Ein neues Haus, ein neuer Mensch
Diese Aussage des deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe bringt es auf den Punkt: Es ist nicht egal, wo und wie man wohnt. Damit das Gesundheitspersonal neben einer attraktiven Stelle auch eine geeignete Bleibe findet, gibt es seit vergangenem März eine digitale Plattform für die Wohnungssuche.
Elias Rossi, Sie gehören zum Team von Stefania Bertolami, Direktorin des Amtes für allgemeine Dienste/Verwaltungsleitung im Gesundheitsbezirk Bozen, und betreuen die digitale Plattform für Wohnungssuche. Was wollen Sie mit dieser Anschlagtafel erreichen?
Wir wollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetriebes und Wohnungsanbieter zusammenbringen. Vielfach wäre ärztliches und pflegerisches Personal von außerhalb bereit, nach Südtirol zu kommen, es scheitert aber oft an der verfügbaren Wohnmöglichkeit.
Wie funktioniert die Plattform?
Das Sanitätsbetrieb-Personal kann über „mysabes“ auf den Bereich „Wohnungsplattform“ (Quicklinks) zugreifen. Gleichzeitig können auch von Externen Mietwohnungen in diese Plattform gestellt werden. Bewusst haben wir die Suche nicht für Private, die nicht im Sanitätsbetrieb angestellt sind, geöffnet – denn sonst hätten diese vielleicht ein interessantes Angebot unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weggeschnappt, bevor diese die Chance gehabt hätten, sich zu bewerben.
Wie kommt das neue Angebot an?
Sehr gut, wir haben bereits durchschnittlich monatlich 20 neue Anzeigen auf der Plattform, davon sehr viele aus dem Raum Bozen. Die Resonanz ist durchwegs positiv, da wir in Südtirol leider ein geringes Angebot an Wohnungen haben. Wer eine Wohnung vermieten möchte, sagt uns, dass man sich bei einer Mieterin beziehungsweise einem Mieter aus dem Sanitätsbetrieb sicher fühlen würde, da ein geregeltes Einkommen dahintersteht. Außerdem hören wir immer wieder, dass man gerne an Pflegepersonal vermieten würde, da dieses dafür bekannt sei, verantwortungsvoll und ordnungsliebend zu sein. Ebenso eilt diesem Berufsstand voraus, dass es sich bei dieser Kategorie im Normalfall um keine Unruhestifter handelt.
Die Preise sind nicht bei allen angebotenen Wohnungen sehr günstig, wie rechtfertigen die Vermieter dies?
Sehr viele Vermieter – besonders von größeren Wohnungen – sagen, dass Berufstätige im Gesundheitssektor die Wohnungen oft zu zweit oder zu dritt mieten würden. Damit reduzieren sich die monatlichen Belastungen natürlich.
Wissen Sie, wie viele Abschlüsse mittlerweile getätigt wurden?
Leider nein, da wir nur die Kontakte vermitteln – und es ist auch nicht so, dass wir eine Provision dafür erhalten, wenn wir eine Wohnung vermitteln, wie oftmals vermutet wird. Unser Ziel war und ist es, qualifiziertem Personal nicht nur Arbeit, sondern auch ein Heim anzubieten.
Sabine Flarer
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Wohnungsplattform
Wohnungsplattform im Internet:
https://forms.office.com/r/TQkSd0NUkJ
Wohnungsplattform im Intranet:
https://sabes365.sharepoint.com/sites/mietwohnungen-alloggi