Infektiöse Gastroenteritis

Die Gastroenteritiden sind Infektionen, die Magen und Darm befallen und Durchfall mit oder ohne Erbrechen verursachen. Sie können bei Menschen jeden Alters auftreten, sind jedoch besonders häufig bei Säuglingen und Kindern unter fünf Jahren.

Gastroenteritis
Gastroenteritis

Bei Gastroenteritiden handelt es sich um Krankheiten, die durch Krankheitserreger verursacht werden, die über Lebensmittel, Wasser, die Umwelt oder durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden können.

Was sind die häufigsten Ursachen?

  • Viren (Rotaviren, Adenoviren, Noroviren, Astroviren usw.) 
  • Bakterien (Escherichia coli, Salmonellen, Shigellen, Campylobacter usw.)
  • Parasiten (Cryptosporidium, Giardia, Entamoeba usw.)

Was sind die Symptome?

Die Hauptsymptome einer Gastroenteritis sind wässriger Durchfall mit oder ohne Erbrechen. In schweren Fällen kann es zu wässrigem Durchfall mit Blut- und Schleimbeimengungen kommen (Bakterienruhr).

Weitere Symptome können Kopfschmerzen, Fieber, Muskelschmerzen und Bauchkrämpfe sein.
Im Allgemeinen treten die Symptome 1 bis 2 Tage nach der Infektion auf. Manchmal auch schon nach wenigen Stunden. Die Symptome dauern je nach Erreger 1 bis 10 Tage an.

Wie steckt man sich an?

Die Infektion erfolgt durch Kontakt mit dem Erreger, zum Beispiel:

  • durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder Getränke (vor allem Wasser)
  • durch Berühren kontaminierter Oberflächen oder Gegenstände mit den Händen, die anschließend mit Mund, Nase oder Augen in Kontakt kommen.
  • durch engen Kontakt mit einer erkrankten Person 
  • durch Nichtwaschen der Hände nach dem Toilettengang oder Windelwechseln oder vor dem Essen oder der Zubereitung von Speisen.

Handelt es sich um eine schwere Erkrankung?

Für die meisten Menschen handelt es sich nicht um eine schwere Erkrankung, und die Genesung erfolgt innerhalb weniger Tage ohne Komplikationen.

Die größte Gefahr besteht darin, dass sich eine schwere Form von Durchfall und/oder Erbrechen mit anschließender Dehydrierung entwickelt, insbesondere bei Kleinkindern, älteren Menschen und geschwächten Personen. In diesem Fall verliert der Körper übermäßig viel Wasser und Salze und kann diese nicht wieder auffüllen. Anzeichen für eine Dehydrierung sind: verminderte Urinausscheidung, übermäßiger Durst, Mundtrockenheit und ungewöhnliche Schläfrigkeit. Bei einer Dehydrierung kann ein Krankenhausaufenthalt zur Verabreichung von Flüssigkeit und Mineralstoffen erforderlich sein.

Gibt es Therapien?

In den meisten Fällen ist es nicht notwendig, einen Arzt aufzusuchen.
Die wichtigste Empfehlung lautet, viel zu trinken (vor allem Wasser, eventuell mit Mineralstoffen angereichert), um einer Dehydrierung vorzubeugen. Auch Ruhe und der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Milchprodukte, Koffein, Alkohol, fettige oder stark gewürzte Speisen sind hilfreich.
Es ist wichtig, keine Medikamente ohne ärztliche Verschreibung (z. B. Antibiotika) einzunehmen, da diese die Symptome sogar verschlimmern könnten.
Bei schweren oder anhaltenden Symptomen, insbesondere bei kleinen Kindern, älteren Menschen und geschwächten Personen, wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

Prävention

Um die Ausbreitung von infektiösen Gastroenteritiden zu verhindern, ist es generell unerlässlich, sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz auf gute Hygienebedingungen zu achten. Dies gilt vor allem in Kindertagesstätten und allen Gemeinschaftsräumen, in denen Personen mit erhöhtem Risiko leben, wie ältere Menschen, gebrechliche und immungeschwächte Personen.

Empfehlungen

  • die Hände häufig mit Seife oder anderen Reinigungsmitteln zu waschen, insbesondere nach dem Toilettengang und vor dem Umgang mit Lebensmitteln;
  • bei der Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln größte Sorgfalt walten zu lassen;
  • den Verzehr von rohen Eiern oder Saucen auf Roh-Eierbasis zu vermeiden;
  • die gemeinsame Nutzung von Handtüchern, Utensilien, Besteck und Geschirr mit anderen Personen zu vermeiden.

Bei Durchfall und/oder Erbrechen:

  • Desinfizieren Sie die Toiletten nach der Benutzung;
  • Reinigen Sie Erbrochenes und Kot schnell mit einem Desinfektionsmittel;
  • Während der Krankheit keine Lebensmittel anfassen oder servieren;
  • Mindestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptome nicht zur Arbeit oder zur Schule gehen (sofern vom Arzt oder Gesundheitsamt nicht anders angegeben);
  • Alle Oberflächen, die kontaminiert sein könnten, desinfizieren;
  • Kleidung und Bettwäsche separat bei mindestens 60 °C waschen.

Kontakte

Betrieblicher Dienst für Hygiene und Öffentliche Gesundheit S.I.S.P.

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Amba-Alagi-Straße 33
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Pflegekoordinatorin

Dantestraße 51
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