Sabes-Klausur im Bildungshaus Kloster Neustift
Welches sind die aktuellen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung unseres Landes? Welches die Schwerpunkte für heuer und die kommenden Jahre? Ist der Sanitätsbetrieb fit für Zukunft?
Am 28. und 29. Jänner traf sich im Bildungshaus Kloster Neustift die Direktion des Betriebes mit den Bezirks- und Krankenhausdirektionen und den Verantwortlichen der Gesundheitsversorgung vor Ort zur strategischen Klausur. Es waren zwei spannende Tage, vollgepackt mit Expertenvorträgen, Inputs und Arbeitsgruppen zu aktuellen Themen der Gesundheitsversorgung.
Prof. Francesco Longo von der Universität Bocconi in Mailand und der deutsche Gesundheitsexperte Dr. Hans-Peter Schlaudt brachten den Blick von außen ein und öffneten ein „Fenster“ Richtung Süden und Norden.
Wenig überraschend: Sowohl im restlichen Italien als auch in Deutschland sind die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung die gleichen: demografischer Wandel, steigende Gesundheitsbedürfnisse, Fachkräftemangel, Versorgung vor Ort, digitale Transformation, Finanzierbarkeit der Systeme – die Liste der anzugehenden Themen ließe sich lange fortsetzen.
Südtirol, so die Überzeugung von Gesundheitslandesrat Hubert Messner, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Kurzbesuch abstattete, stehe im Vergleich mit den benachbarten Regionen recht gut da. Ganz allgemein gesprochen müsse ein „Paradigmenwechsel“ auf Schiene gebracht werden: weg von „Krankheitsversorgung“ hin zu mehr Gesundheitsförderung und Prävention.
Generaldirektor Christian Kofler hob in seinem Vortrag das große Potenzial hervor, welches der Südtiroler Sanitätsbetrieb habe: Wenn es gelinge, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen, nicht gegenseitig konkurrieren, sondern landesweit im Netzwerk zusammenarbeiten, die verschiedenen Bereiche – Medizin, Pflege und Verwaltung – noch enger abzustimmen, so berge der Südtiroler Sanitätsbetrieb große, noch ungenutzte Chancen in sich.
Neben Ausführungen zu den jeweiligen Arbeitsschwerpunkten der Sanitäts-, Pflege und Verwaltungsdirektion gab es Referate zur Fachkräfteanwerbung und -bindung, Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen und Kulturentwicklung in den Gesundheitsbetrieben und Krankenhäusern.
Konkrete Maßnahmen wurden in vier Arbeitsgruppen zu den Themen „Versorgung vor Ort“, „Abbau der Wartezeiten“, „Digitale Transformation“ und „Personalentwicklung/Recruiting“ erarbeitet.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen – neben einer guten Portion neuer Motivation und Freude am Umsetzen – auch den Auftrag mit, ihr Team und ihre Kolleginnen und Kollegen über die wichtigsten Themen und Ergebnisse der Klausur zu informieren.
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Lukas Raffl

