Sandmücken und durch sie übertragbare Infektionskrankheiten

Sandmücken sind sehr kleine Insekten, die vor allem in den warmen Monaten in der Dämmerung und nachts aktiv sind. Ihre Stiche können unangenehm sein und bleiben mitunter unbemerkt.

Sandmücken
Sandmücken

In unseren Breiten werden durch Sandmücken vor allem folgende Infektionen übertragen:

  • Leishmaniose: Dabei handelt es sich um eine Infektion durch Protozoen der Gattung Leishmania. Sie betrifft vor allem Tiere, insbesondere Hunde, kann jedoch auch auf den Menschen übertragen werden. Unbehandelt können bestimmte Formen schwer verlaufen.
  • Toskana-Virus-Infektion: Diese verläuft häufig asymptomatisch oder mild, kann jedoch in manchen Fällen Symptome des zentralen Nervensystems verursachen.

Prophylaxe

Die Schutzmaßnahmen entsprechen weitgehend jenen gegen Stechmücken:

  • Individueller Schutz: Verwenden Sie mückenabweisende Produkte und beachten Sie die Gebrauchsanweisungen. Achten Sie darauf, dass es sich um beim Gesundheitsministerium angemeldete medizinische Produkte handelt – „Presidi Medico-Chirurgici – PMC“. Tragen Sie helle, langärmlige Kleidung und vermeiden Sie stark parfümierte Düfte und Deodorants, die Mücken anziehen können.
  • Schutz der Innenräume: Bringen Sie engmaschige Moskitonetze an Fenstern und Türen an und verwenden Sie geeignete Raumabwehrmittel. Klimaanlagen tragen ebenfalls dazu bei, Mücken fernzuhalten.
  • Schutz von Haustieren: durch die Anwendung tierärztlich empfohlener Präventionsmaßnahmen (z. B. spezielle Antiparasitika wie Halsbänder oder Spot-on-Präparate) und die Vermeidung des Aufenthalts von Haustieren im Freien während der Nachtstunden. Rücksprache mit der behandelnden Tierärztin bzw. dem Tierarzt wird empfohlen.