Sabes-Kongress-Tage: Ein Plädoyer für Vielfalt und Empathie

07.07.2025, 07:45

„Einzigartigkeit ist unsere Stärke, Inklusion unsere Zukunft“ – so das Motto der Sabes-Kongress-Tage, die am 12. Mai in Bozen und am 14. Mai in Bruneck abgehalten wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten je einen Tag, vollgepackt mit spannenden Vorträgen und Informationen rund um die Themen Inklusion, Vielfalt, Empathische Leadership und Generationen Management. Es war eine inspirierende Gelegenheit, sich mit diesen wichtigen Themen auseinanderzusetzen und neue Einblicke zu gewinnen.

Generaldirektor Christian Kofler hielt einen Impulsvortrag zu Führung, Vorbild und Verantwortung. (Foto: Maurizio Pilia)
Generaldirektor Christian Kofler hielt einen Impulsvortrag zu Führung, Vorbild und Verantwortung. (Foto: Maurizio Pilia)

Unsere Welt befindet sich im ständigen Wandel und wird immer komplexer und vielfältiger. Das sogenannte Diversity Management, die bewusste Steuerung und Wertschätzung von Vielfalt in Unternehmen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Es gilt, Vielfalt im Arbeitsumfeld zuzulassen und die Vorteile, die daraus entstehen, zu erkennen und zu nutzen.

Ziel der Sabes-Kongress-Tage war es, ein Bewusstsein für die Bedeutung von Vielfalt zu schaffen und Inklusion aktiv zu leben. Im Südtiroler Sanitätsbetrieb sollen sich alle willkommen und wohl fühlen – unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft, Muttersprache, Geschlecht, Alter oder sexuellen Orientierung. Denn nur, wo sich Mitarbeitende anerkannt und respektiert fühlen, entsteht ein positives Arbeitsklima.

Wie steht es um Vielfalt und Diversity Management im Südtiroler Sanitätsbetrieb? Dieser wichtigen Frage widmeten sich die Kongress- Tage, die die Pflegedirektion in Zusammenarbeit mit der Abteilung Personalentwicklung organisiert hatten.

Der Tag am 12. Mai in der Messe Bozen war mit etwa 120 angemeldeten Mitarbeitenden gut besucht und stand Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Berufsgruppen offen. Generaldirektor Christian Kofler betonte bei seiner Begrüßung, dass im Südtiroler Sanitätsbetrieb Diversity Management schon jetzt einen hohen Stellenwert hat. Vielfalt wird hochgeschrieben und aktiv gelebt – sowohl im Umgang der Mitarbeitenden untereinander als auch bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Bei der Veranstaltung wurden Themen wie Inklusion, Generationenmanagement und Strategien zur Förderung von Vielfalt vertieft. Zudem stellten einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Talente jenseits des Arbeitsalltags vor. Mitarbeitende, die aufgrund einer Beeinträchtigung besondere Bedürfnisse haben, erzählten von ihren Erfahrungen.

Eine Botschaft der Vorträge war, dass Arbeitsteams umso erfolgreicher sind, je diverser sie sich zusammensetzen. Zudem wird ein Arbeitgeber, der Diversität offen anerkennt, als attraktiv wahrgenommen und in Zeiten des Personalmangels ist es wichtig, für alle offen zu sein.

Die Teilnehmenden erlebten einen gelungenen und abwechslungsreichen Tag, der ihnen den Wert von Vielfalt bewusst machte.

Der Kongresstag am 14. Mai in Bruneck im Veranstaltungszentrum NOBIS drehte sich vor allem um Empathische Leadership. Rund 140 Führungskräfte der verschiedenen Berufe nahmen daran teil, auch angehende Führungskräfte waren eingeladen. Bei mehreren Vorträgen und Diskussionsrunden mit Expertinnen und Experten wurde besprochen, dass eine Führungskraft eine Art „Servant Leader“ sein sollte. Damit ist gemeint, dass die Führungskraft Rahmenbedingungen schaffen muss, die das Wohlbefinden und die Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vordergrund stellen, was jedoch nicht mit einem „Kuschelkurs“ verwechselt werden dürfe. Die Führungskraft sollte auch in der Lage sein, sich den Erwartungen der verschiedenen Generationen anzupassen.

Die Sabes-Kongress-Tage waren eine spannende Reise durch die vielfältige Welt des Südtiroler Sanitätsbetriebs, die dazu anregte, ein noch inklusiveres Arbeitsklima zu schaffen.

Am 19. November findet ein weiterer Sabes-Kongress-Tag zum Thema „Relationship Based Care“ speziell für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegebereichs statt.

Vera Schindler