Landesweites Krankenhaus-Informationssystem wird schrittweise eingeführt

05.08.2026, 09:30

Stellungnahme des Südtiroler Sanitätsbetriebes und des Ressorts für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit zum „Offenen Brief zu Krankenhaus-Software“.

Foto: 123rf
Foto: 123rf

Mit dem neuen Krankenhausinformationssystem NGH wird schrittweise die lange geforderte einheitliche digitale Plattform für alle sieben Krankenhäuser Südtirols eingeführt. Das System unterstützt die Dokumentation, Behandlungsplanung und den Informationsaustausch im klinischen Alltag. Nach der Einführung in den Gesundheitsbezirken Bozen und Meran wird NGH derzeit im Gesundheitsbezirk Brixen und nun schrittweise auch im Gesundheitsbezirk Bruneck implementiert.

Ziel ist, ein landesweit einheitliches Krankenhausinformationssystem zu schaffen, das sicher, leistungsfähig und praxistauglich ist und die tägliche Arbeit der Gesundheitsberufe unterstützt. Die Nutzerfreundlichkeit der Plattform muss sicherlich in Zukunft noch weiter verbessert werden. Deshalb nimmt der Sanitätsbetrieb die Rückmeldungen aus den Abteilungen ernst und arbeitet gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern laufend an Verbesserungen.

Gleichzeitig ist klar: Die Einführung eines Systems dieser Größenordnung ist ein umfassender Veränderungsprozess. Die damit verbundenen Herausforderungen und zusätzlichen Belastungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind allen Beteiligten bewusst. Gerade deshalb ist es wichtig, die Rückmeldungen aus der Praxis strukturiert aufzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Die Entscheidung für ein neues Krankenhausinformationssystem wurde getroffen, weil die Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit, digitale Dokumentation und die sichere Vernetzung von Gesundheitsdaten in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind. Ein modernes Gesundheitssystem braucht digitale Strukturen, die diesen Anforderungen langfristig gerecht werden und eine sichere sowie zukunftsfähige Versorgung ermöglichen.

Der eingeschlagene Weg hin zu einem einheitlichen Krankenhausinformationssystem für alle sieben Krankenhausstandorte kann daher nicht zur Diskussion gestellt werden und muss fortgesetzt werden. Auch muss ein solches System weiterentwickelt und an die Anforderungen des klinischen Alltags angepasst werden. Ein Krankenhausinformationssystem ist kein fertiges Produkt „von der Stange“, sondern ein dynamischer Prozess, der gemeinsam mit den Anwenderinnen und Anwendern laufend verbessert wird.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat in den vergangenen Monaten wichtige Strukturen geschaffen, um diesen Prozess zu begleiten: Dazu gehören die Task Forces in den Gesundheitsbezirken, mehr als 100 Key User in den Abteilungen und Diensten sowie ausgebaute Supportstrukturen. Die Rückmeldungen der Gesundheitsberufe sind dabei ein zentraler Bestandteil, um Herausforderungen zu erkennen, zu priorisieren und konkrete Verbesserungen umzusetzen.

Ziel ist es, auftretende technische Probleme rasch, strukturiert und nachhaltig zu lösen. Entscheidend ist, dass Anpassungen umgesetzt werden, die einen konkreten Mehrwert für den klinischen Alltag schaffen und gleichzeitig sichere, einheitliche und effiziente Prozesse für alle Standorte ermöglichen.

Bei dieser Gelegenheit wird allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihre Geduld und ihre Bereitschaft, aktiv an diesem Veränderungsprozess mitzuwirken, gedankt. Die Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag und die konstruktiven Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer sind entscheidend dafür, dass das System gemeinsam weiter verbessert wird – im Interesse der Gesundheitsberufe und der Patientinnen und Patienten.

Information für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb, Tel. 366 6982268

Sabes

News: Detailseiten