Anziehungspunkt Sabes
„Das Geheimnis meines Erfolgs ist, dass wir außergewöhnliche Strecken gegangen sind, um die besten Leute der Welt einzustellen“, sagte einst Apple-Gründer Steve Jobs. In Zeiten, in denen besonders Fachpersonal im Bereich Gesundheit rar ist, braucht es mehr als nur einfache Anzeigen. Der Südtiroler Gesundheitsbetrieb ging und geht deshalb kreative Wege – mit ersten Erfolgen.
Die Palette der Anwerbungsmaßnahmen war und ist ... breit: Von Besuchen an Universitäten bis hin zu eigens organisierten Abenden in cooler Atmosphäre für Studienabgängerinnen und -gänger der Fachhochschule Claudiana und der Medizinuniversitäten wurde einiges auf die Beine gestellt. Eine neue digitale Wohnungsplattform unterstützt die gezielte Suche nach geeignetem Wohnraum, Sprachkurse wurden ins Leben gerufen. Der online-Auftritt wurde überarbeitet, fachlich kompetente betriebsinterne Ansprechpartnerinnen und -partner stehen Interessierten mit Rat und Tat zur Verfügung. Aber auch die Möglichkeit, Forschung zu betreiben, macht den Sanitätsbetrieb für hochqualifizierte Bewerberinnen und Bewerber attraktiv. Zudem werden Angebote wie z.B. Kinderhorte und individuelle Weiter- und Teambildungsmöglichkeiten sehr geschätzt, das geht aus den Rückmeldungen vieler „New entry“ hervor.
Und die Maßnahmen tragen erste Früchte: In den ersten vier Monaten des Jahres 2023 verließen 26 Ärztinnen und Ärzte den Sanitätsbetrieb (aus unterschiedlichen Gründen, zum Beispiel... Pensionierungen oder Vertragsbeendigungen) – es kamen jedoch ganze 63 neue Medizinerinnen und Mediziner dazu! Erfreulich sieht die Bilanz auch beim Pflegepersonal aus – auf 62 Pflegerinnen und Pfleger, die den Betrieb in den ersten vier Monaten verlassen haben, kamen 123 neue Frauen und Männer aus dem Pflegesektor dazu. Gute Nachrichten also für den Gesundheitsbetrieb – und ein Zeichen, dass die eingeschlagenen Wege die richtigen sind.
Ebenfalls eine gute Nachricht: An Südtirols Krankenhäusern absolvieren derzeit 135 Jungärztinnen und -ärzte ihre Facharztausbildung nach österreichischem Modell. Eine Win-win-Situation: Sie sind eine wertvolle Personalressource in Zeiten des Ärztemangels, gleichzeitig haben diese jungen Menschen die Möglichkeit, Berufserfahrung im Südtiroler Gesundheitswesen zu sammeln – und sie werden ganze vier Jahre nach ihrer Ausbildung bei uns bleiben, im besten Fall werden sie langfristig Teil des Sabes-Teams.
Sabine Flarer