Was tun, wenn's im OP brennt?
Es ist ein schlimmes Szenario, das man sich lieber gar nicht vorstellen möchte. Und doch ist gerade in solchen Situationen ein ruhiger Kopf gefragt: Wer schon zuvor geübt hat, was im Ernstfall zu tun ist, weiß, worauf es ankommt. Deshalb wurde im Krankenhaus Meran Ende Mai eine Notfallübung abgehalten.
„Es wurden auf Anfrage der OP-Verantwortlichen vor allem die internen Melde- und Notfallwege sowie die Abläufe erprobt“, so Alexander Turato von der Technischen Abteilung. Dabei wurde mit einer kurzen Einführung in das Notfallkonzept gestartet, es folgte eine Einweisung in die kritischen Zonen (OP, Intensivstation). „Wir haben geklärt, wie nicht-autorisierte Personen bei einem Notfall Zutritt erhalten“, so OP-Pflegekoordinator Klaus Rainer.
Ebenso kam dabei zur Sprache, wer und in welchen Fällen entscheiden muss, wann eine laufende Operation durch den Facharzt unterbrochen werden muss. OP-Koordinator und Facharzt Olaf Stefan Schmidt widmete sich diesem Thema.
Nach dem Briefing ging es an die Praxis: Es wurde ein Kabelbrand im Eingangsbereich des OPs/Aufwachraums mit starker Verrauchung simuliert. Nach dem erfolgten internen und externen Alarm übernahmen der Wach- und Bereitschaftsdienst erste Maßnahmen, es folgte die Alarmierung der Feuerwehr und Rettungsdienste.
„Wir haben angenommen, dass im OP 4 gerade ein Eingriff stattfindet und jeder Saal geräumt werden muss“, so Olaf Schmidt. Dieser „Entscheidung“ folgte die Evakuierung über den Notausgang und das Dach durch die Drehleiter. Zeitgleich wurde der „Brand“ durch Lüftung der Räume bekämpft.
„Alles hat hervorragend geklappt“, so Alexander Turato, der allen intern Beteiligten, aber auch den Feuerwehren von Meran und Gratsch und dem Rettungsdienst Weißes Kreuz dankt.
Sabine Flarer



