Sport ist Leben

09.06.2023, 12:00

Eine Organtransplantation muss nicht das Ende sportlicher Ambitionen sein. Das beweisen alljährlich die Teilnehmer der Euregiotour für Organspenden und Transplantation, die in nur drei Tagen Hunderte von Kilometern und Tausende von Höhenmetern auf ihrer Route von Innsbruck nach Arco hinter sich bringen.

Ankunft des „Hauptfeldes“ am Krankenhaus Sterzing während der Euregiotour für Organspenden und Transplantation im vergangenen Jahr. (Foto: Sabes/Peter A. Seebacher)
Ankunft des „Hauptfeldes“ am Krankenhaus Sterzing während der Euregiotour für Organspenden und Transplantation im vergangenen Jahr. (Foto: Sabes/Peter A. Seebacher)

Die Euregiotour für Organspenden und Transplantation ist eine grenzüberschreitende Radveranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum 20. Mal stattfindet. Auf alljährlich neuen Routen durchqueren dabei organtransplantierte Sportler aus Italien, Österreich, Deutschland und anderen Ländern, die von Ärzten und Ärztinnen, Krankenpflegepersonal und Helfern begleitet werden, Tirol, Südtirol und das Trentino. Diesmal findet die Veranstaltung vom 29. Juni bis 2. Juli statt.

Organisiert wird die Euregiotour für Organspenden und Transplantation vom 1990 gegründeten Transplant Sport Club APS, der ersten Sportgruppe Italiens für Organtransplantierte.

Die Route führt diesmal am ersten Tag von Innsbruck über Brixen, Klausen und Barbian auf den Ritten. Am zweiten Tag geht es vom Ritten hinunter nach Bozen mit Stopp am Landeskrankenhaus, dann weiter über Eppan auf den Mendelpass und nach dem Mittagessen in Ruffrè zum Tagesziel Coredo. Die dritte Etappe führt dann hinunter nach Trient und weiter über das Sarche-Tal zum finalen Tourziel Arco. Damit sind auf der diesjährigen Euregiotour für Organspenden und Transplantation insgesamt rund 300 Kilometer und über 4.000 Höhenmeter zu überwinden. Das ist kein Pappenstiel und ganz im Sinne des veranstaltenden Transplant Sport Club APS. Denn mit dieser Veranstaltung soll unter anderem aufgezeigt werden, dass auch Menschen, die sich einer Transplantation unterziehen mussten, danach ein normales Leben führen und intensiv Sport treiben können.

Ein weiteres Ziel ist es, Medien und Öffentlichkeit für das Thema Transplantation zu sensibilisieren. Und nicht zuletzt soll das Bewusstsein für eine Organspende in der Bevölkerung gesteigert werden. Dass die Route der Tour durch die drei Regionen der Euregio und durch zwei Länder führt, ist ebenfalls kein Zufall. Symbolisch steht diese Grenzen und Regionen überschreitende Tour für die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Tirol, Südtirol und Trentino im Bereich Transplantationstherapie. Grund genug für die Landeshauptleute von Tirol, Südtirol und dem Trentino, gemeinsam die Schirmherrschaft über die Veranstaltung zu übernehmen.

Peter A. Seebacher