Ernährung und Lebensmittel

Welches sind die häufigsten Symptome lebensmittelbedingter Krankheiten (LBK)?

Zu den häufigsten Symptomen lebensmittelbedingter Infektionskrankheiten gehören Erbrechen und Durchfall, mit oder ohne Fieber. Diese Symptome sind oft selbstlimitierend, aber in einigen Fällen können sie schwerwiegend sein und viele Organe betreffen. Ein Beispiel für eine schwere Komplikation ist das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), das durch Nierenversagen, Gehirn- und Systemschäden gekennzeichnet ist und nach einer Infektion mit Shiga-Toxin produzierenden E. coli (STEC) auftreten kann.

Die Art, der Zeitpunkt des Auftretens und die Intensität der Symptome hängen von der Art des beteiligten Mikroorganismus und dem Vorhandensein oder Fehlen von gebildeten Toxinen in Lebensmitteln ab.

Generell gilt:

  • Enthält das Lebensmittel bereits gebildete Toxine oder ist es mit Viren belastet, von denen nur wenige Viruspartikel nötig sind, um eine Krankheit auszulösen (z.B. Norovirus), treten die Symptome bereits wenige Stunden nach dem Verzehr auf.
  • Werden die Toxine von den Mikroorganismen nach dem Verzehr der Lebensmittel gebildet oder greifen die Mikroorganismen direkt die Magen- und Darmwände an, ohne Toxine zu produzieren, treten die Symptome in der Regel erst nach einer längeren Latenzzeit auf.

Diese Variabilität hängt von der Art des Mikroorganismus und dem Wirkungsmechanismus im menschlichen Körper ab.

Quellen