne und patientenorientierte Gesundheitsversorgung. Ich wünsche allen für ihre verantwortungsvollen Aufgaben viel Erfolg.“
Auch Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann zeigt sich zufrieden mit den Ernennungen: „Alle vier ernannten Führungskräfte zeichnen sich durch eine sehr hohe medizinische Fachkompetenz und langjährige klinische Erfahrung aus. Ihre tiefgehende Kenntnis der klinischen Praxis sowie ihre Erfahrung in der Betreuung komplexer Patientensituationen bilden eine solide Grundlage für die Führung und patientienorientieren Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Dienste.“
Der Generaldirektor sowie der Sanitätsdirektor bedanken sich bei den bisher geschäftsführenden Direktoren, Dr. Peter Trebo, Anästhesie Bozen, und Dr.in Renate Moroder, Psychologischer Dienst Bozen, für ihre Tätigkeit in den vergangenen Jahren.
ib/pas
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