Rauchen

Tabakrauchen ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine der häufigsten Ursachen für schwere Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und schwere Lungenerkrankungen. Nikotin macht stark abhängig. Zusätzlich spielen Stress und Alltagsgewohnheiten eine große Rolle und erschweren das Aufhören.

  • Rund 70% der Raucher möchten aufhören
  • Etwa 25% unternehmen einen ernsthaften Aufhörversuch
  • Viele Raucher benötigen 5–7 Versuche, bis sie dauerhaft rauchfrei werden
  • Unterstützung durch Ärzte oder medizinische Programme kann die Erfolgschancen mehr als verdoppeln


Gesundheitliche Folgen des Rauchens

Rauchen verkürzt das Leben deutlich: Nichtraucher leben im Durchschnitt etwa zehn Jahre länger als Raucher.

Wie stark der Schaden ist, hängt unter anderem ab von:

  • dem Alter, in dem mit dem Rauchen begonnen wurde
  • der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten

Beim Verbrennen von Tabak entstehen rund 7.000 chemische Substanzen, von denen etwa 70 krebserregend (z. B. Teer, N-Nitrosamine) oder hochgiftig (z. B. Kohlenmonoxid, Arsen, Blei) sind.

Diese Stoffe:

  • erhöhen das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen
  • beeinträchtigen die Fruchtbarkeit und die sexuelle Funktion

Zudem führt Nikotin zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit.


In der Schwangerschaft ist Rauchen besonders schädlich:

Es erhöht das Risiko für Fehlgeburten, ein niedriges Geburtsgewicht und Komplikationen beim Neugeborenen. Ein vollständiger Rauchverzicht ist hier besonders wichtig, um das ungeborene Kind zu schützen.


Was ein Rauchstopp bringt

Ein Rauchstopp ist in jedem Alter sinnvoll und möglich. Die Vorteile beginnen bereits wenige Stunden nach der letzten Zigarette. Atmung und Durchblutung verbessern sich, ebenso der Geruchs- und Geschmackssinn. Mit der Zeit werden Nervosität und innere Unruhe geringer, man hat mehr Energie und schläft besser. Auch das Hautbild kann sich sichtbar verbessern, da die Durchblutung der Haut zunimmt und weniger schädliche Stoffe aufgenommen werden. Langfristig sinkt das Risiko für schwere Erkrankungen wie Krebs deutlich.


Aufhören ist möglich

Mit dem Rauchen aufzuhören ist nicht einfach, aber machbar. Zu Beginn können körperliche Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Unruhe oder Konzentrationsprobleme auftreten. Diese sind unangenehm, aber medizinisch harmlos und lassen nach 1–2 Wochen deutlich nach.

Da das starke Rauchverlangen meist nur wenige Minuten anhält, lässt es sich oft durch einfache Maßnahmen überbrücken, etwa durch langsames Trinken von Wasser, Kaugummikauen oder einen kurzen Spaziergang, wenn dies möglich ist.


Ein Rückfall ist kein Scheitern: Jeder Aufhörversuch ist ein Schritt in Richtung Veränderung

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören möchten, setzen Sie sich ein konkretes Datum, ab dem Sie keine einzige Zigarette mehr rauchen, informieren Sie Ihr Umfeld darüber und entsorgen Sie konsequent alle Zigaretten in Ihrer Umgebung.

Jeder rauchfreie Tag ist ein Gewinn für Ihre Gesundheit und die Gesundheit der Menschen in Ihrer Umgebung.


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