EGA: Steigerung der Zustimmungsrate zur Dateneinsicht um 15 Prozent

05.12.2024, 08:00

Die Informationskampagne, die in enger Zusammenarbeit zwischen Land Südtirol und Südtiroler Sanitätsbetrieb durchgeführt wurde, zeigt Wirkung.

EGA: Zwischen August und September 2024 stieg die Zustimmungsrate zur Dateneinsicht um fast 8,5 Prozentpunkte. (Foto: SABES/Karriere Südtirol)
EGA: Zwischen August und September 2024 stieg die Zustimmungsrate zur Dateneinsicht um fast 8,5 Prozentpunkte. (Foto: SABES/Karriere Südtirol)

Die Daten sind eindeutig: Während am 5. August 2024 die Zustimmungsrate zur Einsicht in die Elektronische Gesundheitsakte (EGA) bei 11,10 Prozent der betreuten Bevölkerung lag, stieg diese 30 Tage später auf 13,21 Prozent. Dieser Anstieg war nur der vielversprechende Auftakt einer weiteren Entwicklung.

Der Monat September war nämlich die Zeitspanne, in der die beiden Sensibilisierungskampagnen zur Einholung der Zustimmung zur Dateneinsicht in vollem Gange waren. Neben dem Land Südtirol war auch der Sanitätsbetrieb in vorderster Linie aktiv und öffnete an den Samstagen des Monats September Anlaufstellen in den Krankenhäusern von Bruneck, Innichen, Sterzing und Brixen.

Zusätzlich stand der Bevölkerung eine weitere Anlaufstelle im Gesundheitsbezirk Brixen zur Verfügung. Dort konnten Bürgerinnen und Bürger, die dies wünschten, Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sanitätsbetriebs erhalten, um ihre Zustimmung zur Einsicht in die EGA abzugeben.
Dieses Angebot, zusammen mit einer speziellen Informationskampagne, die vor allem die Social-Media-Kanäle des Sanitätsbetriebs miteinbezog, trug dazu bei, dass am 6. November ein regelrechter „Boom“ bei der Abgabe des Konsenses ausbrach. Zeigen die Daten vom 26. September 2024 bereits einen Anstieg auf 19,48 Prozent (zirka +8,5 Prozent), so wurde Ende November eine Zustimmungsrate von knapp 27 Prozent erreicht.

Insgesamt haben also von 535.714 Personen 149.784 „Ja“ angekreuzt, was einen relevanten Sprung in nur drei Monaten entspricht.
Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter, wenn man die Steigerung der Zugriffe von Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt, die zwischen August und September mindestens einmal in ihrer Elektronischen Gesundheitsakte eine Aktion durchgeführt haben.

Die Zahl der EGA-Nutzer stieg von 35.177 im August 2024 (6,71 Prozent der Bevölkerung) auf 62.156 im September (11,86 Prozent der betreuten Bevölkerung), was den besten Wert des Kalenderjahres darstellt, und schließlich auf 48.311 im Oktober (zweitbester Monat des Jahres 2024).

Allerdings war das Jahr 2024 bisher von teils erheblichen Schwankungen bei der Nutzung der Elektronischen Gesundheitsakte geprägt. Der schlechteste Wert wurde im April 2024 mit nur 3.845 eindeutigen Nutzern verzeichnet. Im März waren es noch 42.600, was den drittbesten Monat des Jahres darstellt.
Im März zum Beispiel waren es 42.600, der viertbeste Monat des Jahres, gefolgt vom Januar mit 44.598 Unique Usern.

Der Weg ist also noch lang, bis die EGA zu einem für die Bürgerinnen und Bürger „alltäglichen“ Werkzeug für die Verwaltung der persönlichen Gesundheitsdaten wird. Dieser Prozess ist eng an die Weiterentwicklung der Funktionalitäten der Gesundheitsakte geknüpft, doch die bisherigen Daten lassen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
Die Zustimmung zur Dateneinsicht in der EGA kann jederzeit erteilt werden, indem man sich über SPID, mit Bürgerkarte oder mit CIE auf der speziellen Serviceseite von myCIVIS, anmeldet.


Datenquelle: Autonome Provinz Bozen und SIAG

Rocco Leo/Übersetzung: Peter A. Seebacher