Ernährung und Lebensmittel

Was versteht man unter Biofilm?

Der Biofilm ist eine Ansammlung von Mikroorganismen, die sich zusammenschließen, an einer Oberfläche haften und eine komplexe, schützende Struktur bilden, die einem zähflüssigen Film ähnelt. Seine Bildung hat schwere Folgen für die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln, da seine hohe Zelldichte die Virulenz/Infektiosität von Krankheitserregern erhöht, für die er ein potenzielles Reservoir darstellt.

Der Biofilm besteht aus Hefen, Bakterien und organischen Polymeren, d. h. aus einer Ansammlung von Proteinen, Polysacchariden, Glykoproteinen und Nukleinsäuren. Er bildet sich, wenn sich Rückstände von Nährstoffen aus Lebensmitteln auf den Oberflächen ablagern, vor allem auf jenen, die schwer zu desinfizieren sind. Die Bildung von Biofilmen kann verhindert werden, indem alle organischen Rückstände von den Arbeitsflächen gründlich entfernt werden; einmal gebildete Biofilme lassen sich hingegen äußerst schwer entfernen. Zu den Strategien zur Entfernung von Biofilmen gehören der Einsatz chemischer Mittel wie Desinfektions- und Reinigungsmittel oder physikalische Methoden wie Bürsten oder die Verwendung von Hochdruckwasser. In einigen Fällen kann es notwendig sein, verschiedene Methoden in kombinierter Form zu verwenden.

Quellen