Volksleiden Schlaflosigkeit und Krampfadern

10.07.2024, 06:30

Auch in diesem Jahr geht die Reihe der Vorträge „Forum Gesundheit Südtirol“ des Südtiroler Sanitätsbetriebes weiter. Die ersten beiden Abende zum Thema Schlaflosigkeit in Brixen und zum Thema Krampfadern, Thrombosen und Hämorrhoiden in Bruneck waren wieder ein voller Erfolg. Im Oktober geht es weiter in Meran.

Zum Thema Schlaflosigkeit referierten Viola Gschliesser, Neurologin am Krankenhaus Brixen, und Vera Staffler, HNO-Fachärztin am Krankenhaus Brixen: Sie erklärten, dass die Schlafstörungen mit zunehmendem Alter steigen, dass aber auch schon rund 13 Prozent der Unter-Dreißigjährigen an Schlafstörungen leiden.
Bewährte Tipps sind regelmäßige Schlafzeiten, sich nicht zu lange im Bett aufhalten, nicht untertags schlafen, abends keine zu ergiebigen Mahlzeiten einnehmen oder zu viel Sport betreiben. Bei längeren Wachzeiten, so die Fachärztinnen, sei es besser, das Bett zu verlassen. Weder Fernseher noch Handy oder Tablet sollten im Schlafzimmer benutzt werden. Dabei ist zu beachten, dass es sogenannte „Lerchen“ gibt, die gerne früh aufstehen und zeitig ins Bett gehen, aber auch „Eulen“, bei denen es genau umgekehrt ist – und „Kolibris“, die zwischen beiden Formen wechseln. Wer krankheitsbedingt – beispielsweise durch die sogenannte Schlafapnoe – nicht gut schläft, der sollte sich ärztliche Hilfe holen.

Der zweite Abend in Bruneck war dem Thema Krampfadern, Thrombosen und Hämorrhoiden gewidmet. Die Fachärzte für Gefäßchirurgie am Krankenhaus Brixen, Daniel Zipponi und Ivan Ursic sowie der Facharzt für endoskopische Chirurgie Jerin Agaj, erklärten Ursachen, Symptome und Behandlung.
Gerade die chronische Veneninsuffizienz gehört zu den häufigsten Krankheitsbildern weltweit: etwa 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden darunter. Dabei spielt die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle, aber auch berufsbedingtes langes Stehen. Im Anfangsstadium helfen Stützstrümpfe oder Medikamente, später sind meist chirurgische Lösungen notwendig. Bei Thrombosen unterscheidet man zwischen oberflächlichen und tiefen Thrombosen, mangelnde Bewegung oder die Einnahme der Pille können diese begünstigen. Beide Abende waren sehr gut besucht, das Interesse der Bevölkerung, qualifizierte Infos aus erster Hand zu erhalten, ist groß. Am 9. Oktober findet der nächste Vortrag statt, diesmal in Meran zum Thema „Richtiger Gebrauch von Internet und elektronischen Geräten bei Kindern und Jugendlichen“.

Maria Hechensteiner & Sabine Flarer